Karneval und Fußball: eine Kombination für wahre Männer

Von: lbe
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Nach neun Stunden stand der Si
Nach neun Stunden stand der Sieger des Fußballturniers der 9. Korporalschaft fest: „BoomschackalackaTor” ließ 29 Mannschaften hinter sich. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Ein Karnevalsverein hat auf den ersten Blick außerhalb der Session im Grunde nichts zu tun. Er könnte sich zur Ruhe setzen, eine kreative Pause einlegen und einfach die Zeit vergehen lassen, bis es wieder heißt: Eischwiele Alaaf!

Doch die Karnevalsgesellschaft Blaue Funken Artillerie Weisweiler 1878 hält davon mal so gar nichts. Sie haben sich die Frage gestellt: „Was mache ich in der Gegend noch als Karnevalsverein?”, sagte Christoph Braun von der 9. Korporalschaft.

Feste und Konzerte jeglicher Art gebe es schon zu Genüge. Und schon war die Idee geboren: Sport, Fußball, Bier - eine Kombination für wahre Männer. Gemeinsam mit 14 weiteren Vereinsmitgliedern der Korporalschaft stellte Braun ein Fußballturnier auf die Beine, zwar (noch) nicht das neunte, jedoch inzwischen schon das vierte. Und es wächst und wächst und wächst. 30 Mannschaften traten auf dem RWE-Sportplatz gegeneinander an, rund 20 von ihnen aus Eschweiler.

Sie reisten aus der Städteregion Aachen, dem Kreis Düren, den Niederlanden und Belgien an. Zwei Wochen zuvor waren schon alle Plätze vergeben, und sechs Mannschaften meldeten sich gleich fürs nächste Jahr an. „Mittlerweile ist das Turnier ein Großevent mit etwa 1000 Spielern und Besuchern”, sagte Braun.

Es ist ein reines Spaßturnier auf halbem Platz mit sechs Gruppen à 15 Spielen, sechs Feldspielern und je einem Torwart. Und zudem mit „dem günstigsten Bierpreis im Ort”, scherzte Braun. Mit einem Euro pro Bier war es für die Gruppen ein Leichtes, auch die parallel zum Turnier laufende Trinkmeisterschaft auszutragen. Gesagt sei, dass die Gewinner blau waren - also ihre T-Shirt-Farbe.

Auf diesem Event war folglich für jeden etwas dabei, insbesondere Sonnenbrand für alle, denn den gab es frei Haus oben drauf. So blitzten rote Gesichter, Arme und Nacken auf, während die letzten Finalspiele am späten Abend ausgetragen wurden. „BoomschackalackaTor” siegte, der Gewinner des vergangenen Jahres „FC Namele ss” flog schon im Viertelfinale raus und die 9. Korporalschaft erlag dem „Fluch der Mannschaft” - sie belegten den dritten Platz.

Damit konnte sie jedoch gut leben, stand der Spaß doch an erster Stelle. Nun jedoch sei erst einmal Schluss. „Wir legen eine Sommerpause bis Karneval ein”, erklärte Braun. Denn nach mehr als neun Stunden Arbeit, Spiel und Vorbereitung hat auch eine 9. mal eine Pause verdient.

Wer sich schon für das nächste Turnier anmelden möchte, besucht die Homepage http.//www.die9te.de, denn die Plätze sind heiß begehrt.
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