Kohlenstaub auf der A 4: Stundenlange Staus

Von: tol
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Wegen eines Auffahrunfalls hat es in der Nacht und am Morgen stundenlange Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn 4 in Fahrtrichtung Aachen gegeben. Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Wegen eines Auffahrunfalls hat es in der Nacht und am Morgen stundenlange Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn 4 in Fahrtrichtung Aachen gegeben.

Nach Auskunft der Autobahnpolizei war gegen 3.30 Uhr zwischen den Eschweiler Anschlussstellen Ost und West ein Lkw auf einen Gefahrguttransporter aufgefahren. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Aachen für mehrere Stunden gesperrt werden. Kilometerlange Staus und Verkehrsbehinderungen auch auf den Umleitungsstrecken waren die Folge. Besonders im Stadtgebiet von Eschweiler gab es erhebliche Behinderungen.

Bei dem Unfall brach nach Auskunft der Feuerwehr ein Stutzen am Silo ab, so dass Braunkohlenstaub austrat und auf die Fahrbahn floss. Dabei handelt es sich um staubförmige Kohle, die für die Feuerung in Kraftwerken und die Brikettfertigung verwendet und in Kohlekraftwerken erzeugt wird. Kohlenstaub bildet mit Luft in bestimmten Konzentrationsgrenzen ein explosionsfähiges Gemisch und kann zu Staubexplosionen führen, wobei schon ein einziger Funke als Zündquelle geeignet ist.

Die Feuerwehr und ein Spezialfahrzeug wurden angefordert. Die Wehr kümmerte sich um die Reinigung der Fahrbahn, die auf einer Länge von über 300 Metern verschmutzt war, während der Gefahrguttransporter geborgen und abtransportiert wurde. Da feiner Kohlenstaub explosiv ist, entschloss sich die Eschweiler Feuerwehr, für die Beseitigung des ausgelaufenen Staubs die Richtungsfahrbahn Aachen ab 6.20 Uhr komplett zu sperren. Um 7.30 Uhr waren die Unfallfahrzeuge von der Fahrbahn entfernt.

Die Eschweiler Einsatzkräfte hatten allerdings noch einige Stunden Arbeit vor sich. Von 4.03 Uhr bis 10.15 Uhr waren sie vor Ort. 40 Feuerwehrleute aus Eschweiler kamen zum Einsatz, dazu die Werksfeuerwehr des RWE-Kraftwerks Weisweiler - obwohl der Kohlenstaubsilo nicht aus Weisweiler kam - und Einsatzkräfte des Feuerwehrtechnischen Zentrums Stockheim.

Ein Teil des ausgelaufenen Braunkohlenstaubs wurde von Feuerwehrleuten vorsichtig in Kübel geschaufelt. Eine Reinigung der Fahrbahn mit Straßenreinigungsfahrzeugen oder Besen war wegen der Explosionsgefahr nicht möglich. Der Staub musste mit Wasser von der Straßenoberfläche und den Leitplanken gespült werden. Bei Temperaturen von minus 5 Grad wurde die gereinigte Fläche der A4 sofort spiegelglatt. Der Winterdienst der Straßenmeisterei streute deswegen immer wieder Salz rund um die Unfallstelle.

Bei dem Unfall kamen keine Menschen zu Schaden. Es gab jedoch etwa acht Kilometer Stau, da die Fahrzeuge nur zeitweise die Unfallstelle passieren durften.
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