Eschweiler - Kirche Herz Jesu als Ziel der Prozession

Kirche Herz Jesu als Ziel der Prozession

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
Letzte Aktualisierung:
Bei einer Statio der Fronleich
Bei einer Statio der Fronleichnamsprozession vor der St.-Longinus-Kapelle an der Königsberger Straße stand die Monstranz mit der konsekrierten Hostie auf einem Außenaltar. Dort wurde ebenfalls der eucharistische Segen erteilt.

Eschweiler. „Wir sind eine lebendige Gemeinde und tragen unsere Freude in die Welt”, sagte Pfarrer Dr. Andreas Frick nach dem feierlichen Schlusssegen in der Kirche Herz Jesu. „Das sollen wir mitnehmen von diesem Tag.”

Und die vielen Zuhörer in der voll besetzten Kirche im Stadtteil Eschweiler-Ost freuten sich mit ihm. Über das Fronleichnamsfest, über den großen Zuspruch zu diesem Fest und nicht zuletzt über das schöne Wetter.

Denn eigentlich war Regen vorhergesagt worden für Donnerstag, und in diesem Fall hätte die Katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul die Prozession abgesagt und das Fronleichnamsfest nach der Messe im der Kirche am Marktplatz mit einem Beisammensein im Jugendheim an der Peter-Paul-Straße ausklingen lassen.

Doch dann wurde der Tag sonnig und geradezu schwül-warm, und so zogen mehrere hundert Christen im Anschluss an die feierliche Messe von St. Peter und Paul aus durch die Parkstraße und die Gartenstraße zur Kapelle St. Longinus in Eschweiler-Ost.

Der feierliche Zug, bei dem die Monstranz mit dem so genannten Allerheiligsten von einem Baldachin geschützt durch die Straßen geführt wird, hat eine bis ins Mittelalter zurück reichende Tradition.

An der Kapelle an der Königsberger Straße hielt die Gemeinde eine Statio. Vor der Kapelle, deren Glocke von Hand geläutet wurde, war ein schlichter Außenaltar, mit Blütenblättern verziert, als Platz für die Monstranz mit der konsekrierten Hostie aufgebaut.

Krankenhaus-Seelsorger Christoph Graaff erteilte den Teilnehmern der Prozession den eucharistischen Segen, begleitet vom Klang der Altarschellen und dem in Wolken aufsteigenden Duft von Weihrauch.

Durch die Eduard-Mörike-Straße zog die Fronleichnamsprozession, in der unter anderem die Schützen aus den Schützenvereinen der Innenstadt, die Kommunionkinder und die Messdiener vertreten waren, dann zur Kirche Herz-Jesu.

Nach dem Schlusssegen dort gab es ein gemütliches Beisammensein am und im Schützenheim gleich neben der Kirche. Wer Hunger hatte, konnte sich mit deftiger Gulaschsuppe stärken. Für gehbehinderte Teilnehmer der Fronleichnamsfeier hatte die Pfarrgemeinde einen Zubringerservice organisiert.

In ihrer Ankündigung der Fronleichnamsfeier hatte die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul die Anwohner am Prozessionsweg gebeten, doch ihre Häuser festlich zu schmücken.

Das war an mehreren Stellen des Prozessionsweges auch geschehen, allerdings hatten die Flaggen und Wimpel meist die Farben schwarz, rot, gold und galten wohl eher der Fußball-Europameisterschaft in Polen und in der Ukraine als dem religiösen Brauchtum.
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