Kreative Ausstellung mit Handicap

Von: jw
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Schauten zufrieden auf ihre Werke: In der Ausstellung „blick.wechsel“ zeigten sich Menschen mit Behinderung als talentierte Künstler. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. Die Kunstwerkstatt „willsosein“ eröffnete am Sonntagmorgen die Ausstellung „blick.wechsel“ im Kulturzentrum Talbahnhof. Die Vernissage in der Städtischen Kunstsammlung im Kulturzentrum Talbahnhof war an diesem Morgen gefüllt mit neugierigen Menschen.

Alle wollten die Werke betrachten, die der Eschweiler Kunstverein dort vorstellte. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um eine übliche Vernissage, denn es stellten körperlich und geistig behinderte Künstler aus der Region ihre Werke aus.

Lob für alle Maler

„Die Künstler verinnerlichen sich in ihren Bildern“, sagte Bernd Schartmann, als er jeden Künstler einzeln vorstellte. Er lobte alle Maler und ihre Werke in höchsten Tönen. Die Künstler, die auch alle selbst anwesend waren, erhielten sehr viel Anerkennung von jedem einzelnen Besucher und von den Rednern dieser Vernissage. Auch Rudi Bertram sagte, dass diese Ausstellung etwas ganz besonderes sei.

Genauso wie Bertram war auch Norbert Zimmermann, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Aachen, überwältigt. Auch darüber, dass so viele Besucher bei dieser besonderen Ausstellungseröffnung anwesend waren. „Wir betrachten die Bilder und nicht die behinderten Menschen“, sagte er. , Aus diesem Grund heißt die Ausstellung „blick.wechsel“, denn man erlebe den Wechsel vom Bild zum Künstler und vom Künstler zum Bild und könne somit ihre Gefühle und Emotionen erkennen.

Man entdeckt bei jedem dieser Werke, dass die Künstler alle eine eigene Handschrift entwickelt haben und dass jeder so gefördert wird, wie er es braucht. Bei der Umsetzung des Kunstprojekts war immer ein Pädagoge anwesend, denn es sei wichtig gewesen, dass die Künstler durchhalten und somit viel Disziplin beweisen. „Sie müssen außerdem mit Rückschlägen zurecht kommen und jeden Tag an ihren Werken weitermachen.“

Da dies schon keine leichte Aufgabe für Menschen ohne Behinderung sei, sei es umso faszinierender, dass diese Menschen mit einem Handicap diese Zeit durchgehalten haben. Manche von ihnen befinden sich sogar noch in einer Ausbildung und müssen arbeiten.

Es gibt in der Ausstellung viele verschiedene Arten der Kunst zu bestaunen. Die Möglichkeit hierzu gibt es bis zum 6. April: jeweils freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr, und sonntags von 11 bis 13 und von 16 bis 18 Uhr.

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