Konzert der Chorgemeinschaft Hastenrath mit tosendem Applaus

Von: Andreas Röchter
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Die Sänger der Chorgemeinschaft Hastenrath boten unter dem Dirigat von Chorleiter Achim Prinz ein breitgefächertes Repertoire. Foto: Röchter
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Mit Unterstützung des Chors präsentierte Holger Ritzen ein ausdrucksstarkes Gesangssolo. Foto: Röchter
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Gastsänger Oliver Schmitt intepretierte unterschiedliche Welthits und Evergreens. Foto: Röchter

Eschweiler. Der musikalische Bogen, den die Sänger der Chorgemeinschaft Hastenrath am späten Sonntagnachmittag während ihres Konzerts in der bestens besetzten Pfarrkirche St. Wendelinus spannten, hätte größer kaum sein können: Unter dem Dirigat und der Gesamtleitung von Chorleiter Achim Prinz und mit Unterstützung der beiden bewährten Instrumentalisten Daniel Koegel (Klavier) und Stephan Prinz (Schlagzeug) präsentierten die Protagonisten einen Liederreigen, der vom hochgeistlichen Gesang „Herr, Gott, Allmächtiger“ über den traditionellen Chorsatz „Die Nacht“ von Franz Schubert bis hin zu den „Toten Hosen“-Hits „Altes Fieber“ sowie „Tage wie diese“ reichte.

Einen großartigen Kontrapunkt setzte Gastsänger Oliver Schmitt, der stimmgewaltig und einfühlsam individuelle Interpretationen von Welthits hören ließ. Nach rund eineinhalb Stunden, die wie im Flug vergangen waren, erhoben sich die Zuhörer, darunter mit Peter Herzog der Ehrendirigent der Chorgemeinschaft Hastenrath, von ihren Sitzen und spendeten lautstarken und langanhaltenden Applaus.

Dem Ort des Konzerts angemessen eröffnete die Chorgemeinschaft Hastenrath ihr Konzert mit dem Ruf an den Herrn. Die von Gotthilf Fischer vertonte Version des „Vater unser“ ließ wohl kaum einen Zuhörer unberührt. Mit einem schwungvollen Klaviersolo leitete Daniel Koegel den von ihm selbst verfassten Chorsatz zum wunderbaren Traditional „Shine on me“ ein.

Unmittelbar darauf folgte einer der emotionalsten Momente des abwechslungsreichen Konzerts: Holger Ritzen stimmte als Solist das von Stephen Adams komponierte Lied „Jerusalem“ an, dessen bewegender Text von Julie Winter als Friedensaufruf an die Welt verstanden werden muss. Volkstümlich agierte der Chor mit den Vorträgen von „Kein schöner Land“ sowie mit der Volksweise „Mädchen mit den blauen Augen“.

Alles andere als Angst vor großen Namen zeigte Oliver Schmitt, der unter anderem seit Jahren als Sänger des Landespolizei-Orchesters tätig ist und in dieser Funktion nicht zuletzt auf Auftritte in der Kölner Lanxess-Arena zurückblicken kann. Der Aachener startete mit dem weltberühmten geistlichen Lied „Amazing Grace“, bevor er sich mit „Angels“ an die Fersen von Robbie Williams heftete.

Weltmusik mischte sich mit Weltpolitik, als Oliver Schmitt mit John Lennons „Imagine“ eine Hymne anstimmte, in der der Interpret die Zuhörer auffordert, sich eine Welt vorzustellen, „in der die Menschen in Frieden ihr Leben leben“. Der Gedanke eines Träumers? Besonders starken Applaus erhielt der Gastsänger, als der letzte Ton von Whitney Houstons „One Moment in Time“ verklungen war. Den bemerkenswerten Schlusspunkt unter seinen rundum gelungenen Auftritt setzte Oliver Schmitt schließlich mit „Wonderful World“ von Louis Armstrong.

Ihre sehr moderne Seite ließen die Sänger der Chorgemeinschaft Hastenrath dann im letzten Teil des Konzerts erkennen. Die mit spürbarer Begeisterung präsentierten Melodien und Texte der „Toten Hosen“ erfreuten das Publikum merklich.

Sprichwörtlich konnten dann die abschließenden Werke „Auf uns“ von Andreas Bourani sowie Fats Dominos „I‘m Walkin‘“ verstanden werden: Ein „Hoch“ auf die Chorgemeinschaft Hastenrath, die durchaus optimistisch in die (nähere) Zukunft blicken und schreiten kann und dies mit ihrer Zugabe „Über den Wolken“ auch gesanglich eindrucksvoll unter Beweis stellte. Zufriedene Zuhörer machten sich kurz darauf auf den Weg in den Sonntagabend.

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