Kinder summen Opern-Arie mit

Von: ran
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Großartige Unterstützung bei der „kleinen Zauberflöte”: Die jungen Zuschauer und -hörer weisen Papageno den Weg in der Bürgerbegegnungsstätte Ost. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Klassische Oper ist nichts für Kinder? Weit gefehlt! Das genaue Gegenteil bewiesen am Mittwochmorgen die Darsteller der Kinderoper „Piccolino” aus Wien. Vor den begeisterten Schülern der Eduard-Mörike-Grundschule führten sie in der Bürgerbegegnungsstätte „Die kleine Zauberflöte”, kindgerecht umgeschrieben von Piccolino-Regisseur Stefan Kranitz, nach dem Vorbild von Mozarts Meisterwerk auf.

Gabriele Trombitas (Sopran), Alexander Voss (Tenor) und Valmar Saar (Bass) schlüpften in die Rollen von Pamina, Prinz Tamino sowie des Vogelfängers Papageno und präsentierten dabei nicht nur großartigen Gesang, sondern auch fantastische Bühnenbilder und Kostüme - ein einstündiges farbenfrohes Spektakel, bei dem die Kinder begeistert mitsangen und -fieberten. Die lautstarken „Zugabe”-Rufe nach dem letzten Vorhang sprechen Bände.

„Den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich mit einer Oper auseinanderzusetzen, ist einmal etwas anderes. Wir erhoffen uns davon einen nachhaltigen Effekt, denn gerade die klassische Musik kommt oft zu kurz”, erklärt Sabine Allelein, Konrektorin der Eduard-Mörike-Grundschule.

Die Klassenlehrerin der 4b freut sich, dass der Förderverein der Schule das Projekt mit finanzierte und so erst möglich machte: „In jedem Frühjahr möchten wir den Kindern eine kulturelle Veranstaltung bieten. Vor Weihnachten entstand die Idee, sich mit der Kinderoper in Wien in Verbindung zu setzen.”

Diese agiert unter dem Motto „Nicht die Kinder gehen zur Oper, sondern die Oper kommt zu den Kindern.” Rund 30 junge Opernsänger sind für sie aktiv. „Wir bereisen neben Österreich ganz Deutschland und in seltenen Fällen auch den deutschsprachigen Teil der Schweiz. Dabei sind drei Aufführungen pro Tag keine Seltenheit”, berichtet Gabriele Trombitas.

Zur Vorbereitung auf „Die kleine Zauberflöte” hatten sich die Schüler der Eduard-Mörike-Grundschule, jeweils ihrem Alter entsprechend, mit der Oper an sich und auch mit dem Leben von Wolfgang Amadeus Mozart beschäftigt.

Und so sangen und summten sie aus Leibeskräften mit, als Valmar Saar zu Beginn der Aufführung die berühmte Papageno-Arie anstimmte. Ebenso gingen sie mit Pamina und Prinz Tamino durch Feuer und Wasser, zwei der schweren Prüfungen, die Hohepriester Sarastro den Liebenden auferlegt hatte.

Und eines war klar: Nur wenn diese ausnahmslos bestanden werden würden, konnten die Beiden zusammenfinden. Sarastro gibt Pamina und Tamino schließlich seinen Segen und schenkt dem Paar darüber hinaus noch göttliche Weisheit.

Diese erlangt Papageno zwar nicht, doch Dank der Großzügigkeit Sarastros wird ihm sein größter Wunsch erfüllt: Er bekommt seine Liebste Papagena. Ende gut, alles gut!
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