Künstlerehepaar stellt unter dem Titel „Doubleclick“ aus

Von: ran
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Sorgen dafür, dass sich dem Betrachter zahlreiche „Schaufenster“ per Doppelklick auf die visuelle Maustaste öffnen: Die Künstler Ingrid Roscheck und Rainer Barzen stellen zahlreiche neugestaltete Werke in der Galerie „Art Engert“ aus. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Sie möchte die Welt verstehen, er hat das bereits aufgegeben. Trotz oder vielleicht wegen dieses Gegensatzes ergänzen sie sich prächtig: Als Menschen, schließlich sind Ingrid Roscheck und Rainer Barzen ein Ehepaar, sowie als Künstler. Wobei das Künstlerduo erstmals eine Gemeinschaftsausstellung präsentiert.

Bis einschließlich Donnerstag, 30. Juni, sind weitestgehend neue Arbeiten von Ingrid Roscheck und Rainer Barzen unter dem Titel „Double Click“ in der Galerie „Art Engert“, Wilhelmstraße 73g, zu sehen. Dabei reicht das Repertoire von den Keramikarbeiten, Skulpturen, raumbezogenen Werken und digitalen Collagen Ingrid Roschecks bis zu den Malereien und Papierarbeiten Rainer Barzens.

Während der Vernissage am Sonntagnachmittag brachten Galeristin Anita Engert und die beiden Hauptprotagonisten der Ausstellung den Kunstinteressierten, darunter zahlreiche Studenten der Künstler, die beide auch als Dozenten an der Universität Köln tätig sind, ihre Vorstellungen in einem interessanten Gespräch näher.

„Jeder von uns verfügt über ein eigenes Atelier, da wir auch auf teilweise sehr unterschiedlichen Wegen arbeiten. Dennoch gibt es in gewisser Weise magische Momente´, wenn ich in meiner Tätigkeit als Bildhauerin aktiv bin, zwischendurch Rainer treffe und wir feststellen, dass er als Maler an einem gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Motiv arbeitet“, wusste Ingrid Roscheck über eine Art Seelenverwandtschaft zu berichten.

Hauptmotivation ihrer Arbeit sei nicht zuletzt, den Wunsch des Menschen nachzuvollziehen, zu verstehen, wo er herkomme und wie er sich zu dem, was er nun darstellt, entwickelt habe. „Um die Welt zu verstehen, schaffe ich mir meine eigene Welt“, so die Künstlerin. Und genauso habe Ingrid Roscheck eine eigene und unverkennbare Handschrift entwickelt, mit der sie aber immer wieder neues kreiere, warf Anita Engert ein. „Keine neue Ausstellung von dir ist auch nur annähernd wie eine der vorherigen“, sprach die Galeristin aus eigener Erfahrung.

Einem ganz und gar unterschiedlichen Ansatz folgt Rainer Barzen: „Die Welt war wohl schon immer kompliziert. Doch aktuell wird sie immer komplexer. Deshalb habe ich es aufgegeben, sie als ganzes verstehen zu wollen. Stattdessen greife ich mir mit spitzen Fingern, zwei Dinge, sprich Ideen heraus, die ich dann in den Mittelpunkt meiner Arbeit stelle!“ Mit einem Doppelklick ließen sich multimediale Dateien öffnen, ging er schließlich auf den Titel der Ausstellung ein. „Wir möchten mit dieser Ausstellung, die wie immer ein Angebot in Richtung Betrachter darstellt, einen Einblick in die Hemisphäre unseres Tuns gewähren“, so Rainer Barzen.

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