Eschweiler - Kostümsitzung mit dem Hochadel des Fastelovends

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Kostümsitzung mit dem Hochadel des Fastelovends

Von: Andreas Röchter
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Ließen die Herzen der zahlreichen Jecken in „Hähle“ gleich zum Auftakt der Kostümsitzung höher schlagen: Die Uniformierten der KG Ulk Hehlrath präsentierten das „Stippefötche“. Foto: Andreas Röchter
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Grandios: Das Ulk-Kindermariechen Emely Geuer begeisterte das Publikum Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Tänzerische Ausnahmevorstellungen, eigene Kräfte von ganz klein bis sehr groß, eine Audienz des karnevalistischen Höchstadels, musikalische Darbietungen, die das farbenfroh kostümierte närrische Volk auf Stühle und Bänke trieben und gelebte Hilfsbereitschaft unter den indestädtischen Gesellschaften ...

... die Kostümsitzung der KG Ulk Hehlrath bot am Samstag in der vollbesetzten Kinzweiler Festhalle alles, was Präsident Mischa Bünten unmittelbar nach dem Auftakt dem erwartungsvollen Publikum versprochen hatte: „Bodenständiger und ehrlicher Fastelovend unter Freunden!“

Schon der Einmarsch mit klingendem Spiel und Blumen „en masse“ bot einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf die kommenden Stunden. Und als Kommandant Christoph Mathonet kurz darauf seine Pappenheimer antreten ließ, wusste jeder Jeck im Saal, welcher Augenschmaus ihm nun blühte. Die Uniformierten der KG Ulk Hehlrath präsentierten das „Stippefötche“. Der Spielmannszug Hehlrath unter der Leitung von Andreas Lammertz ließ unter anderem „Ich ben ene kölsche Jong“ sowie „Leev Marie“ anklingen und erntete dafür Riesenapplaus und erste „Zugabe“-Rufe.

Atemberaubendes Tempo kombiniert mit faszinierender Akrobatik schlug Lea Hundtscheidt an. Das Jugendtanzmariechen der KG Löwengarde ist ein Ulker Urgewächs und beschenkte mit ihrem Tanz nicht nur das begeisterte Narrenvolk, sondern auch ihren Großvater und Ulk-Ehrenvorsitzenden Willi Hundtscheidt. Zu Klängen von „Papa Pinguin“ wirbelte anschließend Kindertanzmariechen Emely Geuer über die Bühne der Festhalle Kinzweiler, bevor die Juniorengarde und die noch sehr junge Jugendgarde mit tänzerischen Glanzleistungen unter Beweis stellten, dass „Fastelovend in Hähle“ Perspektive hat.

Unter dem Motto „Bunt, bunter, Trammebülle“ gab sich die von Präsident Dieter Klöckner angeführte Gesellschaft aus Oberröthgen ein Stelldichein. Die Jugendmarketenderin Melissa Deller zeigte ihr tänzerisches Können, die Spielleute der „Kaafsäck“ unter der Leitung von Christoph Hüsgen stellten klar „Am Rosenmontag bin ich geboren“ und forderten mit „Trink, trink, Brüderlein trink“ die Verwandtschaft auf, den Durst zu löschen. Es folgte ein wunderbares Beispiel karnevalistischer Solidarität, denn für die verletzungsbedingt ausfallende Trammebülle-Marie sprang Tanzmariechen Jasmin Kardung von der KG Nothberger Burgwache in die Bresche und präsentierte sich in Höchstform. Gleiches gilt für das Fanfarencorps „Die Nothberger“, das unter der Leitung von Stefan Breuer am „Bickendorfer Büdchen“ Station machte, „Dat Wasser van Kölle“ ausdrücklich lobte und während der lautstark geforderten und gewährten Zugabe „Polka, Polka, Polka“ tanzte.

Einen bravourösen Querschnitt durch die „Eischwiele Fastelovend“ bot einmal mehr die Mariechen- und Tanzpaar-Garde des Karnevalskomitees, die als Vorbote seiner Tollität für Stimmung pur im Saal sorgte. So machte das jecke Volk van Hähle kurz darauf seinem Ruf alle Ehre, als es Prinz Ralf II. und Zeremonienmeister Georg samt Gefolge, das von den großartig agierenden Prinzenbläsern zu Klängen von „M´r fiere Fastelovend“ angeführt wurde, einen (be-)rauschenden Empfang bescherte. Ralf und Georg dankten ihren Untertanen mit einer ausgelassenen Präsentation des „Eischwiele Danz“, bei dem sich das Duo unter das Narrenvolk mischte. Bei gedämpftem Licht wurde auch die Hymne „Miih Wisswille“ zu einem besonderen Erlebnis. „Wahnsinn, was hier abgeht“, so das Fazit der Tollität zum Ende der mitreißenden Audienz.

Ein doppeltes Heimspiel feierte der in der Indestadt geborene Bauchredner Peter Kerscher mit seiner alles andere als handzahmen Kuh Dolly, die sich im „Billa-Land“ natürlich pudelwohl fühlte und genau Bescheid wusste, warum Präsident Mischa Bünten unter temporären Rückenschmerzen leidet. „Wegen einer Verwechslung. Kürzlich lag seine Hose im Bett, während er über dem Stuhl hing“, so die einleuchtende Erklärung.

Mit „Kempes Feinest“ stürmte unmittelbar darauf ein Musik-Quintett der außergewöhnlichen „Rock-Art“ aus der Domstadt in die Herzen und Ohren des Publikums. Frontfrau Nici Kempermann, Tochter von „Rabaue“-Aushängeschild Peter „Kempes“ Kempermann, gab gemeinsam mit Tom Ederer, Victor González, Vincent Themba und Thomas Gwosdz mächtig Gas und präsentierte den Sessionstitel „Hück bes do mir“, den Erfolgstitel „Wenn du nit danze kanns“ und als Hommage an den Papa die „Kempes Feinest“-Version von „Hände zum Himmel“, was das Narrenvolk vollkommen zu Recht als Aufforderung verstand.

„Solidarität Teil zwei“ folgte zu Beginn des „Roten Blocks“ der Ulker, deren Tanzmariechen Julia Schmidt sich leider verletzt hatte. Für sie sprang mit Lisa Parting die aus Hehlrath stammende Marie des Garderegiments Weiß-Rot mit einer temperamentvollen und charmanten Darbietung ein, bevor die Tanzgarde sowie die uniformierte Garde der Ulker die Herzen der Jecken im Saal einmal mehr höher schlagen ließen. Zu vorgerückter Stunde zeigte sich dann das Duo „Willi und Ernst“ als „Rentner aus Leidenschaft“, bevor die Dürener Mundartband „Echte Fründe“ das Stimmungsbarometer noch einmal ausschlagen ließ.

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