Krumbach siegt im Wetterchaos auf dem Ring

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Eschweiler/Nürburg. Jochen Krumbach (Eschweiler) feierte in diesem Jahr seinen ersten VLN-Gesamtsieg. Beim 7. Lauf der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring pilotierte er mit Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Lucas Luhr (Schweiz) er den Moskovskaya-Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing durch das auf vier Stunden angesetzte Rennen und lieferte dabei einen fulminanten Start.

Im Qualifikationstraining, das wegen schlechter Witterungsbedingungen verschoben wurde, zeigte sich Krumbach jedoch zunächst nicht zufrieden: nur der 20. Startplatz des 177 Fahrzeuge umfassenden Teilnehmerfelds. Doch bereits in den ersten Runden des Rennens arbeitete sich Krumbach mit geschnittenen Slicks auf abtrocknender Fahrbahn bis auf den 4. Gesamtrang vor. Dem Nordschleifenprofi gelang damit ein tendenziell rutschiges Unternehmen, das für einige der Wettbewerber bereits in den ersten Rennrunden das frühe Aus bedeutete.

Kennzeichnend für das Rennen war das permanent wechselnde Wetter: Zwischen trockener Strecke und sintflutartigem Regen lagen oft nur wenige Minuten, was zu teilweise chaotischen Zuständen in der Boxengasse und einem Abbruch aus Sicherheitsgründen knapp zehn Minuten vor regulärem Rennende führte.

Krumbach: „Zu Beginn war es mit den Slicks sehr schwierig und rutschig, beim Überholen musste ich immer wieder ins Nasse fahren, aber ich konnte auch die trockenen Stellen richtig nutzen und habe damit eine gute Basis geschaffen. Außerdem hatten wir ein glückliches Händchen beim Boxenstopp – gerade, als das erste Mal der Regen wieder richtig einsetzte, konnten wir auf Regenreifen wechseln.“

Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister, der das Steuer des gelbgrünen Publikumslieblings mit dem 4,4-Liter-Motor als Zweiter übernahm, lieferte sich einen rundenlangen Zweikampf mit dem Cup-Porsche von Christian Menzel, ebenfalls aus dem Hause Manthey-Racing, den Bergmeister für sich entschied. Lucas Luhr, der dritte Fahrer, ließ sich auf den letzten Rennrunden vom wiedereinsetzenden Regen nicht beeindrucken – „und so hat’s halt gereicht“, resümiert Jochen Krumbach. „Ich bin sehr glücklich, dass wir heute mit dem RSR das erste Mal gewonnen haben“.

Der Sieg war zugleich ein historischer: Zum 500. Mal fuhr ein Porsche-Rennwagen einen Wertungsgruppensieg ein.

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