KG Blaue-Funken-Artillerie: Auch Darth Vader schaut mal vorbei

Von: ran
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Ein Augenschmaus am frühen Morgen: Die Tanzgruppe der KG Blaue-Funken-Artillerie Eschweiler riss das Publikum zum Abschluss einer fantastischen Jubiläumssitzung noch einmal von den Sitzen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Einmal ganz tief Luft geholt und die Macht für die kommenden (mindestens) eineinhalb Jahrtausende sollte mit ihnen sein: Niemand anderes als Darth Vader drang am Freitagabend in die beinahe übervölkerte Galaxie der Delio-Arena ein, um den zahlreichen Außerirdischen der KG Blaue-Funken-Artillerie Eschweiler aufzuwarten und ihnen diese erfreuliche Nachricht mitzuteilen.

Schließlich sind für den Vater einiger Himmelswandler, der sich eigens für die Kostümsitzung einen rheinischen Akzent, der standesgemäß fast schon ins „Eischwielerische“ hineinreichte, zugelegt hatte, 8x11 Jahre kaum mehr als ein Wimpernschlag. Doch für die Normalsterblichen unter den Fastelovendsjecken stellt diese Zahl etwas ganz außerordentliches dar, das ebenso außerordentlich gefeiert wurde.

Und da Lord Vader am gleichen Abend noch einige Milliarden Kosmosmeilen zurückzulegen hatte, übergab er sein selbstredend blaues Lichtschwert an den wie aus dem Nichts auf der Bühne aufgetauchten Funken-Präsidenten Marc Engelhardt, damit dieser das Zepter umgehend an Kommandant Harry Schmitz weiterreichen konnte.

„Funken vollständig angetreten“, lautete dessen Meldung, so dass dem Gewehrtanz der Uniformierten samt „Stippefötsche“ gleich in doppelter Ausführung nichts im Wege stand. Nach diesem für jeden Augenzeugen wahrlich einschneidenden Erlebnis stand die Tür für ein Programm voller fantastischer Premieren, einfallsreicher Geburtstagsüberraschungen, jeder Menge „jecke Tön“, hervorragender Reden und, nicht zu vernachlässigen, einer doppelten Portion Eiscreme für jeden im Saal sperrangelweit offen.

Zahlreiche Premieren

Der Regimentsspielmannszug unter der Leitung von Lambert Sauerbier heizte die Stimmung mächtig an und schaffte somit glänzende Voraussetzungen für die erste Premiere des Abends: Das neue Tanzmariechen Vanessa Buhl versprühte Charme und Temperament, meisterte ihre Feuerprobe großartig und erntete einen verdienten Beifallssturm. Büttenredner-Ass Alfred Wings wusste wenig später einige Einkaufs-Klagelieder zu singen: „Früher ging der Mann noch jagen, heute muss er Plastiktüten tragen!“

Die Möglichkeit, als Geburtstagskind der eigenen Gesellschaft zu einem außergewöhnlichen Jubiläum per Premierentanz gratulieren zu können, erhalten nur wenige Fastelovendsjecke. Carina Hauck erhielt diese Gelegenheit als Tanzpartnerin von Torsten Modschink nicht nur, sondern wusste sie auch großartig zu nutzen. Denn das neue Tanzpaar der KG verzauberte sein Publikum mit einem Auftritt voller Schwung, Esprit und Akrobatik. Die erste Rakete des Abends war fällig!

Zahlreiche Ständchen und Geburtstagspräsente hatte die KG Eefelkank Hastenrath als Gastgesellschaft im Gepäck: Präsident Michael Schümmer präsentierte stolz die Eefelmarie Janine Jansen, das Tanzpaar Sophia Mießen/Steffen Engels, das einen fulminanten Auftritt hinlegte, die Tanzgarde sowie die Brass Els Kapelle, die unter anderem „Du bess die Stadt“ anklingen ließ.

„Dä Fibbes“ Peter Schulte us Kölle am Rhing glaubte zu wissen, dass auch „Ööchener“ nur Menschen seien und erklärte, warum der Bundestag unbedingt eine Kuppel benötigt: „Haben sie schon mal einen Zirkus mit Flachdach gesehen?“ Einen langen Weg aus dem fernen (aber leckeren) Warstein hatten die jungen Damen der „Suttroper Tanzgarde“ zurückgelegt. Die Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft faszinierten die Jecken im Saal, indem sie die Drachenreiter zum Himmel aufsteigen ließen und verdienten sich die Zugabe wie selbstverständlich.

Geschichten aus Märchenwald

Redner-Ikone Fritz Schopps brachte als „Et Rumpelstilzchen“ einmal mehr geradezu fantastisch anmutende Geschichten aus dem Märchenwald mit auf die Bühne der Delio-Arena: Ein weibliches Dreigestirn? „Ja, gerne! Aber sechs Wochen das gleiche Prinzessinnen-Kleid? Und während des Rosenmontagszugs wäre die Gefahr wohl zu groß, dass sich die Drei trotz Absperrung verfahren würden!“, hatte das Rumpelstilzchen auch Gegenargumente parat. Bedauerlich sei aber vor allem, dass Alice Schwarzer für ihre Steuer-Eskapaden nicht härtere Konsequenzen habe tragen müssen. Schließlich hätte Uli Hoeneß dann singen können „I´m living next door to Alice“.

Blaublütigsten Besuch erhielten die Blauen Funken durch Prinz René I. samt Zeremonienmeister Daniel und Gefolge. Das Duo untermauerte „Me fiere va morjens bes am ovend osere Eischwiele Fastelovend“, tischte den „Prinz im Karneval reloaded“ auf, zeigte sich mit „Eischwiele Jong“ lokalpatriotisch und ließ die Prinzenbläser unter der Leitung von Jürgen Breuer die erste „Ice Cream“ als Jazzklassiker kredenzen.

Da wollten sich natürlich auch die neun „Unkeler Ratsherren“ nicht lumpen lassen und servierten neben einiger Krätzchen von Willi Ostermann einen Schoko-Vanille-Nachschlag, um während der vielumjubelten Zugabe „Et Trömmelche“ gehen zu lassen.

Ein überaus fantastisches Abschlussbild einer Kostümsitzung, die der Feier des 88. Geburtstags des Traditionskorps absolut würdig war, bot an diesem Abend dann schließlich noch die Tanzgruppe des Geburtstagskindes, die, eingerahmt vom gesamten Korps der Gesellschaft zu „Polka, Polka, Polka-Klängen“ über die Bühne wirbelte.

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