Kummer mit der Sepa-Nummer? Nicht in Eschweiler!

Von: ds
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Eschweiler. Egal ob Gartenbauverein, Männerchor oder Kegelclub: Die meisten Vereine in Deutschland haben noch nicht auf Sepa umgestellt. Das muss sich bis zum 1. Februar 2014 ändern, andernfalls werden viele Vereine Schwierigkeiten damit bekommen, Mitgliedsbeiträge einzuziehen und Rechnungen zu bezahlen.

Erst rund 21 Prozent aller Vereine – bundesweit sind das rund 580.000 – haben bislang auf Sepa umgestellt. Dabei wird die Zeit langsam knapp. Hinter Sepa steckt zwar die Umstellung des europäischen Zahlungsverkehrs, betroffen sind aber die Akteure vor Ort. Neben Unternehmen und Bürgern sind das die Vereine. Derer gibt es über 200 in der Indestadt. Und die Kassierer scheinen bestens vorbereitet zu sein. Sepa? In Eschweiler kein Problem!

„Ich bin informiert und weiß bestens Bescheid“, sagt Günther Grobusch und lacht. Der Kassierer der Sportfreunde Hehlrath wartet jetzt nur noch auf die Gläubiger-Identifikationsnummer, die er bei der Deutschen Bundesbank bereits beantragt hat. Jeder Verein, der seine Mitgliedsbeiträge via Lastschrifverfahren einzieht, benötigt diese Gläubiger-ID. Sobald sie bei beim Fußballverein mit seinen 65 Mitgliedern eintrudelt, geht‘s zur Bank.

Schützen und Karnevalisten

Gut 170 Vereinsmitglieder wird die St.-Rochus-Bogenschützenbruderschaft Hücheln-Wilhelmshöhe demnächst anschreiben. „Wobei nicht alle unserer Mitglieder auf Bankeinzug laufen, die Hälfte etwa kassieren wir so, Neumitglieder natürlich via Lastschrift“, erklärt Elmar Römer. Die Gläubiger-ID haben die Schützen schon. Bis zum Stichtag 1. Februar wird die Umstellung vollzogen sein, „ich denke, dass wir das auch hinbekommen, bereits zum Ende des Jahren umgestellt zu haben“, so der Kassierer.

„Kassieren bei der Probe“

„Wir brauchen Sepa nicht“, sagt Willy Thelen. Die Chorgemeinschaft Weisweiler-Dürwiß-Lohn behält bei ihren 17 Mitgliedern auch so den Überblick und kassiert die Beiträge bar bei der Probe. „Privat habe ich schon umgestellt“, so der Vorsitzende.

Umgestellt haben die Roten Funken zwar noch nicht, „aber natürlich wissen wir, was auf uns zukommt. Erstmal sämtliche 1000 Kontonummern, und, und, und“, verweist Hartmut Fröhlich auf die Widrigkeiten, die mit der Umstellung auf Sepa verbunden sind. „Wir sind gut im Rennen und können jederzeit auf Sepa umstellen“, hat der Zahlmeister beim größten Eschweiler Traditionskorps keine Sorge davor, nicht pünktlich bis zum 1. Februar fertig zu sein.

Anfang des Jahres hat sich der 380 Mitglieder zählende Verein angefangen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Aufwand halte sich in Grenzen, wenn man sich erst einmal eingelesen habe, „aber ganz ehrlich: Ohne Programm wäre man in den Arsch gekniffen“, sagt Fröhlich und lacht. Die Roten Funken verfügen über ein Vereinsprogramm, das die Kontodaten der Mitglieder in Iban und BIC konvertiert. „Wir müssen zwar jeden einzeln durchgehen, aber das ist ok.“ Hartmut Fröhlich ist auch Vorsitzender des 80 Mitglieder zählenden Partnerschaftsvereins, für den die Umstellung ebenso aktuell ist wie für jeden anderen Verein auch.

Auch die Eschweiler Sport-Gemeinschaft arbeitet an der Umstellung auf das europäische Zahlungssystem, „das ist alles schon in die Wege geleitet“, weiß die 2. Kassiererin Ilona Prost zu berichten. Ende des Monats hat die ESG mit ihren rund 400 Mitgliedern Quartalsabrechnung.

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