Eschweiler - Klüngelköpp: Tourauftakt in der Indestadt

Klüngelköpp: Tourauftakt in der Indestadt

Von: se
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Sänger Frank Reudenbach begeisterte am Mittwoch und Donnerstag mit seiner Band „Klüngelköpp“ die Gäste im Talbahnhof. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Das Publikum im Kulturzentrum Talbahnhof sang und applaudierte am Mittwochabend so laut, dass man sie glatt in Köln hätte hören können. Warum ausgerechnet in Köln? Ganz einfach: Dort ist die Gruppe beheimatet, die am Mittwoch und Donnerstag zu Gast in der Indestadt war, die Klüngelköpp.

Zum vierten Mal eröffneten die Kölschen Musiker ihre Tour, die in diesem Jahr unter dem Motto „Us kölschem Holz“ steht, in Eschweiler. Damit ist die Veranstaltung, die vom Loss mer singe-Team organisiert wird, nicht nur für die Eschweiler Fans, sondern auch für die Musiker zu einer liebgewordenen Tradition geworden.

Diese Meinung vertrat auch Sänger Frank Reudenbach, der am Ende des Konzerts meinte: „Es war einfach nur spitzenmäßig geil. Musik machen, können wir jeden Tag im Proberaum, aber das, was wir dafür brauchen, seid ihr.“

Bereits über eine Stunde vor dem Beginn der Veranstaltung am Mittwochabend warteten die ersten Besucher vor dem Kulturzentrum. Das entging natürlich auch den „Köpp“, wie die Gruppe von ihren Fans liebevoll genannt wird, nicht. Entspannt hielten sie das eine oder andere Pläuschchen und zeigten, dass sie eine Band zum Anfassen sind. Aufgeregt schienen die sechs Musiker nicht zu sein, oder doch? Schließlich hatten sie ihren Besuch in Eschweiler bereits am Nachmittag auf den sozialen Netzwerken angekündigt. „Das Kribbeln geht los“, war dort zu lesen. Davon war auf der Bühne allerdings nichts zu spüren.

Bekannte und neue Lieder

Rund zwei Stunden lieferten Frank Reudenbach (Gesang), Frank Binninger (Gitarre), Robert Kowalak (Akkordeon), Jochen Damm (Keyboard), Mike Sigmund (Saxofon, Gitarre) und Stephan Loschelders (Schlagzeug) eine Show der Superlative. Im Gepäck hatten die Musiker nicht nur bekannte Hits wie „Jedäuf mit 4711“, „Kölsche Nächte“, „Masel“ sowie „In Kölle verliebt“ und „Engel“. Gemeinsam mit Musiker Ralf Hahn gaben sie die neuen Lieder „Hätz verlore“ und „Drink met mer“, an denen Hahn mitgewirkt hat, zum Besten.

Auch die Stücke „Egoist“, „Kölle wach op“ und „Dä Daach“, die die Formation zum ersten Mal live präsentierte, kamen beim Publikum sehr gut an. Das Lied „Dä Daach“ ist ursprünglich ein Duett von Frank Reudenbach und Andrea Schönenborn, Frontfrau der Kölner Gruppe Funky Marys. Während Reudenbach den Titel am Mittwoch allein zum Besten gab, freuten sich die Gäste am Donnerstag über den Besuch von Schönenborn.

Jeder der sechs Musiker konnte an diesen beiden Abenden sein gesamtes Können entfalten. Während Mike Sigmund mit seinen Saxofon-Soli („Doheim“ und „Stääne“) beim Publikum Gänsehaut erzeugte, legte Stephan Loschelders ein mehrminütiges Schlagzeugsolo hin.

Dass jedoch auch die anderen fünf Bandmitglieder trommeln können, bewiesen sie in den Hits „Kölsche Fiesta“ und „Karneval im Veedel“. Darauf schienen die Gäste gewartet zu haben. Schnell wurden Mobilfunkgeräte und Kameras gezückt, um diese Momente in Bild und Ton festzuhalten. Das Publikum tobte und konnte von den Musikern und ihrer Musik nicht genug bekommen. Lauthals sangen sie zum Abschluss des Programms gemeinsam mit den „Köpp“ den Titel „Stääne“. Ein Moment, den wohl auch die Band länger in Erinnerung behalten wird.

Mehrere Zugaben im Gepäck

Natürlich durfte die eine oder andere Zugabe nicht fehlen. Neben dem neuen Titel „Janz normale Minsche“, den Frank Reudenbach und Mike Sigmund zum Besten gaben, durfte natürlich auch der Titel „Us kölschem Holz“ nicht fehlen. Ob die sechs kölschen Musiker auch im kommenden Jahr wieder ihre Tour in der Indestadt starten werden? Das ist bisher noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass eine Tradition nicht gebrochen werden darf. So könnte es also ein baldiges Wiedersehen geben.

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