Eschweiler - „Kings & Queens“: Schülerkonzert in der Liebfrauenschule

„Kings & Queens“: Schülerkonzert in der Liebfrauenschule

Von: jlm
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Die „Rock Kids“, ein Projekt der fünften Klassen, feierte seinen ersten Auftritt und begeisterte die vielen Zuhörer. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie vielfältig die Musik an der BLS ist“, sagte Ralf Repohl, Musik- und Geschichtslehrer der Bischöflichen Liebfrauenschule, der durch das Programm des Schülerkonzertes unter dem Motto „Kings & Queens“ führte, und lächelte dabei.

Eröffnet wurde der Abend von dem 6er-Schulchor unter der Leitung Repohls mit dem Lied „Give it up“. Zu Katy Perrys Hit „Hot and cold“ aus dem Jahr 2008 wurden die Sänger dabei nicht nur mit Percussions, sondern auch von Jana Lausberg, Johanna Müller und Tom Jackowski an der Gitarre begleitet. Auch eine der bekanntesten Sängerinnen, Madonna, mit ihrem Hit „La Isla Bonita“ aus dem Jahr 1987, mit dem sie 23 Wochen lang den ersten Platz der deutschen Singlecharts verteidigte, sollte nicht fehlen. Zum Schluss interpretierte der Chor Coldplays „Viva la vida“ (2008).

Rockende Kinder

Dieser Eröffnung folgten verschiedene Soli: Isabelle Büttgen (8b) spielte am Klavier „River flows in you“ von Yiruma, das durch den Film Twilight berühmt wurde, Paula Terhaag (7d) sang eine eigene Komposition unter dem Titel „Zum Mond wandern“ und begleitete sich dabei selbst am Klavier. Julius Kaesmacher (9b) interpretierte am Klavier Johann Sebastian Bachs zweistimmige Invention Nr. 4 in d-Moll.

Dann war es Zeit für die Kleinsten : Die Gruppe „Rock Kids“ stellte ein Projekt vor, das erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufen wurde. Ralf Repohl erklärte den vielen Gästen in der vollen Aula, er und Bernd Schmitz, Physik- und Musiklehrer, hätten sich damals gefragt: „Wie können wir unsere Kinder zum Rocken bringen?“ Bis zum Schluss sei dabei nicht ganz klar gewesen, ob sie an diesem Abend bereits auftreten könnten. Doch Tara Stolz (5e), David Peters (5e), Tim Dahmen (5e), Paula Kalz (5e), Ivana Keller (5e) und Lena Wagenbach (5a), sowie Fiona Frost (5b), Christian Lütter (5b), Theresa Könemann (5b), Lisa Schneider (5b), Anne Jansen (5b), Lana Hunscheidt (5d) und Cornelius Platz (5c) bewiesen ihren Zuhörern, was sie in dieser kurzen Zeit schon so alles gelernt haben. Sie rockten die Aula mit den Liedern „Himmel auf“ von Silbermond aus dem Jahr 2012 und „Changes“ aus dem vorigen Jahr von Faul & Wad Ad vs. Pnau, einem DJ- Duo aus Paris. Christian Lütter (5b), Herr über die Technik, waltete dabei als „Operator“ fachmännisch über die im Unterricht aufgenommenen Tonspuren, während seine Kameraden am Mikrofon ihr Bestes gaben. Gleich nach ihrem ersten Auftritt ernteten sie schallenden Applaus.

Im Anschluss stellten dann erneut Solisten ihr musikalisches Können unter Beweis: Nhah Ha Lonzen (Q1) interpretierte an ihrer Violine Fritz Kreislers „Polchinelle“, Katharina Groh (Q1) das „Präludium und Allegro“ des selben Komponisten. Fritz Kreisler sei zur damaligen Zeit ein Wunderkind gewesen, erklärte Ralf Repohl. Er entstammte einer jüdischen Familie aus Wien, studierte im Alter von zwölf Jahren am Pariser Konservatorium, emigrierte 1939 nach Amerika und arbeitete auch nach dem Krieg weiter als Komponist. Beide Auftritte wurden von Ines Pieper-Janosa, Geschichts- und Musiklehrerin, am Klavier begleitet. Gemeinsam mit Professor Michael Hoppe am Klavier spielte Britta Sprank (EF) an der Querflöte im Anschluss das Werk „russisches Zigeunerlied“ von Wilhelm Popp, Katharina Groh und Johanna Platz (Q1) interpretierten an der Violine den 3. Satz aus der G-Dur Sonate von Jacques Féréol Mazas, einem französischen Violinisten des frühen 19. Jahrhunderts. Rita Stolbnikova (Q1) spielte am Klavier die „ Études pour le Piano – forte Nr. 12” von Franz List, einem „König am Klavier“, so Ralf Repohl, „der wohl auch schon mal mit einer Zigarre zwischen Zeige- und Mittelfinger die schwierigsten Kompositionen gespielt haben soll“.

Dem folgte eine Interpretation des „Jailhouse Rock“ (Elvis Presley) von Jessica Langen (Q2) an der Querflöte, sowie des Liedes „Comptine dùn autre été“, bekannt aus dem französischen Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“, von Maximilian Esser (Gitarre), Luisa Wiesen (Percussion) und Stephan Goergen (Klavier) aus der Q1. Bei dem Werk „Maple leaf rag“ von Scott Joplin sollten die Gäste die Augen schließen und sich vorstellen, sie seien in einem Saloon, während Moritz Menzel (Q1) am Klavier gekonnt in die Tasten haute.

Von Abba bis Sinatra

Nach einer kleinen Pause ging es mit einer Reihe musikalischer Highlights weiter. Der Oberstufenchor „Chorrect“ unter der Leitung von Prof. Michael Hoppe gab ein Abba-Medley mit den Hits „Mama Mia“ und „Money, Money, Money“ sowie die Werke „New York“ (1977) von Frank Sinatra und „Take my Breath away“ zum Besten. Auch der King of Pop durfte bei einem Abend unter solch einem Motto natürlich nicht fehlen: der Chor sang Michael Jackson’s „Earth Song“ aus dem Jahr 1995.

Im Anschluss folgten zwei Bandprojekte der Oberstufe: Marvin Moers (Gesang), Jan Müller (Gitarre), Sophia Mager (Bassgitarre), Johnner Mager (Klavier) und Philipp Fuchs (Schlagzeug) begeisterten mit ihren Interpretationen von „Too close“ aus dem Jahr 2011 von Alex Clare, „King Creole“ (1958) von Elvis Presley und dem Hit „Everybody needs somebody“, der bereits 1964 komponiert, jedoch erst 1980 durch den Film „The Blues Brothers“ bekannt geworden ist. Auch Nico Deutschle (Gesang), Timo Deutschle (Gitarre), Julian Biermann (Bass), Andreas Vogel (Cajon) und Dorothee Thevis (Gitarre) begeisterten mit „Amore per Sempre“ von Nevio und „Whereever you will go“ aus dem Jahr 1998 von The Calling. Schüler der diesjährigen Abiturientia, die sich liebevoll „Hoppes Hoppies“ nennen, bildeten mit ihrer Eigenkomposition „Our time ran out so fast – Best last Song“ den Abschluss des Konzerts.

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