Kabarett: Feindler geht an die Schmerzgrenze

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Seit Jahren hält der Lyriker unter den Kabarettisten hartnäckig an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ruhig etwas mehr zutrauen. Michael Feindler ist demnächst im Kulturzentrum Talbahnhof zu erleben.

Eschweiler. „Das Lachen der Ohnmächtigen!” heißt das Programm von Michael Feindler, das er am Freitag, 19. Februar, 20 Uhr, im Talbahnhof präsentiert.

Und das verspricht der Künstler. Das Kabarett ist endlich auf der Höhe der Zeit angekommen: Es kann uns nicht mehr darum gehen, die herrschenden Verhältnisse anzuprangern oder gar eine Revolution anzetteln zu wollen. Wer anderes behauptet, ist naiv oder Gewerkschaftsmitglied. Denn im Zeitalter der Alternativlosigkeit verläuft jeder Lebensweg in den Grenzen einer Einbahnstraße.

Und auf dieser Straße gilt das Recht des Schnelleren. Dort entscheidet sich schon früh, wer den Bürgersteig ungestraft als Überholspur nutzen darf, wer Schlaglöcher stopft und wer als Unterschichtenäquivalent in der Gosse verrottet. Michael Feindler macht in seinem neuen Bühnenprogramm deutlich: Jetzt geht es um das nackte Überleben.

Kritik an den Verhältnissen zahlt sich nicht aus, eine Nahrungsmittelspekulation hingegen schon. Verdaulicher wird diese Feststellung durch eine feine lyrische Note und zarte musikalische Töne. „Einer, der frischen Wind in die Szene bringt und sie irgendwann ordentlich aufmischen könnte.“

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