Künstler Kochs zeigt Ausstellung: „Die Erfindung der Wirklichkeit“

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„Die Erfindung der Wirklichkeit“: Künstler Christofer Kochs, hier in einer Diskussion mit Ingrid Roscheck, stellt in der Galerie Art Engert aus. Foto: Harry Reimer

Eschweiler. Eine hohen Ansprüchen genügende Ausstellung wurde in der Galerie Art Engert am vergangenen Sonntag eröffnet. „Die Erfindung der Wirklichkeit“, die der Künstler Christofer Kochs in der Galerie Art Engert mit seinen Arbeiten – Malerei und Skulpturen – zeigt, erscheint auf den ersten Blick herausfordernd, fast möchte man sagen surreal.

Ingrid Roscheck, Künstlerin und Lehrbeauftragte an der Universität Köln, und aus diversen Ausstellungen in der Galerie Art Engert bekannt, übernahm die schwierige Aufgabe, die Ausstellungsarbeiten in einen sinnvollen Kontext einzuordnen. Nach Roschecks Ausführungen wurde der Begriff der „Wirklichkeit“ von dem deutschen Mystiker Eckhart von Hochheim, geboren 1260 n. Chr., erfunden, der sich seinerseits auf Aristoteles berief. Aristoteles habe dafür im Griechischen das Wort „Energeia“ entwickelt.

Energeia sollte als wirkende Kraft verstanden werden, sie sei kein statisches System, sie sei Umwandlung, Verwandlung – in ständigem Umbruch begriffen. So wie viele Energie heute oft verstehen, habe sie den Eindruck, dass die Menschen ihre Potenziale danach ausrichten, ein stark macht- und geldorientiertes System nicht nur zu bestätigen, sondern religiös zu erhöhen.

„Ungewordene Istigkeit“

Das widerspreche dem Denken Meister Eckharts und auch dem von Christofer Kochs: Was Meister Eckhart „ungewordene Istigkeit“ nenne, meine unhierarchische „mannigfaltige“ Möglichkeiten der Verwirklichung von allen zur Verfügung stehenden Energien, Fantasien und Erfindungsgaben. Genau das sehe sie in diesen Bildern, führte Ingrid Roscheck aus. Sie seien mit vielen Möglichkeiten versehen: verbergen und öffnen, teilen, falten, stückeln und vereinen, vereinnahmen.

Christofer Koch wurde 1969 in Osnabrück geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste in München, war Meisterschüler bei Professor Berger und assistierte in der Lithographie-Werkstatt an der Akademie München bei Professor Karl Imhoff. Er erhielt seit 1993 bis heute eine Reihe von Preisen und Stipendien darunter 2001 und 2004 in Sydney an der School of Art als Artist in Residence.

2015 wurde er für den Pulse Miami Beach Prize nominiert. Seit 1994 zeigt er seine Arbeiten in Einzelausstellungen in Deutschland wie international. Man sah und sieht seine Arbeiten in Sydney, Zürich, Amsterdam, Wien, New York, und Miami und an vielen anderen Orten. Christofer Kochs ist ein weitreisender Künstler, der seinen Weg geht und Anerkennung findet. Sie sei daher sehr glücklich, führte Anita Engert aus, dass sie ihn zu einer Ausstellung in Eschweiler gewinnen konnte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Januar zu sehen. Die Galerie ist geöffnet dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr, samstags nach Vereinbarung.

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