Eschweiler - Künstlerische Lebensleistung von Zipora Rafaelov geehrt

Künstlerische Lebensleistung von Zipora Rafaelov geehrt

Von: ran
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Künstlerin, Galeristin und Kulturwissenschaftlerin: Anita Engert (rechts) und Dr. Christiane Karl (links) würdigten das künstlerische Lebenswerk von Zipora Rafaelov, deren Werke die Betrachter einladen, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben: Für ihre künstlerische Lebensleistung wurde Zipora Rafaelov mit dem Rheinischen Kunstpreis 2014 ausgezeichnet. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein besseres Zeitmanagement ist wohl kaum möglich! Zwei Stunden vor Beginn der Vernissage der Ausstellung „Schatten Spiel“ der Künstlerin Zipora Rafaelov in der Galerie „Art Engert“ am 9. November des vergangenen Jahres kam die freudige Mitteilung: Die 1954 im israelischen Beer-Sheva Geborene wurde zur Preisträgerin des renommierten „Rheinischen Kunstpreises“ des Rhein-Sieg-Kreises ausgerufen.

Vor einer Woche nahm Zipora Rafaelov die Auszeichnung, die unter anderem mit einer Ausstellung im Landesmuseum des Landschaftsverbands Rheinland in Bonn im Frühjahr 2016 sowie einem begleitenden Katalog verbunden ist, entgegen. Zum Abschluss der Ausstellung in der indestädtischen Galerie würdigte Leiterin Anita Engert die in Düsseldorf lebende Künstlerin, die in der Technik des Scherenschnitts ihre Passion gefunden hat, nun am Sonntag mit einem Empfang.

„Wir gratulieren aus vollstem Herzen und mit einer tiefen Verbeugung vor ihrer künstlerischen Lebensleistung im Dienste des Scherenschnitts“, begrüßte Anita Engert sowohl die Künstlerin als auch die zahlreichen Bewunderer, die am späten Sonntagnachmittag den Weg in die Galerie gefunden hatten, um Zipora Rafaelov ihre Aufwartung zu machen. „Natürlich sind wir besonders stolz, die neuesten Werke der Preisträgerin des Rheinischen Kunstpreises präsentiert zu haben“, blickte die Galeristin auf die zurückliegenden zweieinhalb Monate zurück.

Auch Bürgermeister Rudi Bertram überbrachte in einem kurzen Grußwort Glückwünsche und verband diese mit nachdenklich stimmenden Worten: „Der Rheinische Kunstpreis wird vom Rhein-Sieg-Kreis vergeben, ist also eine kommunal geprägte Ehrung. Damit zeigt der Rhein-Sieg-Kreis ein Engagement, das in Städten mittlerer Größe immer häufiger in Vergessenheit gerät“, so der Verwaltungschef. Kunst werde oft ganz hinten angestellt, da das Diktat des Geldes übermächtig sei. „Gerade in der aktuellen Situation, in der die Welt in Unordnung geraten ist, brauchen wir aber Künstler und Intellektuelle, die aufklären!“

In ihrer Laudatio beleuchtete Dr. Christiane Karl das Werk von Zipora Rafaelov aus der Sicht einer Kulturwissenschaftlerin. „Ich sehe in der Preisträgerin nicht zuletzt eine Brückenbauerin. Zum einen im Bezug auf ihre Kunsttechnik, zum anderen auch für das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland, da sie ihre Motive aus dem kulturellen Fundus beider Länder schöpft.“ Die vom Licht angestrahlten Rauminstallationen böten Spannungsfelder zwischen Licht und Schatten, die einem eigenen Rhythmus folgten und im Auge des Betrachters eine eigene Welt entstehen ließen.

„Zipora Rafaelovs Arbeiten sind dynamische und mitreißende Werke, die uns tatsächlich bewegen und die Betrachter zu Fragen an die eigene Wahrnehmung auffordern. Sie stellen eine Einladung an alle Kunstinteressierten dar, sich die Zeit für eine Entdeckungsreise zu nehmen“, betonte Dr. Christiane Karl. „Und gerade dies ist in unserer heutigen von einer wahren Bilderflut gekennzeichneten Medienwelt ein wirkliches Geschenk“, schloss die Kulturwissenschaftlerin ihre Ausführungen ab. Nicht ohne jedoch die Gäste des Empfangs aufzufordern, sich bei einem Rundgang durch die Galerie von den Werken Zipora Rafaelovs „gefangennehmen“ zu lassen.

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