KG Ulk Hehlrath: Ist „Rotznas“ die Vorstadt von „Husten“?

Von: jw
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Die Uniformierten zeigten bei der Mädchensitzung der KG Ulk Hehlrath ihr Können und brachten den Saal zum Beben. Foto: Jacqueline Winkler

Hähle. Schon beim Vorprogramm des Damenabends der KG Ulk Hehlrath bebte der Saal der Kinz-weiler Festhalle. Die Juniorinnen und Kindermarie Annika Jelic starteten den Abend tänzerisch und begeisterten die Frauen im Saal.

Pünktlich marschierten dann die Uniformierten der KG Ulk Hehlrath mit musikalischer Unterstützung des Spielmannszugs Hehlrath auf die Bühne. Und auch die Jugendgruppe hielt die Stimmung im gefüllten Saal oben und bezauberte das Publikum mit ihrem Können. Nachdem der Verein gezeigt hatte, was für ein tolles Uniformiertenkorps er zu bieten hat, bekamen die Damen in der Festhalle was zum Lachen. Labbes und Drickes war das nächste Highlight dieser Sitzung. Labbes, der zu spät kam, stolzierte mit seiner Trompete durch den Saal und brachte die Mädels so schon zum Schwärmen. Die Erklärung für seine Verspätung: Er hatte keinen Parkplatz gefunden und musste schließlich auf einem Frauenparkplatz parken. Doch das sah eine Politesse, die dann auch sofort zu ihm gegangen ist. Sie schaute dann in seine Hose mit dem Kommentar: „Können wir grad noch durchgehen lassen.“

Katze mit Malerrolle verwechselt

Labbes erzählte den Frauen und Drickes auch von seiner „Sesamkatze“, die er eines Abends, als er etwas zu viel getrunken hatte, mit einer Malerrolle verwechselt hatte. Seitdem „stottert“ sie komisch, wenn sie miaut. Da Labbes dieses Stottern so auf die Nerven ging, setzte er sie ins Auto und fuhr zum nächsten Bauernhof, wo er die „Sesamkatze aussteigen ließ“, doch als er zu Hause war, hörte er als erstes wieder das Stottern der Katze. Am nächsten Tag fuhr er mit ihr nach Stolberg und ließ die Katze dort „aussteigen“, doch dasselbe Spiel wie am Vortag, die Katze war wieder da. Danach verband er ihr die Augen und fuhr sechs Stunden lang mit ihr durch die Eifel und setzte sie nun dort aus. Zwei Stunden später rief er zu Hause an und fragte seine Frau, ob die Katze wieder da wäre, als sie das bejahte sagte er nur: „ Kannst du sie mir mal geben, ich finde den Weg nach Hause nicht mehr.“ Präsidentin Alexandra Sommer fragte zum Ende hin: „Habt ihr noch nen kleinen?“ Woraufhin Drickes auf Labbes zeigte: „Da isser.“

Danach war der Tanzblock der Husaren dran, der aus der Uniformierten-Tanzgruppe, Gardetanzgruppe und dem Tanzmariechen Tamara Siegers bestand. Sie alle zeigten ihr Können und brachten die Besucherinnen zum Staunen. Dann stand die Kölner Band „Cabb“ (Club für anonyme und bekennende Bekloppte) auf der Bühne. Sie heizte den Frauen nochmal richtig ein und brachte den gesamten Saal zum Mitschunkeln und Tanzen.

Bevor dann die Damengruppe ihre Choreographie darbieten durfte, überraschte das Uniformiertenkorps mit einer kleinen Tanzeinlage in Strandbekleidung. Der Elferrat der Damengruppe packte in seine „Kreativschublade“ und zeigte dem Publikum sein Können mit vielen unterschiedlichen Kostümen, die er vor allem auf Karnevalslieder abgestimmt hatte. Zudem verteilten die Frauen Obst und Mini-Pizzen an das Publikum. Außerdem gab es musikalische Unterstützung von einer kleineren Gruppe des Spielmannszuges Grün- Weiß Lohn, der kurzfristig eingesprungen war. Juppi Küpper spielte die „rassige Italienerin“ und Armin Müller den „Jack Sparrow“.

Als die Damen fertig waren, kam auch schon seine Tollität Thomas I. mit seinem Zeremonienmeister Harald samt Gefolge. Alle standen auf den Stühlen und begrüßten den Prinzen gebührend im Festsaal mit großem Jubel. Das Prinzengespann zogen mit seinem Prinzenorchester durch den Saal und heizte den Damen mächtig ein. Als dann der Prinz und sein Zeremonienmeister ihr Lied sangen, gab es auf der Bühne, sowie davor kein Halten mehr. Oben ging eine Polonäse und unten tanzen und sangen alle mit. Als dann der Prinz, sein Zeremonienmeister und sein Gefolge weiter zum nächsten Auftritt zogen, machten sich die Gardetenöre fertig für ihren Auftritt, die auch bei dieser Sitzung mit ihrer Performance begeisterten und stehende Ovationen bekamen. Daniel Wartha, Armin Müller und Juppi Küpper waren in einem Kasten mit Skischuhen befestigt, so dass sie sich nach vorne zum Publikum lehnen konnten und diesem für einen Moment lang den Atem raubten. Jugendtanzmarie Julia Schmidt durfte dann, nach langem Warten, auch präsentieren, was sie im vergangenen Jahr gelernt hat. Der nächste Programmpunkt hatte es wieder in sich: Büttenredner Dä Knubbelisch vum Klingelpötz erzählte seine Geschichten als Justizvollzugsbeamter. Beispielsweise diese: Er hat einen Freund in Texas, der in „Husten“ im Knast arbeitet. „Wie kommt man auf die Idee, eine Stadt Husten zu nennen? Heißt die Vorstadt davon dann Rotznas?“

Kein Auge blieb trocken

Oder diese: In Texas gilt noch die Todesstrafe und dort wurden ein Kölner und ein Düsseldorfer dem Richter vorgeführt. Der Kölner entschied sich dann für das „Elektrische“. Als die Sicherung dann drei Mal rausflog, durfte er gehen und war frei. Der Düsseldorfer wusste davon und als er gefragt wurde sagte er: „Ich nehm den Strang, der Stuhl ist ja kaputt.“ So lästerte Ralf Knubblisch den ganzen Abend immer mal wieder, aber er erzählte auch von den Freigängen der Insassen, sowie von seiner Familie. Ein Programm, das an diesem Abend kein Auge trocken ließ.

Die Inde-Singers brachten dann nochmal richtig Stimmung in die Festhalle und auch das Männerballett aus Stolberg brachte am späten Abend noch einige Lacher. Zum Schluss spielte die Musikgruppe Sibbeschuss aus Köln.

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