Eschweiler - Kein Ausruhen im Kunstverein: Stadt-Kunstführer in Planung

Kein Ausruhen im Kunstverein: Stadt-Kunstführer in Planung

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
kunstvereinfo
Nach einem ereignisreichen Jahr haben sie sich auch für 2011 viel vorgenommen: die Vorstandsmitglieder des Eschweiler Kunstvereins um den Vorsitzenden Manfred Lohre (vorne, 3. v.

Eschweiler. Ein umtriebiges Jahr liegt hinter, ein vielleicht noch ereignisreicheres vor den Verantwortlichen des Eschweiler Kunstvereins. Während der Jahreshauptversammlung, die am Donnerstagabend im Talbahnhof stattfand, blickte der Vorsitzende Manfred Lohre sowohl in die jüngere Vergangenheit als auch in die nahe Zukunft, für die sich die Kunstliebhaber so einiges vorgenommen haben.

Mit derzeit 137 Mitgliedern kann der Eschweiler Kunstverein nach wie vor auf ein solides Fundament bauen. Allerdings war in den vergangenen Monaten der Verlust zweier Menschen zu beklagen, die das Wirken des Vereins über viele Jahre mitgeprägt haben. Der Tod von Margret Neuman und Irmgard Viehöfer hinterlässt große Lücken. „Mit ihnen verlieren wir zwei Freundinnen und Künstlerinnen, die weit über die Grenzen Eschweilers hinaus bekannt und anerkannt waren und die die Kunstszene mit ihren ganz persönlichen Stilen bereichert haben.

Sie zeigten sich für die Belange des Kunstvereins stets aufgeschlossen und unterstützten unsere Aktivitäten maßgeblich. Zudem arbeitete Margret Neuman einige Jahre an unserer Seite im Vorstand und wir haben ihren Rat und ihre Vorschläge zu unseren Planungen immer gerne angenommen”, erklärte Manfred Lohre, bevor sich alle Versammlungsteilnehmer zu einer Gedenkminute erhoben.

Neben zahlreichen projektbezogenen Arbeitsgesprächen standen im vergangenen Jahr vier vom Kunstverein präsentierte Ausstellungen im Mittelpunkt. Den Anfang machte im Februar die Ausstellung „Kraft der Grenzen” mit Bildern und Fundstücken von Ralf Wallraff und Skulpturen von Marion Scheidtweiler. Im April folgten unter dem Titel „nicht oben nicht unten” die Werke der in Paris geborenen Malerin Marie Madeleine Bellenger, bevor im September die Photogramme „Diagnose Kunst/Kunst Diagnose” von Professor Dr. Wolfgang Menges alias „Spell” die Kunstinteressierten faszinierten. Die Malerei sowie die Druckgrafiken von Walter Dohmen bildeten unter der Überschrift „Ganz Nah” im November einen gelungenen Jahresabschluss.

Vielversprechende Talente brachte der Kunstförderpreis 2009/2010 hervor, der unter dem Titel „Kunstdünger” ausgelobt wurde und das Ziel verfolgte, Nachwuchskünstler zu entdecken und zu fördern. Bei diesem Vorhaben unterstützte der Eschweiler Kunstverein Kulturmanager Max Krieger nach Kräften bei der Vorbereitung sowie innerhalb der Jury.

Auch zwei Ausstellungen des Jahres 2011 gehören bereits der Vergangenheit an. Im Januar präsentierten die Verantwortlichen des Kunstvereins mit „United Colors of Ramirez & Maro” einen „meisterlichen Doppelpack”. Noch bis zum 3. April ist die Ausstellung „Raum durch Licht und Form” der Malerin Petra Ottkowski und des Bildhauers Heinz Bergrath in den Räumen der Eschweiler Kunstsammlung im Talbahnhof zu sehen.

Ein ehrgeiziges Projekt, dem sich der Kunstverein bereits im abgelaufenen Jahr widmete, soll in 2011 abgeschlossen werden: die Neuordnung der Städtischen Kunstsammlung. „Wir möchten die Kunstwerke, die sich im Besitz der Stadt Eschweiler befinden, neu archivieren und sachgemäß lagern. Dazu sind gute Gespräche mit der Verwaltung und Sponsoren geführt worden. Das Projekt, das wir in Kürze der Öffentlichkeit vorstellen wollen, ist auf einem guten Weg”, erläuterte Manfred Lohre.

Unter dem Leitgedanken „Kunst gehört dorthin, wo Menschen zusammenkommen” steht in diesem Jahr einmal mehr das Projekt „Neue Wege zur Kunst” auf dem Programm. Am 18. September sollen eine Open-Air-Ausstellung mit Künstlern aus der Region, die Übergabe einer Skulptur auf der Grünfläche vor dem Gebäude der Volkshochschule auf der Anna-Klöckner-Anlage, zu der ein Wettbewerb ausgeschrieben werden wird, die Erstellung eines Stadt-Kunst-Führers sowie ein Rahmenprogramm mit Musik viele Kunstliebhaber in den Bereich zwischen Marienstraße, Stadtgarten und Volkshochschule locken.

Nach weiteren Berichten sowie einer kurzen Aussprache entlasteten die Versammlungsteilnehmer den Vorstand einstimmig. Abschließend präsentierte Ralf Wallraff mit Ausschnitten aus dem Film „Rivers and Tides” Eindrücke des weltweit bekannten englischen Künstlers Andy Goldsworthy, der ausschließlich mit Naturmaterialien arbeitet.
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