Eschweiler - Keime im Wasser: Experten untersuchen Hochbehälter

Keime im Wasser: Experten untersuchen Hochbehälter

Von: Thomas Vogel
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Ein erster Erfolg auf der Suche nach der Ursache der Trinkwasserverschmutzung in Weisweiler und Nothberg: Das Gesundheitsamt der Städteregion Aachen hat gemeldet, die Keime seien wahrscheinlich über den Hochbehälter Tannenhof in das Trinkwasser gelangt.

Was genau zur Verunreinigung führte ist jedoch weiter unklar. Zum Hochbehälter führten die Experten „aktuelle mikrobiologische Untersuchungsergebnisse des Instituts für Hygiene und öffentliches Gesundheitswesen an der Universität Bonn”, heißt es in der Mitteilung. Im Auslauf des Behälters sind demnach coliforme Keime nachgewiesen worden, nicht aber im Zulauf. Betreiber des Hochbehälters ist die Enwor (Energie und Wasser vor Ort). Er besteht aus zwei Kammern und wird mit Wasser aus der Talsperre Roetgen gespeist.

Die Keime wurden in beiden Kammern in geringer Konzentration nachgewiesen. Um eine genauere Untersuchung zu ermöglichen, müssen die Kammern entleert werden. Damit die betroffenen Menschen weiter mit Trinkwasser versorgt werden können, muss eine Kammer nach der anderen untersucht werden. Die Untersuchung soll zirka zwei Wochen dauern.

Abkochempfehlung steht weiter

Ausgeschlossen werden kann zu diesem Zeitpunkt laut Gesundheitsamt mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Fäkalien aus Siedlungsabwässern oder Abwässern aus der Landwirtschaft für den Störfall verantwortlich sind.

Die Menschen in den betroffenen Ortsteilen Weisweiler und Nothberg sind indes aufgefordert, das Wasser weiter abzukochen. Wann es wieder uneingeschränkt zur Nutzung freigegeben wird entscheidet eine vom Gesundheitsamt eingesetzte Expertenkommission. Neue Probeergebnisse sollen am Freitag Aufschluss geben. Derzeit sind drei mobile Anlagen zur Chlorung des Wassers im Betrieb. Das Chlor hat sich im Versorgungsnetz gut verteilt.

Die Anzahl der coliformen Keime sei unter Chlorung stark zurückgegangen, heißt es in der Mitteilung des städteregionalen Gesundheitsamtes. Nachdem bei Erkennen der Verunreinigung am 31. August noch sämtliche Wasserproben positiv auf die Keime getestet wurden, konnten in den jüngsten 25 Entnahmen keine derartige Verunreinigung mehr nachgewiesen werden.
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