„Juppa” zieht die Fußballschuhe aus

Von: ran
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Seit Sonntag ist der Spieler Juppa Hansen für den SVN Vergangenheit. Doch die Zukunft steht schon bereit. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Sein (Fußballer-)Herz schlägt seit mehr als drei Jahrzehnten in Schwarz und Gelb. Mit dem SV Nothberg hat er sehr erfolgreiche Landesliga- und ebenso schwierige B-Liga-Zeiten durchlebt. Am Sonntag ging nun eine Ära zu Ende, die auch im Amateurfußball alles andere als alltäglich ist.

Josef „Juppa” Hansen bestritt seine letzte Partie als aktiver Spieler.

Mit „seinem” SVN bezwang er die Reserve von Rhenania Eschweiler 4:1. Und als das Nothberger-Urgestein mit der Rückennummer 5 Mitte der zweiten Halbzeit unter dem Applaus seiner Mitspieler und von Jugendspielern begleitet, den Platz verließ, da weinte sogar der Himmel heftig.

Begonnen hat der inzwischen 45-Jährige seine Karriere in der Jugend des SV Falke Bergrath. Doch schon als C-Jugendlicher trug er erstmals das SVN-Trikot. Schnell wurde sein Talent erkannt und zu Beginn der 80er Jahre feierte Juppa Hansen sein Debüt in der 1. Mannschaft - und zwar als klassischer Linksaußen mit der Nummer 11. Seinen Liberoposten nahm er erst einige Jahre später ein, allerdings ohne seine Torgefahr einzubüßen.

Nach drei Vizemeisterschaften in der Bezirksliga feierte der SVN 1989 mit der Bezirksligameisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte. So manches heiße Duell mit der ESG folgte, und nicht selten hatten die Schwarz-Gelben dabei die Nase vorne. So auch, als sie als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg in die Verbandsliga verpassten.

„In meinen Augen war Juppa bei diesen Erfolgen immer die überragende Spielerpersönlichkeit”, erinnert sich Geschäftsführer Frank Maus, der Juppa Hansen vor allem dessen Vereinstreue hoch anrechnet. „Anders als viele andere Spieler verließ er den SVN nicht, als der Abstieg des Vereins begann”, so das Vorstandsmitglied. Lediglich zwei kurze Abstecher zu FF Stolberg unterbrachen das Engagement von Juppa für seinen SVN, für den er als 43-Jähriger im Jahr 2007 in der Kreisliga B noch einmal die Fußballschuhe schnürte und zum Garanten für den Klassenerhalt der Mannschaft wurde.

In der abgelaufenen Saison führte er sein Team auf Platz sieben und damit in sicheres Fahrwasser. „Aber jetzt ist Schluss”, zog die „SVN-Legende” am Sonntag den Schlussstrich.
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