Kreative Ideen bleiben nicht nur Fiktion

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Spannende Praxiserfahrung: Ferda Mekikci und Remzije Nuhi, Schülerinnen am Berufskolleg Eschweiler, dekorieren mit sichtlichem Spaß ein Schaufenster in der Innenstadt von Eschweiler.

Eschweiler. Wozu dient ein Schaufenster und wie können Schülerinnen und Schüler im Einzelhandel ihre Kreativität in der Gestaltung von Schaufenstern und Warenaufbauten umsetzen?

Diese Fragen wurden bei einem Workshop am Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes ZAWM in Eupen im Rahmen der euregionalen Zusammenarbeit von den Mittelstufenklassen des Bildungsganges Einzelhandel des Berufskollegs sowohl in der Theorie als auch an praktischen Beispielen geklärt.

Zu den wichtigsten Aufgaben eines Schaufensters und eines dekorativen Warenaufbaus gehören: Aufmerksamkeit zu erregen, Wünsche und Sehnsüchte in Form von Kaufimpulsen zu wecken und als Visitenkarte das Image eines Geschäftes zu erhöhen.

Für die praktische Umsetzung mussten zunächst Einzelhandelsgeschäfte in Eschweiler gesucht und gefunden werden, die ihre Schaufenster für eine gewisse Zeit zur Verfügung stellen. Auf ein Thema hat man sich schnell geeinigt: „Sommer“. Sechs Betriebe wurden angesprochen und haben sofort ihre Bereitschaft erklärt. Dies sind im Einzelnen: Kindergeschäft „Holz-Ecke“, Sanitätshaus „Koczyba“, Sportgeschäft „Aixtra Sport“, Herrenmoden „Koslowski“, Buchhandlung „1000 gute Bücher“ und Bekleidungshaus „Ostländer-Next“.

Die Ideen, die in der Schule in Teams vorab gesammelt und konkretisiert wurden, sind mit den Geschäften abgesprochen und von der Materialbeschaffung bis zur kreativen Ausführung selbständig von den Auszubildenden durchgeführt worden.

Selbstverständlich standen die Betriebsinhaber und ihre Mitarbeiter hilfreich mit Rat und Begeisterung zur Seite. Marion Burda vom Kindergeschäft Holz-Ecke, Rosemarie Hahn von Aixtra Sport und Dinah Esser vom Sanitätshaus Koczyba sind sich einig: „Es ist wichtig, dekorieren zu können, da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen unsere Schaufenster gestalten müssen. Das Wissen wird zum größten Teil durch learning by doing erworben. Deswegen ist es gut, wenn Auszubildende des Einzelhandels dazu animiert werden, kreativ im Team ans Dekorieren herangeführt zu werden.“ Norbert Koslowski sieht ebenfalls die Notwendigkeit, dekorieren zu können, da Schaufensterware verkauft wird und nachdekoriert werden muss. Norbert Hoverath von der Buchhandlung 1000 gute Bücher und Markus Buchem vom Bekleidungshaus Ostländer-Next betonen, dass dieser Praxisbezug die jungen Leute qualifiziert und an den Beruf im Einzelhandel heranführt.

Die Schülerinnen und Schüler des Einzelhandels waren von diesem spannenden und kreativen Projekt begeistert. „Wir sind dankbar, dass wir die Gelegenheit bekommen haben, unsere theoretischen Ideen in die Praxis umsetzen zu können“, stellt Ferda Mekikci fest. Mara Serda betont: „Es ist gut, reinzuschnuppern, wie es bei anderen läuft.“

In Zukunft plant das Berufskolleg Eschweiler, so die Bildungsgangleiterin im Einzelhandel, Manuela Rynio mit ihrer Stellvertreterin Silke Johnen, diese Lehrveranstaltung in Zusammenarbeit mit weiteren Einzelhandelsbetrieben in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Auch für den Schulleiter des Berufskollegs Eschweilers Thomas Gurdon, ist die Zusammenarbeit mit Betrieben des Einzelhandels eine wichtige Ergänzung zum fachlich qualifizierten Unterricht der Lehrerinnen und Lehrer. „Das ist das Kernelement der dualen Ausbildung. Schulische Bildung und betriebliche Praxis haben das gemeinsame Ziel, die Fachkräfte von morgen für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Dies ist der beste Weg in die Zukunft!“

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