Eschweiler - Künstler Albert Sous präsentiert faszinierende Fundstücke

Künstler Albert Sous präsentiert faszinierende Fundstücke

Von: kaba
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Steine aus Frankreich oder Alexandria, Scherben und Kugeln aus Jülich: All dies zeigt die Ausstellung des Künstlers Albert Sous. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Vor dem Gebäude des Talbahnhofs fanden sich immer mehr Autos ein, und bereits im Treppenhaus wurde man von Stimmengewirr begrüßt. Kein Zweifel: Albert Sous‘ Ausstellung „Finderlohn: Gefunden – Gesammelt – Gemacht“ lockte zahlreiche Kunstinteressierte am Sonntag in die Städtische Kunstsammlung.

Der Goldschmied und Metallbildhauer Albert Sous ist in der Region bekannt und viele schätzen seine Arbeiten. Dennoch ist die Ausstellung, die am vergangenen Wochenende eröffnet wurde, etwas Neues. Sous hat zusammengetragen, was er über Jahre gesammelt hat.

Dabei handelt es sich um Steine, die er aus den Urlauben mit seiner Familie mitbrachte, Tonscherben, die beim Anbau des Hauses entdeckt wurden, oder einen alten Bestecksatz, den er einst von einer Dame kaufte und von dem nun ein Teil in einer Vitrine im Talbahnhof Platz findet.

Der Titel der Ausstellung „Finderlohn: Gefunden –Gesammelt – Gemacht“ beschreibt die Herkunft der zu sehenden Ausstellungsstücke. Denn wie Sous‘ Freund Wolfgang Becker bei der Eröffnungsrede erklärt, handelt es sich bei den Gegenständen um Dinge, die der Künstler mit seiner Familie über Jahre im Urlaub gefunden und mitgebracht hat, um Dinge, die er bewusst gesucht und gesammelt hat, und um Materialien, die er zu Kunst gemacht hat.

„So finden sie in dieser Ausstellung auch eine Hommage an Eschweiler. Denn unter den Ausstellungsstücken finden sich einstige Abfälle aus Eschweilers Röhrenwerken, die Albert zu Kunst machte“, erklärte Becker den Anwesenden, die im kleinen Ausstellungsraum um ihn und den Künstler herumstanden und gebannt lauschten.

Während der Rede stand Sous neben seinem Freund, sichtlich glücklich, und bestätigte mit seinem Lächeln immer wieder die Erzählungen Beckers. So musste er vor allem lachen, als dieser von der Lieblingsskulptur erzählte. „Es war so, dass in der Küche von Frau Sous jahrelang eine Topfkuchenform stand, bis Albert auf die Idee kam, die zwei Formen aufeinanderzusetzen.

Seit dem gibt es bei Familie Sous keinen Topfkuchen mehr, aber dafür eine tolle neue Skulptur in Alberts Sammlung“, berichtete Becker. Später erklärte Sous, warum diese Skulptur sein Lieblingsstück ist: Es enthält nämlich die Erkenntnis, „dass man alles zum Kunstwerk erklären kann, wenn es nicht schon jemand anders getan hat.“

Während seine Gäste die Kunstwerke betrachteten und staunten, wanderte Sous durch die Menge, begrüßte Freunde und Bekannte, erklärte seine Sammlung und fühlte sich wohl. „Das hier ist jetzt mein Spielfeld“, gestand der Künstler.

Offen für alles, das entdeckt und zu Kunst gemacht werden will. So entstand die beeindruckende Sammlung, die für jeden Besonderheit und Schönheit birgt, der sich Zeit nimmt in Albert Sous‘ Welt und Ausstellung „Finderlohn: Gefunden – Gesammelt – Gemacht“ einzutauchen.

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