Eschweiler - „Keine Frau sucht Bauer”: Frauenflüsterer im Talbahnhof

„Keine Frau sucht Bauer”: Frauenflüsterer im Talbahnhof

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Mit seinem neuen Programm „Keine Frau sucht Bauer” zu Gast im Talbahnhof: Martin Herrmann

Eschweiler. „Keine Frau sucht Bauer” heißt es am Samstag, 15. Januar, 20 Uhr, im Kulturzentrum Talbahnhof. Martin Herrman präsentiert einen feinzynischen Jahresrück-Vorausblick. Herrmann bleibt eisern maskulin: Herr, Mann und dann auch noch Martin. Die schleichende Feminisierung Deutschlands unter Merkel - keiner reagiert darauf sensibler als der Östrogenseismograph Martin Herrmann. Schon wieder ein Jahr rumgebracht. Für viele ist es schon eine Leistung, einfach älter zu werden.

Einstein wusste: Bewegung hält jung. Herrmann relativiert: es kommt auf die Richtung an. Auf der A 7 ist es wurscht, aber auf der A 2 altert man viel schneller in Fahrtrichtung Westen.

Der Trend zur eigenen Familie hat sich gespalten: Alte Eltern werden modern - andere Familien sind wiederum so jung, dass sich das Kind mit den eigenen Eltern um den Teddybären streiten muss. Der Nachbar weiss nie: Heult jetzt das Kind oder der Vater?

Scharf wie ein Nacktscanner leuchtet Martin Herrmann dem Zeitgeist unters Fettgewebe, charmant werden Peinlichkeiten aus Politik und Gesellschaft auf den Punkt gebracht. Emanzipation ist out, der Übersinn ist schwer im Kommen.

Amtlicher Frauenflüsterer

Mit meisterhaft gezupftem Eierschneider muss der Bauer heute der Esoterikerin imponieren. Stringkopftuch und Gürtelkrawatte weisen auf Trend-Erwartungen bei Integrationsklamotten.

Gefühle werden immer schneller religiös. Statt der Ersatzreligion Fussball wird Religion zum Ersatzfussball.

Der Staat darf online die Festplatten durchsuchen, zur Freude der meisten Autoren: Sie werden endlich gelesen.

„Keine Frau sucht Bauer!”: ein rasanter, garantiert unpolitischer Jahresrück-Vorausblick mit dem ersten amtlichen Frauenflüsterer Deutschlands. Oft kopiert, nie erreicht.
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