KG Eefelkank Hastenrath feiert ihre große Kostümsitzung

Von: af
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Feierten mit ihrem neuen Tanz auf der Sitzung der KG Premiere: Die Showtanz-Garde der Eefelkank aus Hastenrath. Foto: Anna Fitscher

Hasteroth. Zur ersten großen Kostümsitzung lud die KG Eefelkank Hastenrath in das große Zelt hinter dem Vereinsheim an der Bohler Straße. Zahlreiche kostümierte Jecken kamen an diesem Abend zusammen, um die Session gebührend zu eröffnen.

Präsident Michael Schümmer begrüßte alle Narren und freute sich, dass das Zelt bis auf den letzten Platz besetzt war. Den Einstieg in das hochkarätige Programm lieferte der Jugendtrompeterkorps der Eefelkank. Unter der Leitung von Erik Müller zeigten die jungen Jecken, was musikalisch in ihnen steckte.

Mit „We will rock you“ heizten sie ihrem feierfreudigen Publikum direkt zu Beginn ordentlich ein. Bei „99 Luftballons“ und „Denn wenn et Trömmelche jeht“ kamen die Jecken der Aufforderung des Jugendtrompeterkorps mitzusingen, gerne nach.

Eine aufregende Premiere hatte die Showtanz-Garde der Eefelkank. So präsentierten die Mädchen in grünen und silbernen Glitzerkleidern ihren neuen Tanz, der reibungslos über die Bühne ging. Zu Musical-Hits wie „Mama Mia“, „You’re the one that I want“ und „What a feeling“ präsentierte die Garde eine ausgeklügelte Choreographie und begeisterte damit ihr Publikum.

„Wichtigste Ehrung“

Bevor der Höhepunkt der Sitzung, der Prinzenbesuch, anstand, versammelte sich jedoch überraschenderweise das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler auf der Bühne. Der Anlass war ein ganz besonderer: Präsident Norbert Weiland hatte eine Ehrung vorzunehmen. „Für uns ist dies die wichtigste Ehrung in diesem Jahr“, so Weiland. „Dieser Mann hat im Karneval schon alle Positionen bekleidet. Er war Redner, Musiker und Präsident. Nur Tanzmariechen, das war er noch nicht“, scherzte Weiland und erntete lautes Gelächter.

Die Rede war hier natürlich von Heinz Sauß. Für seinen jahrelangen Einsatz und seine Förderung im Karneval wurde Sauß von Weiland mit dem Komiteewappen in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. „Das ist eine Auszeichnung, die in Eschweiler noch keine 20 Leute tragen“, sagte Weiland.

Nachdem Sauß seinen Orden und die Urkunde entgegengenommen hatte, traf Prinz René I. mit seinem Zeremonienmeister Daniel und dem ganzen Prinzengefolge ein. Schon der Einmarsch brachte die Stimmung im Zelt zum brodeln. Als der Prinz und sein Zeremonienmeister dann auch noch das Prinzenlied sangen, stimmte das ganze Zelt gleich mit ein. „Mer fiere va morjens bes am Ovend, osere Eischwiele Fastelovend“.

Für etliche Lacher sorgte an diesem Abend auch Peter Deutschle als Jung uss dem Levve. Darin zeigte Deutschle nicht nur die Unterschiede zwischen Fußball- und Karnevalsvereinen auf, sondern erzählte seinem Publikum auch von seinem letzten Unterhosenkauf. Als er der Verkäuferin sagte, er brächte Unterhosen, fragte diese „Lange?“. Deutschles Antwort: „Nein, ich will die schon kaufen“.

Auch das Tanzpaar Sophia Mießen und Steffen Engels, das bereits seit der Saison 2009/2010 zusammen tanzt, legte an diesem Abend einen grandiosen Auftritt hin. Jeder im Zelt konnte merken, dass diese beiden, nicht zuletzt durch ihre lange Zusammenarbeit, ein hervorragendes Team abgeben.

Für „kölsches Entertainment pur“ sorgte schließlich auch die Band Heizefeiz.

Gastverein war in diesem Jahr die Prinzengilde Bergrath. Dieser zeigte sich von seiner unterhaltsamsten Seite und sorgte mit Tänzen für Entertainment pur. Auch die Showtanzgruppe „Op Zack“ der Prinzengilde, präsentierte ihren Tanz.

Heitere Stimmung

Das Duo Lydia und Rolf Goliasch, besser bekannt als Beckendorfer Knallköpp, sorgten mit ihrem Programm für heitere Stimmung im Festzelt. Ebenso beliebt war der Auftritt von Bernd Horbach und Dieter Baumanns, die allen Karnevalsjecken als das komische Duo Schlabber und Latz wohl ein Begriff sind. Immerhin stehen diese beiden seit über 30 Jahren gemeinsam auf der Bühne.

Musikalisch sorgte die Brass-Els-Kapelle der Eefelkank unter Leitung von Franz Josef Prinier für gute Unterhaltung. Janine Jansen, das Aushängeschild der Eefelkank, präsentierte anschließend ihren Tanz. Der Auftritt der Eefelmarie wurde von den Jecken mit viel Beifall belohnt.

Für die Mundartband De Fröngde wird diese Session die letzte sein – die Band hat sich dazu entschieden, sich nach Aschermittwoch zu trennen. Umso mehr genossen die vier Musiker an diesem Abend den Auftritt bei der Eefelkank. Ein wenig Wehmut kam jedoch bei dem Abschiedssong schon auf, den die Band extra für ihre letzte Session geschrieben hat.

Noch lange gefeiert

Den Abschluss des Programms bildete der Trompeterkorps der Eefelkank unter Leitung von Robert Koch. Genug hatten die zahlreichen Jecken nach dem fünfstündigen Programm allerdings noch lange nicht – so wurde noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

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