Karnevalistische Fete für und mit Menschen mit Behinderung

Von: eli
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Karnevalshits am laufenden Band: Die Band „Rasselbande“ unter der Leitung von Stephan Kriescher spielte viele beliebte Lieder. Foto: Elisa Zander

Eischwiele. Funkemariechen, Gartenzwerge, Prinzessinnen, Clowns – sie alle tanzen gemeinsam zu den Karnevalsliedern, die die Band „Rasselbande“ des Wohnheims für Menschen mit Behinderungen an der Odilienstraße unter der Leitung von Einrichtungsleiter Stephan Kriescher spielt. Es ist eine große Karnevalsparty, die hier gefeiert wird. Bunt, ausgelassen und vor allem eines: Integrativ.

Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (Kokobe) Eschweiler/Stolberg hat eingeladen und viele Menschen sind gekommen. Einige aus (betreuten) Wohnheimen, andere kommen mit Freunden und Verwandten. „Die Menschen mit Behinderung haben nicht so die Möglichkeit, an den Karnevalsveranstaltungen teilzunehmen“, sagt Tina Elsen von der hiesigen Kokobe. Das läge sowohl daran, dass sie das selbst nicht wollten, aber auch an teilweise fehlender Barrierefreiheit. „Hier ist es speziell für sie ausgerichtet. Und den Prinz zu sehen, ist für unsere Leute ein Highlight.“

Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Kooperation zwischen der Kokobe und der KG Prinzengilde Eschweiler-Bergrath fortgesetzt. Mit den „Showpänz“, der Jugendshowtanzgruppe, der Regimentskapelle und dem Tanzcorps ist die KG angereist. Sie zeigen ihr Programm – und binden die Menschen im Raum mit ein. Eine junge Frau, verkleidet als Tanzmariechen, wird einfach mit untergehakt und tanzt mit dem Tanzcorps. Ihre Augen strahlen, es wird geklatscht, gejohlt und viel gelacht.

Keine Berührungsängste

„Es ist so toll“, freut sich Tina Elsen, „dass man keine Berührungsängste hat. Unsere Leute werden einfach einbezogen.“ Dann gibt es eine Zugabe. Und noch eine. Eigentlich will man die Prinzengilde gar nicht mehr gehen lassen. Doch es gibt schließlich noch eigene Programmpunkte. Die Rhythmus-Gruppe hat einen Tanz einstudiert und Kokobe-DJ Reiner hält eine selbst verfasste Büttenrede.

Es ist eine Karnevalsfete wie viele andere auch – und doch ist sie besonders: Ein besonders gut gelungenes Beispiel gelebter Integration.

Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (Kokobe) ist ein vom Landschaftsverband Rheinland eingerichteter Dienst.

Ziel dieser Stellen ist es, Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu führen. In Eschweiler findet montags zwischen 15 und 18 Uhr im Gesundheitsamt der Städteregion Aachen, Steinstraße 87, eine offene Beratung statt. Jeden dienstags wird ein offener Treff im Pastor-Zohren-Haus, Am Burgfeld 9, angeboten. Weitere Infos unter Telefon 871850.

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