Eschweiler - Kölsch versus Pils: Die Trefferquote liegt bei 100 Prozent

Kölsch versus Pils: Die Trefferquote liegt bei 100 Prozent

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„Äu“ Lersch testet: Kölsch oder Pils? Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Es ist die Frage, die sich wohl jeder Erwachsene einmal stellt: Bin ich ein Pils- oder ein Kölsch-Trinker? Hat man sich erst einmal für eine Sorte entschieden, bleibt man meist auch dabei. Doch können die Indestädter die beiden Gebräue auch voneinander unterscheiden?

Den Tag des deutschen Bieres haben wir zum Anlass genommen, um dies einmal zu testen und das Ergebnis war mehr als überraschend. Doch dazu später mehr.

Es ist gegen 21 Uhr, als am Donnerstagabend das Experiment startet. Die Gäste in der Gaststätte „Zur Altdeutschen“ an der Kochsgasse sind geteilter Meinung. Während einige davon überzeugt sind, dass sie den Unterschied auf Anhieb erkennen, zweifeln manche von ihnen daran.

Wirt Hans Driesers ist sich sicher: „Wenn man noch nicht allzu viel getrunken hat, müsste man den Unterschied sofort erkennen.“ Während die Gäste den Raum verlassen, füllt Driesers Wassergläser mit Pils und Kölsch. Als sie zurückkehren, schauen sie skeptisch. Vorsichtig und eher zurückhaltend werden die Gläser begutachtet.

Am Geruch erkannt?

Der Inhalt sieht identisch aus. Daran lässt sich der Unterschied anscheinend nicht ausmachen. Im nächsten Schritt wird am Inhalt der Gläser gerochen. Der ein oder andere verzieht tatsächlich sein Gesicht und ist sich bereits vor dem Probieren sicher, was sich in welchem Glas befindet. Trotzdem testen die Gäste, die an diesem Abend zwischen Anfang Zwanzig und Mitte Fünfzig sind, alle. Das Ergebnis ist erstaunlich. Die Trefferquote an diesem Abend liegt bei 100 Prozent.

Anderer Tag, anderes Lokal: Am Sonntagabend geht der Test im Haus Lersch in die nächste Runde. Um kurz nach 23 Uhr wird gestartet. Das Vorhaben lockt Neugierige an. 20 Wassergläser werden mit Pils und Kölsch befüllt. Dann sind die Gäste an der Reihe.

An diesem Abend ist nicht jeder dazu in der Lage, den Inhalt des Glases zu erkennen. Trotzdem ist das Ergebnis eindeutig. Von 17 Männern konnten 15 den Unterschied schmecken. Bei den sieben Frauen waren dazu immerhin fünf in der Lage.

Auch Wirt „Äu“ Lersch freut sich über das Ergebnis: „Da könnt ihr mal gucken, wie sauber meine Leitungen sind“, meint er. Natürlich nimmt auch er am Test teil und kommt schnell zu einem Ergebnis: „Das ist Kölsch“, sagt er und hält das Glas triumphierend in die Höhe. Natürlich hat er mit seiner Vermutung recht.

Doch Lersch hat noch eine weitere Idee. Er bringt den Gästen ein Wasserglas mit Bier und fordert zum Probieren auf. Die Anwesenden sind sich uneinig. Jeder gibt einen Tipp ab, doch alle liegen daneben. „Das ist Weizen“, erklärt Lersch stolz und grinst. So gut scheinen sich die Indestädter dann doch nicht mit dem Gerstensaft auszukennen.

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