Kabarett im Talbahnhof: Der Erdbeerpudding à la Margie ist vorzüglich

Von: se
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Mit ihrem zweiten Soloprogramm „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerpudding!“ gastierte die Kabarettistin Margie Kinsky am Samstag im Talbahnhof. Bei der Vorpremiere blieb kaum ein Auge trocken. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Die Stimmung im Kulturzentrum Talbahnhof war bereits vor dem Beginn der Veranstaltung super. Die Gäste genehmigten sich das ein oder andere Gläschen Sekt und plauderten munter drauflos. Mittendrin sah man auch sie: Margie Kinsky.

Die Kabarettistin war am Samstagabend mit ihrem zweiten Soloprogramm „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerpudding!“ in der Indestadt zu Gast und unterhielt das Publikum bereits vor dem Beginn ihrer Vorpremiere bestens. „Ich quatsche gerne mit den Leuten. Das gefällt denen und mir auch“, sagte die sympathische 56-Jährige.

Starallüren sind der sechsfachen Mutter nicht bekannt. Bereits nach wenigen Minuten hatte sie die vielen Gäste mit den Anekdoten aus ihrem Leben in ihren Bann gezogen. Besonders viel Applaus gab es für die Geschichten über ihre Familie. Zu dieser gehören neben ihrem Mann, den sie liebevoll „Holzfäller“ nennt, auch ihre Mutter sowie die sechs Söhne. „Einen Pudding an die Wand zu nageln, ist genauso schwer wie sechs Jungs zu erziehen“, gestand Kinsky, die mit dem gebürtigen Kanadier Bill Mockridge, der als Erich Schiller aus der „Lindenstraße“ bekannt ist und mit nach Eschweiler gekommen war, verheiratet ist.

An diesem Abend lernte das Publikum die Entertainerin, die in Rom das Licht der Welt erblickte, kennen und diese wiederum nahm bei ihren Ausführungen kein Blatt vor den Mund. Sie erklärte, dass sie von Kaffee-Geruch „wuschig“ werde und klärte darüber auf, wie anstrengend ein Familienurlaub sein könne, besonders dann, wenn die ganze Familie im VW-Bus nach Rom reise. Doch nicht nur mit ihren Erlebnissen, sondern auch mit ihren erfrischenden Ideen begeisterte sie an diesem Abend das Publikum. „Eine Kita brauche ich nicht mehr. Ich hätte gern die Ota, die Oma-Tagesstätte“, erklärte Kinsky und erhielt dafür vom Publikum zustimmenden Applaus.

Bereits vor der Pause kullerten bei den Zuhörern zahlreiche Lachtränen und auch danach ging es lustig weiter. Vor allem beim Thema Geburtstag versteht Kinsky keinen Spaß. „Es gibt Geschenke, die man gar nicht haben will“, sagte die 56-Jährige, die auch immer wieder das Publikum in ihr Programm mit einbezog. Nicht nur mit dieser Auffassung konnten sich vor allem die anwesenden Damen identifizieren. Auch als Kinsky den Stress beim Shoppen beschrieb, musste wohl die ein oder andere an ein eigenes Erlebnis denken. „Die Umkleidekabinen werden einfach immer kleiner“, war sich Kinsky sicher, die ihren Shopping-Trip in Rom so zusammenfasste: „Jede hatte zehn Tüten, nichts hat gepasst, aber wir waren glücklich.“

Glücklich war an diesem Abend auch das Publikum, das fast ununterbrochen gelacht hatte. So blieb Kinsky am Ende nur noch Folgendes zu sagen: „Ich habe eine Hausaufgabe für euch. Sagt ja zum Leben und habt keine Angst, Fehler zu machen.“ Damit verabschiedete sich die Kabarettistin in das Foyer des Kulturzentrums, in dem sie noch fleißig Autogrammwünsche erfüllte und ihr neues Buch „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerpudding“ an die begeisterte Frau und den nicht minder begeisterten Mann brachte.

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