Knochenjob als Ehrenamt: Andreas Laurs sammelt und sortiert Altpapier

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Kiste um Kiste lädt er in sein Fahrzeug: Andreas Laurs sammelt seit 15 Jahren Altpapier und hilft damit Menschen in der Dritten Welt.

Eschweiler. Manchmal sind es kleine Zufälle, die zu einem großartigen Ergebnis führen. Hätte Andreas Laurs nicht vor 15 Jahren seine Kusine in Stolberg besucht, die ihm erzählte, sie bringe ihr Altpapier immer zum Mutter-Teresa-Kreis...

Das ist eine gute Sache, dieser Mutter-Teresa-Kreis, fand Andreas Laurs. Der hat in Stolberg im Pfarrheim Atsch einen Dritte-Welt-Laden und bietet an jedem vierten Samstag im Monat eine Altpapiersammlung an. Immer ab 8 Uhr, auf dem Kirchplatz im Stadtteil Atsch.

Der Clou dabei ist: Die Aktiven um Heinz Seeger und Heinz Tripp sortieren das Altpapier direkt in Zeitungen, Pappe und in Buntbedrucktes. So zahlt die Verwertungsfirma Habold mehr Geld dafür - Geld, das Menschen in der Dritten Welt hilft. In mittlerweile 35 Jahren hat der Arbeitskreis rund 7000 Tonnen Papier eingesammelt.

Viele dieser Tonnen hat Andreas Laurs aus Eschweiler herangeschafft. „Ich bin damals zwei oder drei Mal mit dem Fahrrad nach Stolberg gefahren”, erzählt er. Doch dann wurde es immer mehr, und er lud das Papier in sein Auto. Inzwischen ist dieses Auto ein Großraumfahrzeug, und es wird oft voll. Wie viele Tonnen er so schon nach Stolberg gebracht hat? „Keine Ahnung. Vielleicht tausend. Jedenfalls ne Menge.”

Und nicht nur einmal im Monat. Für Andreas Laurs ist daraus ein recht aufwändiges Ehrenamt geworden. Zwei Tage in der Woche ist er ausschließlich in Sachen Altpapier unterwegs. Viele Eschweiler Büros, Firmen und Haushalte wenden sich an ihn, wenn Altpapier anfällt. Und er holt es zuverlässig ab, bringt es direkt zu der Verwertungsfirma in Stolberg, sortiert, packt es auf die Waage, rechnet die Mengen ab...

„Es ist schon Knochenarbeit”, sagt Andreas Laurs, und bittet darum, nicht allzuviel Werbung für seine Aktion zu machen. „Sonst bin ich sieben Tage die Woche damit beschäftigt.” Und er ist ja auch noch für die Eschweiler Tafel aktiv. Gerade hat wieder ein Bekannter eine Tüte voll Papier vor seiner Haustür abgestellt. „Kommen Sie, die bringen wir jetzt gleich zum Auto, Sie wollten doch sowieso ein Foto machen, da können wir das gleich mit einladen!”
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