Eschweiler - Kammerchor Constant gastiert in St. Marien-Kirche

Kammerchor Constant gastiert in St. Marien-Kirche

Von: jlm
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Der Kölner Kammerchor Constant sang am Sonntagnachmittag für die Indestädter in der Kirche St. Marien und begeisterte seine Zuhörer. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Sommerlust und Sommergruß“ – unter diesem Motto stand der Sonntagnachmittag in der Kirche St. Marien, als der Chor Constant mit beschwingten aber auch teils melancholischen Klängen den Kirchenraum erfüllte. Der Kölner Kammerchor ist nicht irgendein Chor.

2006 gegründet, sang er bereits für Filmmusikaufnahmen für ARD und ZDF und nahm mehrere CDs auf, unter anderem die Ersteinspielung der weltlichen Chorwerke von Robert Fuchs‘ „Mondaufgang“. Im Jahr 2012 wurde ihm der deutsch-niederländische Kirchenmusikpreis verliehen, Anfang dieses Jahres gelangte er beim WDR-Chorwettbewerb „Singen macht glücklich“ unter die zehn Nominierten aus 317 Bewerbungen!

Etwas Besonderes also, dass dieser Chor, seit Januar dieses Jahres unter der Leitung von Judith Mohr, nun auch für die Indestädter sang.

Vom Leben einer Eule

In ihrem A-capella-Konzert am Sonntag brachten die Sänger gemäß ihres Mottos Musik aus der sonnigen Jahreszeit dar. Eröffnet wurde das Konzert mit „Fair Phyllis I saw“ von John Farmer, einem Madrigal aus der englischen Renaissance. Das nächste Stück, das Madrigal „Sweet Suffolk Owl“ von Thomas Vautor, handelte schließlich von dem Leben einer Eule und dem Sterben einer Maus. Auch „April is in my mistress‘ face“ von Thomas Morley lässt sich in die Zeit der Renaissance einordnen, wirkt jedoch melancholisch, da das Herz der Geliebten mit der Kälte des Dezembers verglichen wird.

Schließlich brachte der Chor eine Interpretation von Felix Mendelssohn Bartholdys „Sechs Lieder im Freien zu singen“ aus der Op. 59 dar. 1843 komponiert, handeln sie von der Romantik der Natur. Mit ruhigeren und auch schnelleren Klängen sangen sie „Im Gründen“, „Frühzeitiger Frühling“, „Abschied vom Wald“, „Die Nachtigall“, „Ruhetal“ und „Jagdlied“.

Weiter ging es schließlich im Programm mit Camille Saint-Saëns und „Calme des nuits“ aus der französischen Romantik. Auch für ihre Interpretationen von „Draw on, sweet night“ von John Wilbye, „The Blue Bird“ aus der op. 119/3 von Charles Villiers Stanford und „Fyer, fyer!“ von Thomas Morley ernteten die Sänger großen Applaus.

Mit dem gelungenen Abschluss „The slow spring“ des dänischen Komponisten John Høybye, geboren 1939, kamen der Chor und seine Gäste schließlich in der Gegenwart an. Der Chor erntete tosenden Applaus, weshalb er sich vor einer Zugabe selbstverständlich nicht retten konnte. Mit John Farmers „Fair Phyllis I saw“ wollte er seine Gäste schließlich „beschwingt in die Sonne hinaus entlassen“, so die zufriedene Leiterin.

So mancher Besucher merkte jedoch an, dass es schade sei, dass der Chor von seinem Gastgeber weder begrüßt, noch dass ihm gedankt worden sei.

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