Konzepte für Weisweiler ein Fall für die Tonne?

Von: Rudolf Müller
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Die CDU setzt auf die Schließ
Die CDU setzt auf die Schließung der Anschlussstelle Weisweiler. Dann nämlich könne der Lärmschutzwall deutlich verlängert werden.

Eschweiler. Weisweiler im Wandel? Oder nicht? Wird der sich häufig vernachlässigt fühlende Stadtteil im Schatten des Kraftwerks zielgerichtet weiterentwickelt - oder bleibt er sich weitgehend selbst überlassen? Diese Fragen stellt sich in diesen tagen nicht nur der CDU-Ortsverband in Eschweilers östlichem Stadtteil.

Unter der Überschrift „Weisweiler im Wandel” beschäftigten sich zehn Studierende des Masterstudiengangs Städtebau NRW unter Federführung von Professor Dr.-Ing. Hildegard Schröteler-von Brandt (Uni Siegen) und Professor Yasmin Utku (TU Dortmund) mit der Situation des Stadtteils Weisweiler.

Entstanden sind neben einer umfassenden Analyse der Gesamtsituation des Ortes vier Rahmenkonzepte, die mit Ideenreichtum und Qualität selbst Fachleute überzeugten. Konzepte, die Anfang des Jahres öffentlich vorgestellt wurden und auch bei Weisweilers Bürgern Beifall fanden. Stichworte: Wohnen am Fluss, Naherholung, Energieroute...

Jetzt allerdings musste einer der größten Verfechter des Projekts „Weisweiler im Wandel”, Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde, dessen Aus verkünden: weil vom Land keine Fördermittel zu erwarten seien.

„Wo dies nun klar ist, müssen wir uns selber helfen”, so Bernd Schmitz, CDU-Ortsverbandsvorsitzender. Daher hat sich der CDU- Vorstand in seiner letzten Sitzung ausgiebig mit dem Stadtteilentwicklungskonzept befasst. Ortsverbandsvorsitzender Bernd Schmitz: „Weisweiler ist mit ca. 5900 Einwohnern einer der bevölkerungsstärksten Ortsteile. Deshalb wird sich der CDU-Ortsverband dafür einsetzen, dass die Lebens-, und Wohnqualität verbessert wird.”

Vor allem das Minimieren des Lkw-Verkehrs sei ein großes Bürgeranliegen. „Gerade denjenigen, der Weisweiler nur zur Durchquerung nutzt, um schnell zum Kraftwerk, zum IGP oder zur Müllverbrennungsanlage zu gelangen, muss man umleiten.”

Durch die erhöhte Verkehrsbelastung (auch auf der Autobahn 4) und ihre Folgeerscheinungen leide die Lebens- und Wohnqualität in Weisweiler. „Deshalb fordern wir Verbotsschilder für Lkw-Durchfahrt und die konsequente Überwachung durch die Polizei”, so Bernd Schmitz, der auch Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion ist.

„Weiterhin erwarten wir die Schließung der Autobahn-Anschlussstelle Weisweiler, wenn die neue Abfahrt Inden/Lucherberg gebaut ist. Dadurch kann die jetzige Lücke in der Lärmschutzwand geschlossen und die Lärmimmission reduziert werden,” so der Ortsverbandvorsitzende. „Langfristig erwarten wir Flüster-Asphalt auf der A 4, so wie er auch im Bereich Röhe kommen soll.”

Da eine Ausweisung von neuen Wohnbauflächen in Weisweiler nicht möglich sei, könne eine Attraktivierung der Wohnnutzung nur im Bestand, sowie durch Baulückenschließung und Nachverdichtung erfolgen. „Hier bietet sich z. B. Am Burgweg an oder aber auch nach Abriss des alten Feuerwehrhaus das Areal in der Ortsmitte” so Schmitz. „Wir werden beantragen, dass Haushaltsmittel im Haushalt 2013 für den Abriss zur Verfügung zu stellen”. Das Areal des Feuerwehrgerätehauses war bisher als Standort für ein Jugendzentrum, Stadtteilfeste und Seniorenwohnungen vorgesehen.

Wenig begeistert ist die CDU darüber, dass die SPD-Mehrheit die nötigen 25.000 Euro für die Instandsetzung des Hubert-RößlerWegs in der Stadtratssitzung im Juli gestrichen hat. „Der auch der als Kippenweg bekannte Weg ist für viele Bürger wichtig, und deshalb werden wir mal schauen, was im Haushalt 2013 möglich ist”, sagt Bernd Schmitz.

Bereits im September letzten Jahres hatten sich Hüchelner Bürger mit dem Ordnungsamt in einem Ortstermin für eine abknickende Vorfahrtsregelung von der Tannenbergstraße, Ecke Hüchelner Straße eingesetzt. Schmitz: „Der Leiter des Ordnungsamtes hatte dies zugesagt. Hier ist bisher nichts geschehen. Auch dies werden wir hinterfragen.”
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