Röetsche - Kolpingsfamilie Böse Buben feiern „zur Geisterstunde“

Kolpingsfamilie Böse Buben feiern „zur Geisterstunde“

Von: Manuel Hauck
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Vorsitzende Annette Brandenburg (Mitte) verabschiedet ihren Präsidenten Guido Kuth (links). Vize Jonas Wintz (rechts) wird sein Nachfolger. Foto: Manuel Hauck
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Zeigt zu ihrem Abschied einen akkurat und leidenschaftlich ausgeführten Tanz: Tanzmarie Annika Braun. Foto: Manuel Hauck
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Die fünfköpfige Mundart-Band Inde-Singers sorgten in der Delio-Arena für Stimmung. Foto: Manuel Hauck

Röetsche. „Denn einmal nur im Jahr ist Karneval“, so lautet der Klassiker von Willi Ostermann. Und einmal nur im Jahr zieht die berüchtigte Mottositzung der Kolpingsfamilie Böse Buben alle Register, auch in diesem Jahr.

Das Thema in der Delio-Arena war an jenen Freitagabend „Zur Geisterstunde“, welches die vorfreudig zum Spukhotel Flatten pilgernden Närrinnen und Narren sichtlich ernst nahmen. So fanden sich bereits vor dem ersten Glockenschlag viele kostümierte Jecke im Saal ein und sangen und schunkelten, als Alleinunterhalter Peter-Heinz Arnolds die Stimmung vorheizte.

Beim Einmarsch des Vereins freute sich Präsident Guido Kuth über die ausverkaufte und bereits gut gelaunte Delio-Arena und erklärte stolz, dass die Frauen mancherorts nicht zum uniformierten Corps gehören, nicht so bei den Bösen Buben. Kuth grüßte das Komitee, die anwesenden und befreundeten Karnevalsvereine, sowie Gäste aus Politik und die mit der Kolpingsfamilie verbundene Kirche, ehe das Talent der Jugendtanzmarie Julia Lenzen eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

Daraufhin erhielten Carmen Hamm und Robert Brandenburg, der krankheitsbedingt von seiner Frau Annette vertreten wurde, den Komitee Orden Erster Klasse von Komiteepräsident Norbert Weiland.

Der erste humoristische Redner trat anschließend in die Bütt. Jonas Wintz, Vizepräsident der Buben, begeisterte als „Penner von nebenan“ und überzeugte mit Witzen mit Lokalbezug, sodass sein Vortrag am Ende mit stehenden Ovationen quittiert wurde.

Ebenfalls erhob sich das närrische Volk nach der tänzerischen Darbietung von Steffen Engels und Sophia Mießen, die als Tanzpaar gleichwohl sportlich wie graziös ihre KG Eefelkank Hastenrath bestens präsentierten. Neben Engels und Mießen bewiesen allerdings auch die neue Killewittchen Kompanie, Eefelmarie Janine Jansen, die Tanzgarde und die Brass-Els-Kapelle tänzerische und musikalische Qualität, durch die Präsident Michael Schümmer fröhlich moderierte.

„De Frau Kühne“ begeistert

Die Begeisterung wollte nicht abebben, als „De Frau Kühne“ in die Bütt sprang. Selbstironisch über Nachbarschaften, Herausforderungen beim Aufzugfahren oder dem Fitnessprogramm erzählend, nahm sie sich, aber auch die Männerwelt derart aufs Korn, dass ihr Lacher über Lacher entgegenhallte. Das Publikum bedankte sich auch bei ihr mit stehenden Ovationen.

Musikalisch ging es schließlich mit den Inde-Singers weiter, die ihre besten Hits, ihre neue Produktion „Der liebe Jott süht alles (Pass op)“, aber auch ein Potpourri kölscher Schmankerl präsentierten. „Einer geht noch“, forderte das Publikum als Zugabe und beim Laridah gab es dann kein Halten mehr.

Prinz Ralf II. und Zeremonienmeister Georg ließen auch diesmal nicht auf sich warten und wurden in der kochenden „Hölle von Eschweiler“ auf Händen getragen.

Im Anschluss an die närrische Eminenz gab es eine Premiere.

Tanzmarie Annika Braun zeigte zunächst ihren Solotanz, ebenso akkurat wie leidenschaftlich ausgeführt. Verbunden wurde der Auftritt mit dem der Tanzgarde der Bösen Mädchen, was das närrische Volk mit reichlich Applaus belohnte.

Ein trauriger Abschied

Doch bei all der guten Stimmung wurde es schließlich emotional, da Annika Braun zum letzten Mal als Tanzmarie das heimische Publikum beglückte. Vize Jonas Wintz verabschiedete seine Liebste mit dankenden Worten, ehe Annika mit ihrer Garde noch eine Zugabe präsentierte.

Spaß hatte nicht nur das Männerballett, was daraufhin folgte, sondern auch die Zuschauer, die bei dem zur Geisterstunde passenden Tanz schwungvoll mitfieberten.

Auch die aus Koblenz angereisten Senioren Willi und Ernst zeigten ein Duett der Büttenrede nach bester rheinischer Art und unterhielten das Publikum nach Mitternacht.

Doch ein weiter Abschied stand bevor, da Präsident Guido Kuth nach jecken elf Jahren im Amt den Weg frei machen wollte für den Nachwuchs. Annette Brandenburg, Vorsitzende der Kolpingsfamilie, verabschiedete ihren Präsidenten sichtlich bewegt und dankte ihm für sein Engagement.

Ein endgültiger Abschied war es jedoch nicht, da Kuth mit seinem Vize Wintz die Posten tauschen möchte und dem Verein somit auch weiterhin zur Verfügung stehen wird, wenn bei den kommenden Wahlen alles gut läuft.

Bohei setzte den musikalischen Schlusspunkt des kurzweiligen Abends und hatte dabei eine Überraschung im Gepäck. Hubert Deutz, Präsident der Roten Funken, unterstützte die sechs Jungs mit der Trompete und ließ unter einem rot-schwarz-weißen Luftballonregen „am Himmel die Stääne danze“.

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