Kinder- und Jugendzentrum: Große Sprünge nicht nur auf dem Trampolin

Von: jlm
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Thomas Schlenter (3.v.l.), Stadtverbandsvorsitzender CDU Eschweiler und Vorsitzender des Fördervereins des Vereins zur Förderung der Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Berndt Frank (4.v.l.), Leiter des Kinder- und Jugendzentrums, Michaela Stöber (5.v.l.), pädagogische Mitarbeiterin, sowie der Kirchenvorstand der Pfarre St. Peter und Paul hatten Fraktionsvorsitzende eingeladen, um ihnen einmal genauer die Einrichtung zu zeigen. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Hier wird gewaltig was an der Jugendarbeit getan“, versicherte Carl Pistor, Vorsitzender des Fördervereins des Kinder-und Jugendzentrums, und das sah man auch.

Thomas Schlenter, Vorsitzender des Fördervereins des Vereins zur Förderung der Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, und Frank Berndt, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums, hatten zum Dialog kirchlicher Jugendarbeit eingeladen, um den Fraktionsvorsitzenden einmal einen Einblick in den Alltag des KiJuZes sowie eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten zu bieten.

Mit einer Fläche von 1000 m² und einem Garten von 300m² sei das Zentrum bereits gut ausgestattet, so Frank Berndt, wobei das sechs Meter breite Trampolin im Garten am beliebtesten bei den Kindern sei. Die meisten würden es vor der Dämmerung meist nicht verlassen, sagte er schmunzelnd.

Als nächstes betrat die Gruppe den Saal, welcher an diesem Abend für einen Vortrag genutzt wurde, aber auch dank einer selbst angeschafften Lautsprecheranlage, sowie einer mobilen Bühne für Feste geeignet ist. Bei eisigen Temperaturen steht es den Kleinen jedoch zum Beispiel auch offen, dort Fußball zu spielen. Ebenfalls ist der Saal mit einer kleinen Küche ausgestattet.

Die Lebensmittel, die dort gelagert werden, können kostenlos von den Kindern genutzt werden, so der Leiter. Oft könne es schließlich vorkommen, dass ein Kind mit leerem Magen von der Schule kommt. Die Wände des Eingangsbereiches, in welchem Kicker aber auch Tischtennis gespielt werden kann, wurden von den Kindern und Jugendlichen selbst gestaltet, ebenso die Wände und Bilder des Cafés, welches vielseitig genutzt werden kann. Auf der Empore kann die Spielekonsole getestet werden, in der „Chill out area“ wird gequatscht, manchmal sogar gemeinsam gelernt.

Im Billardraum können die Kleinen und Großen dann nicht nur ihre Fähigkeiten im Billard sondern auch im Airhockey testen. Im Keller ging es dann weiter mit einer hauseigenen Kegelbahn, die auch für Kindergeburtstage und andere Festivitäten genutzt wird, ein zusätzlicher Küchenraum, ruhigere Räume für Gruppenstunden sowie ein Kinderraum und ein Mädchenraum, welcher extra von ehemaligen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen mit dem Wunsch „Wir lassen was hier, für die nächste Generation“ kreativ gestaltet und dekoriert wurde.

Am Ende des Flures befindet sich zusätzlich ein Sport-und Tanzraum, ausgestattet mit einer Spiegelwand, in welchem zum Beispiel Stepper oder Gymnastikbälle genutzt werden können. Rund 60 Jugendliche hatten sich erst am Tage zuvor hier zu einem Tanzkurs getroffen.

Besonders toll: im KiJuZe würden sich Besucher aus allen Stadtteilen treffen, jede Schulform sei vertreten – diese Vielfältigkeit sei besonders schön. „Wir legen viel Wert darauf, zu vermitteln, dass das so geht“, erklärte Frank Berndt. Zusätzlich können sie auf eine hohe Anzahl ehrenamtlich tätiger Mädchen und Jungs stolz sein. Manche von ihnen besuchten das KiJuZe schon seit Jahren und leiteten bereits Gruppen selbstständig, andere sind gerade erst frisch zu den Kindern und Jugendlichen gestoßen und haben gleich Verantwortung übernommen. „Wir möchten gerne was tun“, erklären sie. Außerdem mache es einfach Spaß mit den Leuten.

Neuerdings ist das KiJuZe sogar an sechs Tagen die Woche geöffnet, was jedoch nur durch eine zweite, neuerrungene, pädagogische Kraft, Michaela Stöber, möglich ist. Seit den Ferienspielen diesen Jahres ist sie dabei und wahnsinnig froh, dass ihr Vertrag erst vor wenigen Wochen bis zum Sommer des nächsten Jahres verlängert wurde. „Wenn ich vorher gewusst hätte, wie emotional mich das einbindet, hätte ich den Vertrag vielleicht nicht unterschrieben“, doch umso glücklicher und zugleich voller Tatendrang wirkt sie nun. „Das gibt uns Zeit, zu planen und unsere Pläne aktiv zu realisieren“, erklärt sie zufrieden, denn sie hätten bereits so viele Ideen.

Unter anderem möchte sie mehr Zeit für ADS-Kinder investieren, sie im normalen Angebot mitbetreuen, die Ehrenamtlichen schulen, sowie den Eltern die Möglichkeit geben, sich im Café auszutauschen. Zwei Kinder seien bereits im Alltag des KiJuZe integriert – „überall sind sie vorher rausgeekelt worden, nur hier nicht“, so Michaela Stöber, was sie mit der hohen Toleranz der anderen Kinder und Jugendlichen begründet.

Jeder, der sich für die Arbeit des Vereins zur Förderung der Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul interessiert, kann auch die neue Homepage besuchen: www.jugend-fördern-eschweiler.de.

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