Eschweiler - Krissy Matthews: Konzert in der Reihe „Blues meeets Rock“

Krissy Matthews: Konzert in der Reihe „Blues meeets Rock“

Von: psi
Letzte Aktualisierung:
9828499.jpg
Abwechslungsreich, talentiert und absolut hörenswert: der junge Brite Krissy Matthews mit seinem gleichnamigen Trio bei „Blues meets Rock“. Foto: Santosi

Eschweiler. Der britische Sänger, Songwriter und Gitarrist Krissy Matthews war am Dienstagabend mit seinem Trio im Rahmen der Clubkonzert-Serie „Blues meets Rock“ im Rio in der Schnellengasse zu Gast. Leider nur vor einem sehr knapp bemessenen Publikum, was aber der musikalischen Qualität des Gastes von der Insel in keinster Weise gerecht wurde.

Mit seinem Vater Keith am Bass und dem hochtalentierten 18-jährigen Max Maxwell am Schlagzeug gab es zwei Stunden lang Blues, Rock, Funk, Jazz und auch mal ein paar Country-Töne von einem der aktuell hoffnungsvollsten Jungmusiker zu bestaunen.

Matthews legte gleich zu Beginn mit einer recht abwechlungsreichen Serie aus seinen vergangenen CDs los. Wohlgemerkt ohne sich gleich unbedingt auf eine bestimmte Kategorie oder in eine Genre-Schublade legen zu lassen. Vielmehr mit gutem Gespür auch für ein übersichtliches Publikum, das sich schnell zum Mitklatschen inspirieren ließ.

Auf ein paar fetzige Rocknummern ließen die Drei eine langsame Ballade folgen, die man Matthews ebenfalls glaubhaft abkaufen konnte, auch wenn seine Stimme durchaus noch ausbaufähig ist.

Bereits in der ersten Halbzeit des Konzertes zeigte Max Maxwell, wie man seine Bandkollegen mit einem druckvollen und nach vorne treibenden Spiel immer wieder zu Höchstleistungen anspornen kann. Während Krissy und sein Herr Papa in einem Stück minutenlang ein bestimmtes Rhythmus-Muster auf den Saiteninstrumenten erzeugten, konnte sich Maxwell nach Herzenlust in Takt und Gegentakt austoben. Interessanter jedenfalls, als man es von einem klischeehaften Drumsolo ansonsten erwarten sollte.

Wieviel Energie in dem Trio steckt, ließ sich kurz vor der Pause erkennen. Krissy Matthews zerfetzte während einer intensiv vorgetragenen Passage eine Gitarrensaite, während Max Maxwell dicht dahinter einen seiner Schlagzeugstöcke pulverisierte. Da konnte Krissy Matthews seine Deutschkenntnisse hervorkramen und versprach, dass es auch im zweiten Set ähnlich druckvoll zugehen werde.

Nach der Pause intonierten die Drei zunächst mal eine gepflegte Country-Nummer, bevor Matthews Junior erneut mehrfach die Stilarten wechselte, ohne das Publikum dabei zu überfordern. Seine Gitarre setzte er dabei abwechslungsreich und ohne technischen Firlefanz ein.

„Blues meets Rock“ ohne irgendeine Form von Jimi-Hendrix-Reminiszenz ist ja nach allen bisherigen Erfahrungen nur schwer möglich. Aber auch hier muss man dem jungen Briten ein Kompliment machen. Anstatt die tausendste Version von „Hey Joe“ oder „Little Wing“ herunterzunudeln, ließ sich Krissy Matthews am Schluss des Konzertes auf eine richtig gute Hommage an den Altmeister ein. Auch wenn er nicht direkt einen Hendrix-Song zum besten gab, so ließ sich doch in seiner stellenweise ekstatischen Spielweise viel von dem Geist des vielzitierten Gitarren-Übervaters erkennen.

Alles in allem war das Konzert sicher einer der besseren Gigs bei „Blues meets Rock“ also, der auf alle Fälle ein größeres Publikumsecho verdient gehabt hätte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert