Kabarettisten-Duo Fritz und Herrmann im Talbahnhof

Von: se
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Fritz und Herrmann, das Kabarettisten-Duo Rainer Pause (r.) und Norbert Alich (l.), veräppelten im Talbahnhof alles und jeden, der ihnen zwischen die Lippen kam – besonders die Amerikaner. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Wussten Sie, dass der Heilige Geist erfunden worden ist, damit der liebe Gott den Geschlechtsakt nicht selbst vollziehen musste und damit die Heiligen Drei Könige dem Jesus-Kind Gold, Weihrauch und Möhren mitbrachten? Dieser Meinung sind zumindest Fritz und Herrmann.

Mit ihrem Programm „Fritz und Herrmann packen aus“ waren die beiden Kabarettisten Rainer Pause und Norbert Alich am Mittwochabend zu Gast im Kulturzentrum Talbahnhof. Da wurde nicht nur gelacht, sondern laut losgeprustet. Bereits nach wenigen Minuten hatten die beiden Kabarettisten das Publikum auf ihrer Seite und lieferten einen Lacher nach dem anderen.

Dabei punkteten sie nicht nur mit Aussagen wie: „Dieses blöde Weihnachten zerhackt uns jedes Jahr die Karnevalssession“, sondern erhielten auch tosenden Beifall für ihre gesanglichen Darbietungen. Bekannte Hits wie „Amarillo“ textete das Gespann um und sang: „Wo geht‘s denn hier zum Stall mit Krippe?“

Doch nicht nur gemeinsam überzeugten Rainer Pause und Norbert Alich: Auch einzeln bewiesen sie, dass sie Entertainer-Qualitäten besitzen. Während Alich in der ersten Programmhälfte eine Weihnachtsgeschichte präsentierte, in der Oma Finchen ihren Enkel Marc vor dem Einzug in den Heiligen Krieg bewahrt, wurde es im zweiten Teil musikalisch. Alich ahmte bekannte Musiker wie Mick Jagger, Wolfgang Niedecken und Gerhard Wendland nach.

Rainer Pause ließ den Gästen mit seiner außergewöhnlichen Beschreibung eines Erdbeer-Joghurts („Das Joghurt hat noch nie eine Erdbeere gesehen“) mehr oder weniger das Wasser im Munde zusammenlaufen und war der Meinung: „Wozu braucht ein Vegetarier ein Gehirn? Um ein Salatblatt zu erlegen, braucht man keine komplizierte Jagdstrategie.“

Auch er setzte im zweiten Teil auf Musik und gab auf dem Sousafon das umgetextete Lied „Blueberry Hill“ wieder. Dieses widmete er dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der als Präsident bisher noch „nichts zustande“ gebracht habe.

Raucher-Medley

In der zweiten Programmhälfte schilderte das Duo dem Publikum, dass die Amerikaner keine eigene Kultur besitzen und es im Rheinland keine Mafia gebe, weil der Alkohol dort nie verboten worden sei, bevor es wieder zum Thema Weihnachten zurückkam. Ein besonderes Highlight des Programms war die Präsentation des Titels „Ave Maria“. „Keine Sau versteht das“, meinte Rainer Pause, der eine moderne Version zum Besten gab, während Norbert Alich die klassische Version sang.

Den Abschluss des Programms bildete ein Medley rund um das Thema Rauchen. Alich und Pause dichteten bekannte Songs um und sangen: „Keine Kippen mehr nachts um halb eins“, „Vater ist der stärkste Raucher im Lokal“, „Venen lügen nicht“ und „Der schönste Platz ist stets am Aschenbecher“. Das Publikum war begeister – da durfte eine Zugabe natürlich nicht fehlen.

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