Kindergarten „Purzelbaum” erhält neue U3-Plätze

Von: nik
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Mehr Platz, mehr Bewegung, mehr Betreuung für die Kleinsten: Bis 2013 wird das Angebot für die U3-Betreuung auf insgesamt 750000 Plätze ausgebaut. Auch die Kitas in der Region werden sich den neuen Gegebenheiten infrastrukturell und personaltechnisch anpassen Foto: ddp

Eschweiler. Im Bewegungskindergarten „Purzelbaum” auf der alten Rodung ist im Moment noch mehr Konzentration als üblich angesagt. Das Team der Betreuungseinrichtung für Kinder- und Jugendliche (BKJ) wird derzeit unter der Leitung des Diplom-Psychologen Bernd Reiners auf die Arbeit mit Kleinkindern zwischen einem und drei Jahren vorbereitet.

Ein neues Gesetz von September 2008 macht das unabdingbar. Denn ab 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Platz in Kindertagesstätten für ihre Kinder unter drei Jahren.

Dadurch werden auch berufstätige Eltern entlastet, doch das sogenannte Kinderförderungsgesetz bringt organisatorisch einige Schwierigkeiten mit sich. Denn das Betreuungsangebot muss in den nächsten drei Jahren auf 750.000 Stellen verdreifacht werden, wofür Bund, Länder und Kommunen insgesamt zwölf Milliarden Euro ausgeben.

Im Bewegungskindergarten „Purzelbaum” leitete das Team der BKJ in diesem Zusammenhang erste Schritte ein: Durch die Organisation der sechstägigen Fortbildung ermöglichen Fachberaterin Edith Platau, Vera Joußen aus dem Vorstand, Gabi Baumann und Gudrun Schönebaum, ihrem Team im Rahmen des Seminars ihr Wissen über den Umgang und die Erziehung von Kinder zwischen einem und drei Jahren zu erweitern.

Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklungspsychologie, Sprachbildung und Unfallvermeidung gelegt.

Doch neben der Schulung der Mitarbeiter bringt das Gesetz noch weitere Veränderungen mit sich. „Vor allem muss eine neue Raumgestaltung vorgenommen werden” erklärt Edith Platau. Denn Kleinkinder verlangen nach besonderer Betreuung, wodurch auch der Verantwortungsbereich der Erzieherinnen und Erzieher enorm vergrößert wird. Daher müssen auch in den Innen- und Außenanlagen der Kindergärten geschützte Bereiche und Spielplätze eingerichtet werden.

Außerdem muss besonderes auf die Ernährung der kleinen Schützlinge geachtet werden, wobei die Wickelräume auch nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Gudrun Schönebaum und Edith Platau freuen sich über ihren Handlungsfreiraum in Bezug auf die Konkretisierung der neuen „Kindergartenphilosophie” und sind überzeugt, dass man schon im Jungen Alter die Teamfähigkeit durch Gruppenbetreuung stark fördern kann. Die beiden entwickelten gemeinsam mit Gabi Baumann für die Fortbildung sogar ein eigenes Modul, was sich weitestgehend mit der Raumgestaltung, Wahrnehmung, Ernährung und Pflege der kleinen „Racker” befasst.

Parallel dazu läuft einmalig in Eschweiler noch ein anderes Projekt: In Kooperation mit der Universität zu Köln werden Gruppendynamik und Entwicklungsfortschritte im integrativen Bereich erforscht. Dabei wertet die Universität Köln die Ergebnisse aus und begleitet das Modellprojekt.
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