Kabarettist René Steinberg: „Gebt dem Unsinn das Kommando!“

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Schräg, quiirlig, bunt und lustig: René Steinberg ist in der kommenden Woche im Talbahnhof zu erleben.

Eschweiler. An einem Abend mit Steinberg soll es ordentlich rund gehen – aber „mit Schmackes!“, wie man bei ihm im Ruhrgebiet sagt. Denn „rund“ geht es bei vielen nur, weil sie im Hamsterrad feststecken – gefangen im Optimierungswahn, bei dem sich Beziehungen „lohnen“ müssen, da man sich Probleme „sparen“ will.

Doch Lebensfreude und Selbstbestimmung werden dabei wegrationalisiert. Der Homo Kapitalensis soll bestellen, nicht denken. René Steinberg gastiert mit seinem Programm „Gebt dem Unsinn das Kommando“ am Mittwoch, 25. Februar, 20 Uhr, im Talbahnhof, Raiffeisen-Platz 1. Karten sind zum Preis von 15,40 Euro (Vorverkauf) und 18 Euro (Abendkasse) erhältlich. Näheres unter www.talbahnhof-eschweiler.de und Telefon 02403/32311.

Dem will Steinberg etwas entgegensetzen: nämlich einen bunten, quirligen, sprudelnd-lustigen Abend, der eine vergessene Kraft beleben soll: den Unsinn. Die Kraft der Poesie und die kreative Macht, die von schrägen Ideen, absurden Sichtweisen und aberwitzigen Gedanken ausgeht. Der gelernte Literaturwissenschaftler ahnt: Momos graue Herren haben zwar fast gewonnen, Alice ist nicht mehr im Wunderland, sondern im vorschulischen Wirtschaftschinesisch-Kurs und Shakespeares Puck musste als Ich-AG in die Insolvenz.

Aber Hoffnung besteht, solange wir noch erkennen, wie bekloppt es ist, dass ein ordentliches Nickerchen nur noch als leistungsorientiertes „Powernapping“ akzeptiert wird. Und solange wir wissen, dass eine Paketdrohne niemals komplett den Postboten ersetzen kann,... zumindest nicht für Hunde. So zeigt Steinberg mit seinem großen Arsenal an Spielformen und mit noch größerer Spielfreude, dass die durchoptimierte Welt ausgelacht gehört.

Denn es geht nicht rund – die Welt dreht durch. Und als Komiker unter den Kabarettisten weiss er: Lachen ist die beste Art dem Gegner die Zähne zu zeigen. Mit genug Unsinn machen wir uns vielleicht wieder die Welt - ganz im Sinne einer rothaarigen Schutzpatronin aus Schweden – „widdewidde wie sie uns gefällt“.

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