Künstler entwerfen Objekte für den Kreisverkehr

Von: Valerie Barsig
Letzte Aktualisierung:
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Sieben Entwürfe für ein Kunstwerk auf der Kreisverkehr-Insel der Stolberger Straße stehen ab sofort in der Sparkasse an der Marienstraße zur Auswahl. 1: „Stadttor“ heißt dieses 3,30 m hohe Tor aus Corten-Stahl.
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2. 5 m hoch, 4 m breit – das „Auge“ mit dem Titel „Einblicke – Ausblicke“.
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3: „Meine Stadt – mein Zuhause“ ist dieser gut 10 m hohe. dreieckicke Turm betitelt, in dessen Mitte ein gläsernes Band die Inde symbolisiert.
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4: „Stadtnest“ ist der Titel dieser bis zu 4,5 m hohen Skulptur eines Nestes, aus dem eine Ansammlung verschiedener Häuser ragt, die, ergänzt durch einen Kirchturm, eindeutig eine Stadt symbolisieren.
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5: „Dialog“ heißt dieses 2,50 m hohe Edelstahlwerk, das sich auf das friedliche Miteinander der sich hier begegnenden Städte Eschweiler und Stolberg bezieht.
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6: In diesem Entwurf symbolisieren 8 bis 10 farbige „Fahnen“ bzw. „Pfeilen“, die sich im Wind drehen und hälftig entweder zueinander oder voneinander weg zeigen, den hier fließenden Verkehr.
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7: Diese Skulptur aus vier je 2,30 m hohen Taxus-Eiben-Säulen zeigt in der Mitte LED-beleuchtetes Acrylglas, u.a. mit dem Eschweiler Ur-Namen Ascvilare. Bis zum 4. Juni kann jeder in der Sparkasse oder per E-Mail an uns (lokales-eschweiler@zeitungsverlag aachen.de) seine Favoriten von Platz 1 bis 3 wählen.

Eschweiler. Wer über die Stolberger Straße nach Eschweiler fährt, passiert irgendwann einen – noch leeren – Kreisverkehr. Das soll sich allerdings bald ändern: Die „Neue Wege zur Kunst“-Aktion des Eschweiler Kunstvereins sucht in Zusammenarbeit mit der Sparkasse nach einem Objekt, das den Kreisverkehr zieren soll. Sechs Künstler von der Eifel bis zum Selfkant haben sich mit sieben Entwürfen inzwischen beworben.

Anfang Juni entscheidet eine Jury, die sich aus jeweils einem Vertreter der Städte Eschweiler und Stolberg, zwei Vertretern der Sparkasse, dem Künstler Walter Dohmen, einem Vertreter dieser Zeitung und einem Mitglied des Kunstvereins zusammensetzt, wer sein bis zu 8000 Euro teures Werk auf dem Kreisverkehr aufstellen darf. Auch Sie, liebe Leser, dürfen mitbestimmen, welches Kunstwerk die Ausschreibung gewinnt. Im Oktober ist es dann so weit: Das von der Jury Anfang Juni prämierte Kunstwerk wird auf dem Kreisverkehr aufgestellt.

Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut blickt zurück auf zwei weitere Standorte, die durch die Aktion bereits mit Kunstwerken verschönert worden sind. „Es gilt, bleibende Werke zu schaffen, die nachhaltig sind“, sagt Wohnaut. Schließlich würden die Kunstobjekte dort für Jahrzehnte stehen bleiben.

Deshalb müssen sie auch bestimmte Kriterien erfüllen, damit der Verkehr nicht behindert wird. Blendet ein Kunstwerk durch das verwendete Material, müsste der Künstler es umgestalten. Gleiches gilt für die Höhe: Die Objekte dürfen nicht so weit nach oben reichen, dass sie bei einem möglichen Umsturz auf die Fahrbahn fallen. Auch dürfen sie nicht beweglich sein.

 

Kunst darf Verkehr nicht irritieren

Letzteres wird vor allem für Entwurf Nummer 6 ein Problem. Eigentlich sollen sich die Pfeile, die dort dargestellt sind, bewegen können. Das wird vermutlich nicht die Anforderungen der Verkehrsbeamten erfüllen. „Man kann die Pfeile ja auch fest installieren“, sagt Monika Kendziora vom Eschweiler Kunstverein.

Sie gibt zu, dass sie bereits einen Favoriten hat. „Der wird aber natürlich noch nicht verraten!“ Zusätzlich zu den Objekten soll der Kreisel auch begrünt werden. Steht das Kunstwerk fest, wird sich die Ausrichtung der Beete oder der Rasenfläche ihm anpassen. Dass beide eine Einheit bilden, ist der Jury wichtig.

Manfred Lohre, ebenfalls vom Kunstverein, freut sich über die Entwicklung, die Eschweiler in den letzten Jahren gemacht hat. „Früher war Eschweiler arm an Kunst im öffentlichen Raum. Inzwischen ist das ganz anders.“ Er denkt an einige Kunstwerke, die nicht nur auf Betreiben des Vereins einen Platz in der Stadt gefunden haben.

 

Viele Objekte in der Stadt

Er meint die Stelen am Parkhaus in der Kaiserstraße, vor dem Gebäude der Volkshochschule, auf dem Vorplatz des Krankenhauses, auf dem Blausteinseekreisel oder die Pferdeskulptur am Markt, um nur einige Beispiele zu nennen. Auf eine solche Entwicklung könne man stolz sein.

Ausgestellt sind die Entwürfe noch bis Freitag, 6. Juni, in der Sparkasse in der Marienstraße. Dort kann man bis zum 4. Juni seine Stimme abgeben, danach entscheidet die Jury, welcher der höchst unterschiedlichen Entwürfe ab Oktober als fertiges Kunstwerk auf der Kreisel-Insel am Stadteingang zu sehen sein wird.

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