Kinzweilers Rippeltip-Theater präsentiert Urmels Abenteuer

Von: kaba
Letzte Aktualisierung:
8932578.jpg
Was da wohl in dem Ei ist? Der Professor und die Tiere rätseln über den seltsamen Fund. Foto: Katja Bach
8932580.jpg
Pinguin Ping und Vogel Schusch beratschlagen sich mit den Kindern.

Eschweiler. Schon von weitem hörte man lautes Kinderlachen und dann war es wieder mucksmäuschenstill. Denn im Innern der Festhalle Kinzweiler verfolgten viele kleine Gäste die Geschichte von Urmel aus dem Eis. Das Urzeittier, bekannt aus der Puppenkiste, begeistert auch über 40 Jahre nach seiner Erfindung noch die Kinderwelt.

Das scheinen die Frauen des Rippeltip Theaters gewusst zu haben und mit viel Liebe zum Detail inszenierten sie die Geschichte des Urmel. Das Rippeltipp Theater besteht aus eigentlich aus Frauen aller Altersgruppen, die das Theaterspielen lieben und mit Herzblut verschiedene Stücke auf die Bühne bringen. In diesem Jahr war jedoch auch zum ersten Mal David Riemann mit dabei. Er ist der Sohn der ersten Vorsitzenden des Theaters Christine Riemann und spielte den Waran Wawa. Die Vorsitzende selber war als Pinguin Ping auf der Bühne unterwegs und gewann schnell die Herzen der Kinder.

Urmels Geschichte beginnt auf einer kleinen Insel, auf der der Professor Habakuk Tibatong mit einigen Tieren lebt, denen er das Sprechen beigebracht hat. Seinen Haushalt führt das lustige, putzwütige Schwein „Wutz“. Eines Tages wird ein Eisberg an Land geschwemmt und in ihm befindet sich ein Ei. Bald darauf schlüpft aus diesem Ei das Urmel und erlebt von da an viele Abenteuer.

Ping und die Mupfel

Auch beim Rippeltipp Theater schlüpfte Urmel aus einem riesigen Ei, das zuvor von den sprechenden Tieren abwechselnd ausgebrütet wurde. Unter ihnen waren Ping und Wawa sowie Schuhschnabel Schusch, gespielt von Aranka Gohmann. Die Tiere begeisterten die kleinen Zuschauer zum einen mit ihren bunten, aufwendigen Kostümen, zum anderen auf Grund ihrer Sprachfehler. Denn jeder Inselbewohner konnte zwar sprechen, hatte aber ein ganz spezielles sprachliches Merkmal. So konnte Waran Wawa kein „z“ sprechen und Pinguin Ping tat sich mit dem „sch“ sehr schwer. Die „Muschel“ wurde da schnell zur „Mupfel“, was bei den Kindern zu Verbesserungsvorschlägen und lautem Lachen führte.

Und auch der Wettkampf unter den Tieren, in der Schule der Beste sein zu wollen, sowie die vergebene Liebesmüh des zerstreuten Professors Habakuk Tibatong war für die Kleinen absolut komisch. Gaby Hösel verlieh dem Professor ihr Gesicht und gab sich alle Mühe als Tibatong das Geschehen auf der Insel unter Kontrolle zu halten. Der Schuljunge Tim Tintenkleks, den Rita Kohnen darstellte, war dabei immer mit beim Geschehen.

Und natürlich das Haus- und Putzschwein Wutz. Wutz ist das wohl sauberste Schwein der Welt und treibt mit seinem Putzwahn alle Tiere und den Professor zur Verzweiflung. Doch Wutz hat eine unglaublich gute Seele und nimmt sich schließlich auch der Erziehung des Urmels an. Mit seinem ständigen Ausruf „Öff öff“ brachte auch Wutz beziehungsweise Monique Nacken die kleinen Gäste immer wieder zum Lachen.

Doch das Theaterstück hatte auch stille Momente. Als Wawa und Ping sich stritten und der kleine Pinguin weinend den Saal verließ, wurde es ganz still in der Festhalle und die Kleinsten standen sogar von ihren Plätzen auf und wollten dem traurigen Pinguin hinterher. Aber die bedrückende Stimmung war nur von kurzer Dauer, denn schon bald betrat Ping wieder die Bühne. Es gab Wichtigeres zu tun, als mit Wawa zu streiten. Urmel alias Claudia Kohler musste beschützt werden. Denn Professor Tibatong hatte einem damaligen Studienkollegen von seiner historischen Entdeckung des Urmels geschrieben und daraufhin erschien König Pumponell, dargestellt von Anne-Käthe Thelen, auf der Insel und wollte das Urmel für seine Sammlung seltener Tiere. Begleitet wurde er von seinem Diener Sammi, den Gabriele Gleisner spielte.

Gefangen im Vulkan

Ein aufregendes Abenteuer für die Kinder in der Kinzweiler Festhalle. Bei dem es auch den ein oder anderen angsteinflößenden Moment gab. Denn eine große Spinne, die Susanne Bonn verkörperte, und die Tatsache, dass Urmel mit dem König in einer Höhle eines Vulkans gefangen war, können doch ganz schön beunruhigen. Doch am Ende ging alles gut und Urmel und der zunächst böse König schlossen sogar Freundschaft. Ein fröhlicher Anlass für den musikalischen aber überwiegend pessimistischen Seeelefanten, Gastspielerin Andrea Schwenke, ein Liedchen anzustimmen.

„Der Seeelefant war wirklich der Beste“, berichtet Jennifer Bach nach dem Theaterstück. Für sie war „Urmel aus dem Eis“ ein tolles Erlebnis, denn „am Ende durften wir sogar noch mit Schusch ein Foto machen!“ So lässt man Kinderaugen strahlen und den Theaterbesuch bei Rippeltip unvergesslich werden.

Insgesamt spielte die Crew das Stück vier Mal in der Festhalle Kinzweiler und begeisterte so viele Kinder. Auch die Tatsache, dass die Schauspielerinnen immer wieder auf die Kinder eingingen, ihnen Fragen stellten und sie miteinbezogen, machte das Theater zu einem besonderen Erlebnis. Wahrscheinlich auch für die Neuzugänge auf Seiten der Schauspieler wie Manuela Müller.

Damit ein Theaterstück gelingen kann, braucht man allerdings auch Menschen hinter der Bühne so wie Ramona Pluymackers, die in diesem Jahr das Bühnenbildmitgestaltete und Gaby Hilgers, die intern als „die Perle des Vereins“ gilt. Die Damen des Rippeltip sind mit Herzblut dabei, und sicherlich haben sie auch schon eine Idee für das nächste Theaterstück. Urmel aus dem Eis war jedenfalls ein voller Erfolg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert