Klee Oepe Jonge zeichnen den „Schluckspecht” Heinz Sauß aus

Von: Michael Cremer
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Die „Schluckspechte” nahmen Heinz Sauß (Mitte, in Uniform) am Samstag in ihre Reihen auf. Rechts Peter Flohr, der die Verleihung moderierte. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. „Ich bin stolz, ab heute ein Eschweiler Schluckspecht zu sein.” Sichtlich gerührt bedankte sich der Ehrenpräsident der KG Eefelkank Hastenrath, Heinz Sauß, am Samstag für jene Auszeichnung, mit der die Klee Oepe Jonge verdiente Karnevalisten aus der Indestadt ehrt.

Die Verleihung des Schluckspecht-Ordens in der Delio-Arena bei Flatten geriet nach zweijähriger Pause zu einem rauschenden Fest. Aus einer Bierlaune heraus, so erzählt es Alfred Zentis, sei die Idee der „Schluckspechte” in der 3. Jongenschaft der KG Klee Oepe Jonge in den 80er Jahren geboren - nach dem Motto: Wir gründen eine neue Gesellschaft.

Was als Jux gedacht war, wurde Jahre später und unter anderen Vorzeichen Wirklichkeit. Erster Ordensträger war 1991 der mittlerweile verstorbene Altbürgermeister Günter Wagner. Die letzte Auszeichnung erhielt 2008 „Männ” Dohmen, Ehrenmitglied und langjähriger Zekretär des Karnevalskomitees.

Klee-Oepe-Präsident Martin Göbbels und der Vorsitzende der KG, Herbert Frösch, freuten sich am Samstag sichtlich, dass die Ordensverleihung nach zweijähriger Pause „wieder in die Hände des Vereins” zurückgekehrt sei. Um die Zukunft der Ordensverleihung zu sichern, sei ein Gremium gebildet worden. Neu ist auch, dass Ordensträger die Veranstaltung moderieren; den Anfang machte am Samstag der langjährige Präsident der Prinzengilde, Peter Flohr, der gekonnt und locker durch den Abend führte.

Das Rahmenprogramm der Verleihung konnte sich sehen (und hören) lassen. Neben der Tanzgruppe der Trammebülle, dem Tanzsportclub Aachen und dem Jugendtanzmariechen von Klee Oepe, Janine Heidschötter, gestaltete vor allem die Eefelkank als Gesellschaft des Geehrten den Abend.

Den Eisbrecher spielten gekonnt die Jugendtrompeter der Hastenrather KG, die mit schmissigem Sound die Gäste im Saal zum Klatschen und Schunkeln brachten. Für den musikalischen Höhepunkt sorgten im Verlauf des Abends die „Großen”, das Trompeterkorps der Eefelkank, das einmal mehr seine Klasse bewies und mächtig Stimmung machte.

Mit dem Gardetanz unter der Leitung von Kathrin Köster, Eefelmarie Janine Jansen, der „Brass-Els-Kapelle” sowie dem Tanzpaar Lena Vogel und Hendric Mostert bereiteten die Hastenrather den Gästen viel Freude. Zu den Besuchern zählte neben der großen Abordnung der Eefelkank und den Vertretern der anderen KGs auch der geschäftsführende Vorstand des Fördervereins Karnevalsmuseum. Diesem gehören seit Samstag mit den Ordensträgern Jakob Bündgen und Heinz Sauß gleich zwei „Schluckspechte” an.

Den Beitrag der Hastenrather komplettierten Eefelkank-Präsident Michael Schümmer und der Vorsitzende Wilfried Spieß, die für die Würdigung und Anerkennung ihres Ehrenpräsidenten dankten und - wie einige Redner zuvor - in einem witzigen Dialog den Unterschied zwischen einer Schnapsdrossel und einem Schluckspecht erläuterten: „Der Schluckspecht ist ein Mensch, der sich in der Eischwiele Fastelovend große Verdienste erworben hat und über den Tellerrand seines eigenen Vereins hinausblickt.”

Ähnlich hatte es zuvor „Männ” Dohmen formuliert, der mit humorvollen Anekdötchen über den Ordensträger aufwartete und seine Zuhörer im Saal und auf der Bühne mehr als einmal herzhaft lachen ließ. Beim Blick auf die Vita des Geehrten vergaß Dohmen nicht zu erwähnen, dass Heinz Sauß seit 50 Jahren der Eefelkank angehört, davon alleine 33 Jahre im Vorstand.

Er war Vorsitzender und Präsident, hat zahlreiche Auszeichnungen wie etwa den BDK-Verdienstorden in Gold mit Brillanten erhalten und hat sich sehr um das Karnevalsmuseum in Dürwiß verdient gemacht. „In diesem Jahr wurde mit Heinz Sauß eine hervorragende Persönlichkeit gefunden. Es ist für mich eine persönliche Freude, wenn er heute in den humorvollen Kreis der Schluckspechte aufgenommen wird.”

Der Geehrte selbst bedankte sich sichtlich gerührt, um im Anschluss in witziger Manier über den Schluckspecht an sich zu philosophieren. Sein - dann ernst gemeintes - Fazit: „Eine Unterordnung, die gibt es nur in Eschweiler, und das sind alles verdiente Karnevalisten.” Als Zeichen der Anerkennung verliehen ihm die „Schluckspechte” Orden, Urkunde und Bierkrug sowie das neue „Schluckspecht”-Buch mit Fotos, Artikeln und den Namen der bislang Geehrten.

Nachdem Herbert Frösch und Martin Göbbels allen Beteiligten ihren Dank ausgesprochen hatten, ging das Programm munter weiter. Und Heinz Sauß wäre nicht Heinz Sauß, wenn er nicht selbst dazu beigetragen hätte. Mit seinem Eefelkank-Freund Hans Grün stieg er als „Hein un Schäng” in die Bütt und unterhielt mit einem Zwiegespräch aufs Beste.
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