Kosten für Gräber kommen wieder auf die Tagesordnung

Von: pan
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Eschweiler. Die drastische Erhöhung bei den Friedhofsgebühren ist beschlossen – allerdings werden die Zahlen in den nächsten Monaten erneut diskutiert. Die Kommunalpolitiker fühlten sich nämlich von der Verwaltung überrumpelt. „Es ist noch Gesprächsbedarf“, brachte Dietmar Widell von den Grünen die Meinung vieler Ratsmitglieder auf der Punkt.

Kritisiert wurde vor allem, dass die jetzt verabschiedete Satzung erst kurzfristig vorgelegen habe. Zeit für weitere Überlegungen habe dann nicht mehr bestanden, lautete der Tenor der Ratssitzung.

Auch die letztlich festliegenden Zahlen verstimmten einige Kommunalpolitiker. „Ich fürchte, dass wir ähnliche Probleme bekommen wie Stolberg“, meinte Thomas Graff (CDU). In der Nachbarstadt sinken die Zahlen der Beerdigungen, weil viele Stolberger ihre Angehörigen woanders günstiger bestatten lassen. Der Christdemokrat ging weiter: „Wir hätten im Arbeitskreis Friedhof mehr tun können.“ Die Christdemokraten setzen sich für alternative Bestattungsformen wie Urnenstelen ein. Diese Möglichkeit der Beisetzung besteht in Eschweiler derzeit nicht.

Keine parteiübergreifende Lösung

Alle Oppositionsparteien kritisieren, dass es nicht zu einem Konsens gekommen ist. „Ich habe gedacht, wir hätten parteiübergreifend eine Lösung finden können“, sagte Ulrich Göbbels (FDP). Die Liberalen kritisieren allerdings auch Inhalte der neuen Satzung. Die Berechnung der Doppelwahlgräber sei unsinnig, so Göbbels. Der Fraktionsvorsitzende der UWG, Erich Spies, sieht sogar weiteres Einsparpotenzial bei den Friedhofsgebühren: „Unsere Vorschläge sind aber nicht eingearbeitet worden.“

Reiner Jopke von der Stadtverwaltung widersprach den Kommunalpolitikern. Der Entwurf der Satzung habe schon im April dieses Jahres vorgelegen. Dass man auf neue Bestattungsformen verzichtet hat, wird für Jopke von stichhaltigen Argumenten gestützt: „Die Kosten für Urnenstelen müssen wir ja auch umlegen, das bedeutet, dann werden auch andere Bestattungsformen teurer.“

Die Sozialddemokraten brachten die neue Gebührensatzung nun auf den Weg. Allerdings ist das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen. Zum einen wolle man die Entwicklung abwarten, zum anderen werde man sich wieder zusammensetzen, räumte SPD-Fraktionschef Leo Gehlen ein. Stolberger Verhältnisse will niemand.

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