Kreisel-Kunst: Gert Jägers „Stadtnest“ überzeugt Jury

Von: rpm
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Ein Nest aus Edelstahl, in dem sich Häuser um einen Kirchturm schmiegen: Aus der Ideenküche des renommierten Heinsberger Künstlers Gert Jäger stammt der Entwurf, der der Jury am meisten zusagte. Foto: R. Müller
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Gert Jägers Entwurf „Stadtnest“ sagt der der Jury am meisten zu.  Foto: R. Müller

Eschweiler. Knappe Entscheidungen machen vieles spannend. Bei Dingen aber, die über Jahre und Jahrzehnte Bestand haben und ein Stück Lebensraum prägen sollen, ist es besser, sie werden von einer breiten Mehrheit getragen. In Sachen „Kunst auf dem Kreisel“ ist dies der Fall.

Bei der Auswahl eines Kunstwerks für die Grünfläche des Kreisverkehrs auf der Stolberger Straße, gleich an der Stadtgrenze zu Stolberg, kam die Jury Mittwochnachmittag zu einem eindeutigen Votum: Das „Stadtnest“ des Heinsberger Künstlers Gert Jäger soll hier Blickfang werden.

Das „Nest“ brachte es in der Addition der Jury-Voten von Kunstverein, Sparkasse, Eschweiler Zeitung, Eschweiler Nachrichten, Bürgern, Stadt Eschweiler, Stadt Stolberg sowie Kunstexperte Professor Walter Dohmen auf genau doppelt so viele Punkte wie das zweitplatzierte Werk, der Turm „Meine Stadt – mein Zuhause“ des Wahl-Indestädters Alexander Göttmann. Weit abgeschlagen auf Platz 3: das „Stadttor“ des Geilenkircheners Willi Arlt.

Unmittelbar nach der Jury-Sitzung in der Sparkasse rief Kunstvereins-Geschäftsführerin Monika Kendziora in Heinsberg an und überbrachte Jäger die frohe Kunde. Der freute sich riesig – und will nun ein 1:20-Modell des „Stadtnestes“ bauen und nach Eschweiler bringen, damit Kunstinteressierte sich schon möglichst bald genauer anschauen können, was demnächst den Kreisel zieren wird.

Demnächst – das ist der 19. Oktober. Im Rahmen der Kunstvereins-Aktion „Neue Wege zur Kunst“ wird das „Stadtnest“ feierlich-fröhlich „eingeweiht“ werden. Um das Vorhaben wahr werden zu lassen, überreichte Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut Monika Kendziora stolze 7000 Euro – 5000 aus seinem eigenen Verfügungsfonds, 2000 von der Kulturstiftung der Sparkasse.

Professor Walter Dohmen, ein profunder Kenner der regionalen Kunstszene, war am Mittwoch nicht nur mit der Jury-Entscheidung zufrieden, sondern auch voll des Lobes für die Indestadt: „Man muss der Stadt Eschweiler ein Kompliment machen. Nicht zuletzt durch den Kunstverein ist hier in den vergangenen Jahren so einiges passiert, was früher ein großes Problem war. Lange Jahre war die Stadt – und das gilt insbesondere für den politischen Raum – außerstande, mit Kunst so umzugehen, wie es sich gebührt.“

Noch bis Freitag einschließlich sind alle sieben zum Wettbewerb eingereichten Entwürfe in der Sparkasse an der Marienstraße zu sehen.

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