Keine neuen Windkraftanlagen in Eschweiler: Wardener Initiative ist zufrieden

Von: mas
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„Auf diesem Teilbereich wird zukünftig keine Windanlage betrieben“, versicherte der Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler, Hermann Gödde, der Wardener Interessengemeinschaft. Foto: Sigi Malinowski

Eschweiler/Alsdorf. Am Ende wurden sehr freundliche Worte gefunden. Auf beiden Seiten. Denn die Spannung war raus. „Manche Bürgerinitiative könnte sich von Ihrer eine Scheibe abschneiden“, richtete sich Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde an Robert Pelzer.

Der Geschäftsführer der „Interessengemeinschaft Wardener Bürger zur Abwehr von Umweltbelästigungen und Gefahren“ nahm das natürlich gerne auf. Denn Pelzer und seine Initiative hatten zum Teil energisch mit der Eschweiler Verwaltung und dem Baudezernenten gefochten. Erfolgreich, wie sich herausstellte. Die geplante Windkraftanlage, die nahe an Warden gebaut werden soll, braucht als Voraussetzung Konzentrationszonen für die Errichtung solcher Anlagen.

Die Stadt Eschweiler fand ein Gebiet weit ab von ihrer Kernstadt – aber in direkter Nachbarschaft zu Weiler-Langweiler (gemeinde Aldenhoven) und in der Nähe des zu Alsdorf gehörenden Ortes Warden. Um dort Windräder zu platzieren, muss der Flächennutzungsplan (FNP) geändert werden. Diese Planungen beinhalten auch, dass ein Teilstück des künftigen Parks zu nahe an den Wardener Ortsteil geplant ist. So empfinden das jedenfalls die Wardener. Diesen „Zipfel“ wollen die Wardener aber auch die Stadt Alsdorf von der Ausweisung als Konzentrationszone für Windanlagen seitens der Stadt Eschweiler ausgenommen wissen.

Nun machte sich Hermann Gödde persönlich nach Warden auf, um „Ihnen heute Ihre Befürchtungen nehmen zu wollen“. An der Runde im Dorfgemeinschaftshaus nahm auch der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Heinrich Plum, teil. Eingangs hatte Robert Pelzer nochmals bekräftigt: „Wir sind bereit, konstruktiv zusammen zu arbeiten.“. Niemand habe etwas gegen die Windkraft. Die IG wolle lediglich, „dass auf diesem Zipfel nichts hinkommt“. Dafür verlangt die IG „eine rechtsverbindliche Erklärung“. Um weitere Detailinformationen liefern zu können, hatte Gödde Guido Beckers vom zuständigen Planungsbüro mitgebracht.

Vier Windräder sind im betroffenen Gebiet geplant. Wo diese genau platziert werden, verdeutlichten Gödde und Beckers dem Vorstand der Initiative. Zudem: „Wir haben eine zweite Planungsebene, die auf die ursprünglichen Planungen aufgesattelt werden können. Außerdem wird es noch mal ein komplettes Beteiligungsverfahren zu den Standort geben“, erklärte Hermann Gödde. „In dem benannten Zipfel wird nichts passieren. In diesem Teilbereich ist keine Windanlage vorgesehen“, hat Gödde dies auch seinem Alsdorfer Kollegen und Beigeordneten Ralf Kahlen schriftlich mitgeteilt. Alle Eigentümer des betroffenen Gebietes werden eine Pacht bekommen. „Die Verträge sind bereits unterzeichnet“, sagte Beckers.

Am Schluss der etwa einstündigen Zusammenkunft äußerte Robert Pelzer auch ein wenig Genugtuung, beharrlich am Thema geblieben zu sein: „Mehr wollten wir eigentlich gar nicht. Das ist ein befriedigendes Ergebnis, mit dem wir leben können“.

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