Kinder versuchen sich als Konstrukteure in Hellenthal

Von: apa
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Die Kinder und Jugendlichen erlebten viele aufregende Stunden in Hellenthal.

Eschweiler. Kurz nach den Sommerferien haben 32 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in Profi-Pflegefamilien – den so genannten Erziehungsstellen – leben, ein abwechslungsreiches Wochenende in der Jugendherberge Hellenthal verbracht.

Begleitet wurden sie von den Erziehungsstellenberaterinnen der Jugendämter der Städte Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath sowie der Städteregion Aachen. Nach verschiedenen gemeinsamen Aktionen, die in den vergangenen Jahren stattgefunden haben, kannten sich viele Kinder und Jugendliche bereits und für alle war es erneut sehr bereichernd, mit denen etwas zu erleben, die in ähnlichen Lebenssituationen sind wie sie selbst.

Mit dem Seifenkistenbau ging es diesmal los. Aufgabe war es, in Gruppen ein „Auto der Zukunft“ zu bauen, ihm einen Namen zu geben und später in einer Präsentation darzustellen, warum gerade dieses einzigartige Fahrzeug den Anforderungen am besten entspricht. Alle Mitglieder der Gruppe mussten beteiligt sein. Selbst der immer wieder einsetzende Regen hielt die Konstrukteure nicht davon ab, unermüdlich zu schrauben bis das Grundgestell fertig war und man mit der Verschönerung und individuellen Gestaltung des Zukunftswagens beginnen konnte.

„Alle haben konzentriert und mit viel Spaß gearbeitet“, lobte Carla Steinbeck vom Jugendamt der Städteregion Aachen die Teamarbeit. Mathilde Uhr, Sozialarbeiterin des Jugendamtes Eschweiler, ergänzte: „Diese Kinder und Jugendlichen, die oftmals viele Beziehungsabbrüche und Traumatisches erlebt haben oder unterschiedlichste Einschränkungen haben, zeigen an solchen Wochenenden eine hohe soziale Kompetenz und viel Gespür füreinander.“ Lagerfeuerromantik mit Stockbrot und eine abschließende Disco rundeten den ersten Tag ab.

Am zweiten Tag stand ein Besuch im Wildfreigehege an. „Die Kinder bestaunten ehrfürchtig die unterschiedlichen Tiere und zeigten sich beeindruckt von der Greifvogelschau“, sagte Ingrid Breuer vom Jugendamt der Stadt Herzogenrath. „Solche Erlebnisse in der Natur können die oft mehrfach belasteten Pflegekinder besonders genießen.“

Bedarf ist weiterhin groß

Das Wochenende endete bei strahlendem Wetter und viel guter Laune. „Es waren ganz besondere Erlebnisse, die wir mit den von uns Betreuten teilen können. Wir erleben uns mal nicht nur in planenden oder erzieherischen Gesprächen, sondern verbringen spannende Freizeit miteinander“, fasste Sabine Weller vom Alsdorfer Jugendamt die beiden Tage zusammen.

Der Bedarf an weiteren Erziehungsstellen ist groß. Die Beraterinnen der Jugendämter wünschen sich einen Pool von Familien, bei denen ein Elternteil eine pädagogische Ausbildung besitzen muss, um die Kinder passgenau vermitteln zu können.

Interessierte können sich über diese Aufgabe bei den Beraterinnen informieren: Sabine Weller, Jugendamt Alsdorf, Telefon 02404/50340; Mathilde Uhr, Jugendamt Eschweiler, Telefon 02403/71469; Ingrid Breuer, Jugendamt Herzogenrath, Telefon 02406/83515; Carla Steinbeck, Jugendamt der Städteregion Aachen, Telefon 0241/51982491.

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