Klassik auf hohem Niveau: Duo Alexander bei „Tonspuren“

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Das Musikerduo wird mit seiner innovativen Spielweise für Furore sorgen. Foto: Puliaev & Scherf, Foto Corinna Höbbel

Eschweiler. Dem Cellisten und Dirigenten Alexander Scherf und seinem Kollegen Alexander Puliaev am Hammerflügel gelingt es immer wieder, mit intelligenten und feinfühligen Interpretationen ihr Publikum mitzureißen. Das Duo Alexander gastiert am Montag, 18. März, um 20 Uhr mit seinem neuen Programm bei den „Tonspuren“ im Töpfereimuseum Langerwehe.

Alexander Scherf wird wie im vergangenen Jahr in seinem Konzert über den „Dicken Lüderjahn“ durchs Programm führen. Sowohl Puliaev als auch Scherf treten mit den wichtigsten Ensembles der Alten Musik weltweit auf, sind vielseitige Kammermusiker und Instrumentalpädagogen, die an zahlreichen CD-Produktionen beteiligt sind.

Mit seinen zahlreichen „Liedern ohne Worte“ schuf Mendelssohn ein eigenes musikalisches Genre. Pianisten und Musikliebhaber bewundern an ihnen die konzentrierte formale Anlage und einen tiefsinnig-treffsicheren Ausdruck. Kompositorische Experimente in diese Richtung stammen aus Mendelssohns frühester Jugend. Zusammen mit seiner Schwester Fanny versucht er, das Direkte und Anrührende des Gesangs in einen neuen Instrumentalstil zu verwandeln.

Der musikalische Salon der Mendelssohns in Berlin steht exemplarisch für das Aufblühen der bürgerlichen Musikkultur zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Bedarf an Musik für den Hausgebrauch war enorm, und so entstand eine Flut von Arrangements bekannter Werke. Die hier gehörten zeitgenössischen Arrangements für Cello von Friedrich Grützmacher (1832-1903) treffen auch ohne Worte diesen intimen, vokalen Ton.

Ergänzt wird dieses Programm durch die „Grande Sonate“ von Helene Liebmann (1795-1859), die ebenfalls aus einer aufgeklärten, jüdischen Familie stammt. Sie trat öffentlich als Pianistin und Sängerin auf und publizierte - als eine der ersten Musikerinnen überhaupt in dieser Zeit - Werke unter ihrem eigenen Namen.

In ihrer hinreißenden Cellosonate variiert sie ganz ungeniert ein Thema aus Mozarts „Don Giovanni“.

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