Klüngelköpp rocken zum Auftakt den Talbahnhof

Von: cheb
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Im ausverkauften Talbahnhof sorgten die Klüngelköpp um Sänger Frank Reudenbach (2.v.l.) für beste Stimmung. Foto: Christian Ebener

Eschweiler. Wenn die Klüngelköpp auf Tour gehen, dann zieht es die kölsche Mundart-Band Jahr für Jahr zum Start in den Talbahnhof. Kein Wunder, denn rund 200 Gäste klatschten, jubelten und sangen den ganzen Abend aus vollem Herzen zu den größten Hits der Band, die sich bereits vorher auf Facebook auf die „Sauna“ im Talbahnhof freute.

Dort ging es dann auch von Anfang an heiß her, denn mit „Jedäuf met 4711“ gab es direkt zur Eröffnung den größten Hit der Band aus dem Jahr 2014 zu hören. Frank Reudenbach (Gesang), Alex Olivari (Gitarre/Gesang), Robert Kowalak (Akkordeon/Gesang), Jochen Damm (Keyboard/Gesang), Mike Siegmund (Saxofon/Gitarre/Gesang) und Stephan Loschelders (Schlagzeug/Gesang) hofften, dass es „genauso viel Spaß wie die vergangenen Jahre macht“ und sollten nicht enttäuscht werden, denn das Publikum zeigte sich mindestens so gut aufgelegt wie die sympathischen Kölner.

Die zweifachen Gewinner des „Närrischen Oskars“ (Publikumspreis für die beste Kölner Band) punkteten natürlich mit allerlei Gesängen über ihre Heimatstadt. Dass sie „In Kölle verliebt“ sind beschworen deshalb nicht nur die sechs Bandmitglieder, sondern auch das Eschweiler Publikum. Mit schmunzelndem Gruß an die Frühaufsteher – oder Spät-ins-Bett-Geher – hieß es im Anschluss auch so gleich „Kölle waach op“. Ein Lied, das die Stimmung auf den Kölner Ringen am frühen Morgen perfekt einfängt.

Auch das traditionelle Schunkeln darf nicht fehlen, wenn die „Köpp“ auftreten, wie beim Song „Engel“ und auch das gemeinsame Singen bei „Wä einmol Kölle sing Heimat nennt“ war mit einem überragenden Mundharmonika-Solo von Frank Reudenbach Teil des Programms. Viele Erinnerungen kamen dann bei den „Kölschen Nächten“ auf, die sicher auch so mancher im Publikum bereits erlebt hat.

Dabei wollten die Klüngelköpp aber auch „gemeinsam Spaß haben und ‚tamborinieren‘“. Kurzerhand wurden Gerd und Siggi aus dem Publikum geholt, mit einem Tamborin ausgestattet und durften kräftig um die Wette mitmusizieren. Für eine Performance, die auch noch ausgeprägte Tanzelemente, besaß durfte Gerd dann schließlich Tickets für die Klüngelköpp mit nach Hause nehmen und auch für Siggi sprang ein schickes T-Shirt der Band heraus.

Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt bereits fantastisch, aber als Alex Olivari dann noch kurz den Anfang des bekanntesten Kölsch-Songs aller Zeiten – „Verdamp lang her“ – einstreute, ging es richtig hoch her. Bei neuen Songs, wie „Dä Augenblick“, konnte Reudenbach zudem „testen, wie die Lieder ankommen“. Mit Blick auf das Publikum dachte er auch bei den romantischen Liedern gerne mal an die Liebe im Publikum und hoffte, dass „es in 50 Jahren heißt: ‚Wir haben uns doch am Klüngelköpp-Konzert kennengelernt!‘“

Mit einem Wechselgesang zwischen den Geschlechtern bei „Massel“, das zudem von einem feinen Saxofon-Solo abgerundet wurde, ging es weiter bis hin zu „Janz normale Minsche“, das die Band zusammen mit den Freunden von Brings schrieb und noch einmal die Offenheit und Lebensfreude im Kölsche Karneval demonstrierte.

Zum Abschluss durften natürlich auch die „Stääne“ und „Wohin – Dohin“ nicht fehlen, wobei letzteres mit vielen gebastelten Ballons im Publikum nochmal eine besondere Atmosphäre erzeugte. Der passende Abschluss für ein besonderes Konzert mit einer besonderen Band, die sich nach dem Konzert auch im Internet wieder artig bedankte für die tolle Stimmung und sicherlich noch oft den Weg in den Talbahnhof findet.

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