Kälte lässt Ventile der Instrumente vereisen

Von: jlm
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Großer Augenblick: Die Original Eschweiler, die Wachkapelle und der Regimentsspielmannszug der Roten Funken stimmen den karnevalistischen Zapfenstreich an. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. Die Roten Funken lassen sich nicht aufhalten – auch wenn die eisigen Temperaturen nicht nur die Karnevalsjecken bibbern, sondern sogar die Ventile der Instrumente einfrieren lassen. Dies war nämlich bei den Proben der Fall. Im Talbahnhof Eschweiler wurde der obligatorische Zapfenstreich einstudiert, als schnell klar wurde: Eine Planänderung muss her.

Schnell wurde eine Lösung gefunden. Anstatt am Freitag vom Markt aus zum Talbahnhof zu marschieren und dort den karnevalistischen Zapfenstreich zu zelebrieren, trafen sich alle befreundeten Karnevalsgesellschaften am Markt im Zelt, wo das Ereignis bei angenehmeren Temperaturen gestartet werden konnte. Die Menge erhob sich von ihren Plätzen und lauschte den „Original Eschweiler“, dem Regimentsspielmannszug und der Wachkapelle der Roten Funken und HSO-Band unter der Gesamtleitung von Holger Gilles.

Der besondere Anlass an diesem Abend war allen bekannt: Die Rote-Funken-Artillerie feierte ihren 100. Geburtstag. Seit der Verein 1913 „das Licht der Eschweiler Karnevalswelt“ erblickte, ist viel geschehen. Mit etwa 400 Mitgliedern ist die Artillerie heute eine der größten Karnevalsgesellschaften in Eschweiler. Mit über 700 Zugteilnehmern stellt der Verein zudem ein bedeutendes Kontingent beim drittgrößten Rosenmontagszug in Deutschland, also dem närrischen Lindwurm in Eschweiler.

Anlässlich des Geburtstags hatte Pascal Engels, Interpret von Popschlagern, sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Zu Ehren der Roten Funken hatte er auf der Melodie von „Rot sind die Rosen“ von Semino Rossi, ein Lied geschrieben, das er nun vorstellte.

Ihm folgte ein Auftritt der Eschweiler Scharwache sowie der Röthgener Garde und einem Tanz der Jugendmarie. Zusätzlich auf der Bühne waren: das Garderegiment Weiß Rot und die KG Ulk Hehlrath, die KG Fidele Trammmebülle, der KG Onjekauchde Röhe, die KG Nothberger Burgwache, die Prinzengilde Bergrath und die KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler.

Und am Ende stand fest: Präsident Hubert Deutz, Kommandant Peter Pfeiffer und der Organisator des Abends, Jürgen Rößler, konnten zufrieden sein: Die Stimmung im Zelt und die vielen glücklichen Gesichter der zahlreichen Karnevalsjecken zeigten wieder einmal, dass trotz kurzfristiger Umplanung der Abend ein voller Erfolg war. Echte Fastelovendsjecke sind eben flexibel.

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