Junior-Akademie: Kampf dem Fachkräftemangel

Von: scl
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Die Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie sowie die Kooperationspartner des Städtischen Gymnasiums. Foto: Samira Classen

Eschweiler. In der Aula des Städtischen Gymnasiums war viel los. Grund dafür war die Auftaktveranstaltung der Junior-Ingenieur-Akademie. Die Junior-Ingenieur-Akademie ermöglicht dieses Jahr 16 Schülern und Schülerinnen der achten Klasse des Städtischen Gymnasiums ein zweijähriges Wahlpflichtfach zu belegen, was einem Differenzierungsfach gleicht.

 Zweimal in der Woche findet dieser Kurs statt. Zusätzlich sind Exkursionen wie zum RWE, zum Forschungszentrum in Jülich und zur Ausbildungswerkstatt der Lützow-Kaserne geplant. Dort lernen die Schüler genauer den Beruf als Ingenieur kennen und dürfen selbst einiges in Werkstätten oder Instituten ausprobieren.

Dr. Friedhelm Mersch, der Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter die Kooperationspartner, die Eltern der Teilnehmer, die Lehrer und natürlich die Schüler selbst. Außerdem gibt er eine kleine Einführung in das Thema „Zukunft der Schüler“. „Wir als Schule haben eine Verantwortung gegenüber den Schülern. Wir können ihnen helfen, sich zu entscheiden, welchen Beruf sie später ausüben möchten. Und damit fangen wir jetzt mit der Junior-Ingenieur-Akademie an unserer Schule an.“

„Schule muss reagieren“

Bürgermeister Rudi Bertram dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, ehe Dr. Arno Schneider, Lehrer am Städtischen Gymnasium, eine Rede zur Zukunft der Bildung hielt. „Durch den Fachkräftemangel in Deutschland ist es noch wichtiger als sonst, die Schüler auf die Zukunft vorzubereiten. Und darauf muss die Schule reagieren.“

Zwischen den Redebeiträgen gab es Gesangseinlagen vom Schulchor und eine kleine Aufführung von der Tanz-AG. Anschließend wurden die Kooperationspartner vorgestellt und schließlich alle auf einen Umtrunk eingeladen.

Die Ingenier-Akademie wird von der Deutschen Telekom unterstützt und nur an bestimmten Schulen angeboten. Um die teilnehmenden Schulen auszuwählen, wurde im April einen Wettbewerb veranstaltet, an dem das Städtische Gymnasium mit 13 anderen Schulen erfolgreich teilgenommen hat. Um einen endgültigen Sieger zu ermitteln, wurde eine Expertenjury zur Hilfe gezogen, die die einzelnen Schulen auf gewisse Schwerpunkte wie unter anderem die Lernziele, die Praxis-und Theorieorientierung und die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft prüfte. In diesen Bereichen schnitt das Städtische Gymnasium am besten ab und wurde somit zum Sieger. Dies macht sich auch finanziell bezahlt, denn das Unternehmen gab der Schule einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 10000 Euro, womit sie die Junior-Ingenieur-Akademie finanzieren kann.

„Unser Ziel ist es, junge Schüler für die Ingenieurwissenschaft zu begeistern. Der Stiftungszweck ist die Weiterentwicklung von Forschung und Bildung“, sagt Sandra Heidemann, Projektleiterin der Telekom Stiftung. Bereits 2005 entstand die erste Junior-Ingenieur-Akademie an der Jugenddorf-Christophorusschule in Königswinter. Seitdem gibt es die Junior-Ingenieur-Akademie bundesweit an 54 Schulen.

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