Eschweiler - Knochenschwund lässt sich heute aufhalten

Knochenschwund lässt sich heute aufhalten

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Bewegung als Vorbeugung: Unter dem Motto „Laufen gegen Osteoporose” startete im vorigen Jahr auch der Bundestagslauf in Berlin. Foto: ddp

Eschweiler. „Wenn die Knochen spröde werden - Osteoporose, eine Volkskrankheit” ist das 34. Medizinforum unserer Zeitung überschrieben, zu dem wir für Mittwoch, 28. Oktober, in den Talbahnhof einladen. Beginn ist um 19 Uhr.

Unter der bewährten Leitung von Professor Dr. Carl-Johannes Schuster klärt ein Expertenteam über Ursache, Diagnose und Therapie zum Thema auf.

Typische Zeichen der Osteoporose sind eine Verminderung der Köpergröße, vermehrte Rundrückenbildung, Erschlaffung der Bauchmuskulatur und Veränderung der Körperhaltung.

In Deutschland sind etwa sechs bis acht Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen, von diesen sind 80 Prozent Frauen. Die Dunkelziffer der bisher nicht diagnostizierten Männer liegt nach Schätzungen jedoch wesentlich höher.

Im Rahmen der Osteoporose ereignen sich rund 400.000 Knochenbrüche jährlich. Bei krankhaft verändertem Ungleichgewicht zwischen Knochenneubildung und Knochenabbau entsteht ein Verlust an Knochenmasse, der den gesamten Skelettaufbau betrifft.

Die Störung der Verzahnung der Knochenbälkchen innerhalb des Knochens (die so genannte Knochenarchitektur) führt zu erhöhten Knochenbruchzahlen. Hier können oft ohne erkennbare äußere Einwirkungen Brüche der Wirbelkörper oder auch im gesamten Skelett (Oberschenkel, Rippen, Speiche) auftreten. Es bestehen Schmerzen, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Verkrümmung der Wirbelsäule und Größenverlust. Zeitweise bleiben auch Behinderungen.

Die Diagnose

Der Osteologe führt eine detaillierte Befragung durch nach Lebens- und Essgewohnheiten, früheren Frakturen, sportlicher Aktivität, Schwindel und Sturzgefährdung, Untergewicht, Schmerzen der Wirbelsäule, Genussmittelkonsum, bestimmte Medikamenteneinnahme, etwa Cortison, Schilddrüsenmedikamente oder Hormoneinnahme sowie Epilepsie. Auch die erbliche Veranlagung sollte genauer erfragt werden, so sind zum Beispiel Knochenbrüche bei nahen Verwandten ein starker Hinweis auf eine bestehende oder drohende Knochendichteminderung des Patienten.

Im Weiteren wird der Spezialist eine ausführliche Befunderhebung durchführen, besonders der Form und Funktion der Wirbelsäule, jedoch auch Koordinationstests sowie eine Kontrolle der Nervenfunktionen und der Beinfunktionen. Bei Risikopatienten wird eine Röntgenuntersuchung, Knochendichtemessung und eine Laboruntersuchung zur weiteren Diagnostik veranlasst.

Der krankhafte Knochenschwund lässt sich inzwischen aufhalten, eine Verbesserung der Knochenqualität und -festigkeit ist auch im Alter noch möglich unter entsprechender fachlich geleiteter Therapie.

Für die 70-jährige Frau wird eine Basisdiagnostik generell für notwendig erachtet. Im Alter von 50 bis 70 Jahren sollten im Einzelfall Basisuntersuchungen stattfinden - je nach Risikoprofil der Patientin. Die altersabhängige „Diagnostikschwelle” ist beim Mann gemäß Studienlage erst zehn Jahre später anzusetzen als bei der Frau.
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