Eschweiler - KG Narrenzunft Pumpenstich: Ein Neuanfang zum runden Geburtstag

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KG Narrenzunft Pumpenstich: Ein Neuanfang zum runden Geburtstag

Von: zsa
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Begeisterten das Publikum mit ihrer Darbietung: Frauenpower pur zeigte die Damentanzgruppe der Narrenzunft mit auffällig glitzernden Kostümen in Silber und Pink. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Man könnte fast sagen, es war ihre „Einweihungsparty“: Am Wochenende feierte die KG Narrenzunft Pumpestich mit ihrer Kostümsitzung nicht nur ihr 80-jähriges Bestehen, sondern auch den Umzug in ihr neues „Heim“, die Delio-Arena im Haus Flatten.

Beim Programm kamen die Gäste auch im neuen Veranstaltungssaal auf ihre Kosten – von Musik, über Tanz bis zu geist- und witzreichen Wortbeiträgen fehlte es an nichts. „Seit 80 Jahren tanzen oben auf dem Berg die rot-grünen Narren“, eröffnete Narrenzunft-Präsident Stephan Lenzen die Sitzung. Er gab dem Publikum einen kleinen Einblick in die Geschichte der Narrenzunft: Immer wieder musste die Karnevalsgesellschaft den Veranstaltungsort für ihre Sitzungen wechseln. Zuletzt hätte es auch in der „geliebten“ Aula der Gesamtschule immer mehr Auflagen gegeben, so dass die Narrenzunft im Haus Flatten ihre neue Heimat gefunden habe.

Dort fühlten sich Gäste und die Narrenzunft sichtlich wohl. Mit einem schwungvollen Bühnenspiel eröffnete der Spielmannszug der KG den Abend und frage unter anderem „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert?“. Mit ihren Tänzen begeisterten Tanzmarie Vanessa Jungbluth als auch das Tanzpaar Jacqueline Bosch und Adi Pielenga. Gleichzeitig kam aber auch Wehmut auf, denn alle drei Tänzer werden nach dieser Session ihre Tanzschuhe an den Nagel hängen. Mit rührenden Worten des Dankes und dem BDK Tanzsport-Treueabzeichen in Bronze wurden die Aushängeschilder gebührend verabschiedet.

Nach diesem eher traurigen Moment kam das Trompetenkorps der KG Eefelkank Hastenrath gerade recht: Mit Kölsch- und Rockliedern brachten die Musiker das Publikum richtig in Fahrt und den Elferrat der Narrenzunft sogar dazu, auf Plastikgitarren mitzuspielen.

Ne bonte Pitter alias Edgar Andres aus Belgien sorgte mit seinem Vortrag für wahre Lachtränen. Er vertritt die Meinung, dass Gegensätze sich anziehen: „Ich kenne einen Totengräber, der hat eine Hebamme geheiratet.“ Einen Augenschmaus in Silber und Pink präsentierte die Frauentanzgruppe der Narrenzunft mit ihrer Tanzdarbietung.

Mit seinem Vogel Dodo lieferte sich Bauchredner Werner Schaffrath einen Schlagabtausch, der auch mal unter die Gürtellinie ging. So erzählte Schaffrath vom Opa, der sich Viagra in der Apotheke klein mahlen lässt und es dann wie Kokain durch die Nase zieht. Seine Begründung: „Na, in meinem Alter spielt sich das alles nur noch im Kopf ab.“ Als krönenden Abschluss machte Schaffrath aus Präsident Stephan Lenzen und seiner Frau Lydia lebende Bauchrednerpuppen, so dass es im Publikum vor Lachen kein Halten mehr gab.

Staunen war bei der tänzerischen Leistung der Mariechen und Tanzpaare des Eschweiler Karnevalskomitees angesagt. Mit viel Applaus würdige das Publikum die tolle Darbietung. Ebenso begeisterte wenig später die Tanzgarde der Narrenzunft, die auch eine flotte Sohle aufs Parkett legte.

Mit Joker Colonia ging es musikalisch weiter. Als Trio hatten Marcel Feger, Patrik Reichwein und Ralf Haeck viel „Kölsch Jeföhl“ mitgebracht – wie etwa das Lied „Schenk mir dein Herz“. Nicht aus Köln, sondern aus der Indestadt selbst kam das nächste Highlight der Sitzung: Prinz René und sein Zeremonienmeister Daniel stellten den Saal auf den Kopf – unter anderem mit ein wenig überbrückender Komik als die Musik für ihre Version vom „Prinz im Karneval“ erst beim dritten Anlauf abgespielt werden konnte.

Durchaus geplant belustigend war der Auftritt des Männerballetts der KG. Zuerst als Cowboys und später als Indianerinnen hüpften sie über die Bühne und schwangen unter anderem zu „Cotton Eye Joe“ das Tanzbein.

Den Abschluss der Kostümsitzung stellte der Besuch der KG Lustige Reserve dar. Neben Musik vom Spielmannszug überzeugte die Lustige Reserve mit viel Tanz: Dabei bewies vor allem das Tanzpaar, Nadine Hüpgen und Kevin Schleip, besondere Geduld. Auch hier hakte es bei der Technik und so brauchte es ein wenig, bis die beiden ihre Tanzkünste zeigen konnten. Dafür gab es tosenden Applaus.

So blieb festzustellen: Der Einstand der KG war ein karnevalistischer Erfolg auf ganzer Linie.

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