Eschweiler - Kegelmeisterschaft: Da geht dem Chef das Herz auf

Kegelmeisterschaft: Da geht dem Chef das Herz auf

Von: zsa
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Willi (Dirk Zimmer) und Ernst (Markus Kirschbaum) flirteten wild mit den Damen im Publikum.
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Heizte den feierfreudigen Keglern mit flotter Musik kräftig ein: Die Showband „Die Mennekrather“ sorgte für Superstimmung und riss alle Kegler von den Stühlen.
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Freuten sich über ihren Erfolg: die Kegelstadtmeister 2015/16 mit Vereinsvorsitzendem Günter Reiche (links), Klaus Wohnaut vom Hauptsponsor Sparkasse Aachen (2.v.l.) und Schirmherr Rudi Bertram (2.v.r.). Foto: Sandra Ziemons
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Für die Mannschaft („Die kleine Hausnummer“) der Lokalredaktion dieser Zeitung, die außerhalb der Stadtmeisterschaften nie eine Kegelkugel in die Hand nimmt, reichte es auch dieses Mal nur für die „Rote Laterne“ in der Mixed-Mannschaftswertung.

Eschweiler. Von Oktober im vergangenen Jahr bis diesen Januar rollten in Eschweiler wieder die Kugeln – nun fand die 44. Kegelstadtmeisterschaft der Indestadt am Samstagabend mit einer ausgelassenen Party ihren gelungenen Abschluss.

Der Vorstand des Vereins zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaft zeichnete die Sieger und Platzierten aus und hatte für die gesamte „Keglerfamilie“ ein tolles Programm in der Delio-Arena im Hotel Flatten auf die Beine gestellt.

Auch wenn kurzfristig zwei Kegelclubs ihre Teilnahme wieder absagen mussten, verzeichnete die 44. Kegelstadtmeisterschaft in Eschweiler dank zweier Neuzugänge wieder 42 Mannschaften und 270 Einzelstarter. An den sechs Wochenenden in diesem Winter 2015/16 kegelten Jung und Alt, erfahren und unerfahren sowie Frauen und Männer wieder mit- und gegeneinander. Für die Wettbewerbe stellten die Gaststätten Haus Lersch, Zum Alten Rathaus, Tannenbergstuben, Zur alten Schmiede, Autermann und Zum Schwan ihre Kegelbahnen wie immer kostenlos zur Verfügung.

Im Rahmen der Kegelstadtmeisterschaften von Eschweiler und Stolberg traten zudem erneut Teams beider Städte beim Städtevergleichskegeln an. Neben den Vorstandsmitgliedern der Vereine zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaften maßen sich dabei auch wieder die Bürgermeister beider Städte. Und im fünften Anlauf gelang es dann Eschweiler, die Kupferstadt Stolberg mit 243 zu 188 Holz in der Hin- und Rückrunde zu besiegen.

Weitere Damen willkommen

„Die 44. Kegelstadtmeisterschaft hatte erneut ein ordentliches Niveau“, freute sich Günter Reiche, Vorsitzender des Vereins zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaft bei seiner Begrüßung der Eschweiler Keglerfamilie. Er dankte allen Anwesenden für ihre Teilnahme am Wettbewerb und auch den Wirten für das zur Verfügung stellen der Kegelbahnen. Einen Wunsch hatte er allerdings: „Wir würden gerne noch die ein oder andere Damenmannschaft dazu gewinnen“. Gerade bei den Damen war es dieses Mal äußerst spannend zugegangen. „An den Ergebnissen sieht man, dass man bis zum Schluss um jedes Holz kämpfen muss“, sagte Reiche.

Besonders freute ihn, dass die Reduzierung der Holzvorgaben für die Vergabe der Medaillen – ehemals Anstecknadeln – bei den Damen und in der Mixed-Wertung dazu geführt hatte, dass mehr Medaillen erworben wurden. „Mir geht das Herz auf, ich freue mich als hätte ich sie selber erworfen“, drückte Günter Reiche seine Gefühle aus. Unter den Medaillen-Gewinnern waren auch einige junge Keglerinnen und Kegler, die erst seit ein oder zwei Jahren an der Kegelstadtmeisterschaft teilnehmen. Auch für den SparkassenCup und das Städtevergleichskegeln zog Reiche ein sehr positives Fazit.

Dem schlossen sich auch Schirmherr Bürgermeister Rudi Betram und Klaus Wohnaut vom Sponsor, der Sparkasse Aachen, an. Beide waren erfreut über den erneut reibungslosen Ablauf der Kegelstadtmeisterschaft. Sie gratulierten den Gewinnern und Platzierten und bedankten sich gleichzeitig beim Vereinsvorstand für die gute geleistete Arbeit. „Bleibt dabei, es ist ja auch ein gesellschaftliches Treffen, wird aber natürlich bei den Wettkämpfen genauso ernst genommen“, richtete sich Rudi Bertram an alle Teilnehmer. Es sei ein gutes Zeichen und ein Kompliment an den aktuellen Vorstand des Vereins zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaft, wenn der alte Vorstand am Abschlussabend so entspannt da sitze, meinte Klaus Wohnaut.

Harte Konkurrenz

Entspannt waren am Samstagabend auch die „Dürwisser Mädche“. Sie holten sich den Stadtmeister-Titel in der Damenmannschaftswertung und dies bereits im dritten Jahr hintereinander. Allerdings hatten die sieben Frauen dieses Mal schwer gegen die Konkurrenz zu kämpfen und setzten sich mit nur einem Punkt Vorsprung mit 1654 Holz gegen das Team „Ohne Daddy“ auf Platz zwei durch. Diese wiederum wurden knapp verfolgt von der Mannschaft „Bunte Acht“, die mit 1651 Holz den dritten Platz errangen. In der Einzelwertung war es bei den Damen ähnlich knapp: Mit 482 Holz wurde Margret Leifgen von „Ohne Daddy“ Stadtmeisterin. Ihr folgt auf Rang zwei Inge Hecker von den „Dürwisser Mädche“ mit 452 Holz vor Marlies Franzen auf Platz drei mit 450 Holz.

Attraktives Showprogramm

Nach vier Jahren „Pause“ schaffte es in der Herren-Mannschaftswertung das Team „BBK A“ nochmals, sich gegen die anderen 20 Herrenmannschaften durchzusetzen und sich mit 1697 Holz den Stadtmeister-Titel zu erkegeln. Das Team „Freitagsleber“ landete mit 1648 Holz auf dem zweiten Rang, gefolgt von „Seck em ömm“ auf Platz drei mit 1623 Holz. In der Einzelwertung der Herren konnte sich Hermann-Josef Wilkens von der Mannschaft „Freitagsleber“ zum insgesamt dritten Mal über den Stadtmeister-Titel freuen, sein Endergebnis waren 445 Holz.

Um die Plätze zwei und drei kämpften gleich zwei Mitglieder der Mannschaft „BBK“ und schließlich setzte sich Friedel Meurer mit einem Punkt Vorsprung und 428 Holz vor Uli Kalz mit 427 Holz durch. Zu guter Letzt wurden auch die Sieger in der Mixed-Mannschaftswertung geehrt. Nach 2010/11 ging der Titel erneut an die „Puddelkönige“, die mit 1831 Holz die Nase vorn hatten. Auf Platz zwei landeten gleich zwei Mannschaften – das Team „Freitagsleber“ und die „Öppiköttis“ mit jeweils 1801 Holz.

Neben den Siegerehrungen ist das bunte Rahmenprogramm das Highlight der Abschlussfeier der Kegelstadtmeisterschaft. Den Auftakt machten dieses Mal „Willi und Ernst“ alias Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum mit einem Comedy-Programm vom Feinsten. So lachten die Kegler unter anderem über die Flirtversuche der beiden Rentner. „Vor dir steht Pflegestufe sechs“, versuchte sich beispielsweise Willi einer Dame anzupreisen.

In einer anderen meinte er dann seine Internetbekanntschaft „Mäuschen21“ wiedererkannt zu haben und sang ihr ein eigens erdichtetes Lied mit ihrem Lieblingsgericht „Gambas“ und dem Team „BitBoys“. Ganz untypisch für Rentner bewiesen Willi und Ernst dagegen wahres Talent als Rapper und überzeugten die Gäste in der Delio-Arena mit einer gelungenen Gesangseinlage.

Noch besser singen konnten allerdings die Sängerinnen und der Sänger der zehnköpfigen Showband „Die Mennekrather“, die zum nun zweiten Male die Eschweiler Keglerfamilie begeisterte. Zu Stücken wie „Schöner fremder Mann“, „Ein Hoch auf uns“ oder „Rhythm is a dancer“ zog es die Kegler gleich reihenweise auf die Tanzfläche. Natürlich durften in Eschweiler auch echte Fastelovend-Hits wie der „Kölsche Jung“, der „Räuber“ oder die „Stääne“ nicht fehlen. Im Anschluss übernahm dann „DJ Martin“ und heizte den Gästen noch bis in den frühen Morgen ein.

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